Voodoma – Gotland (CD-Review)

Seit 13 Jahren (!) sind Michael Thionville und seine Jungs jetzt schon auf den Beinen und rocken sich mit Dark Rock, gepaart mit Goth- und Metal-Einflüssen durch die Lande. In ihrer bisherigen Karriere spielten die Düsseldorfer bereits unzählige Shows, darunter auch auf große Festivals wie das legendäre Wacken Open Air, dem Ragnarök und dem Castle Rock in Mülheim an der Ruhr. Bis dato veröffentlichten Voodoma nach einigen selbst produzierten Werken mit „Bridges to Disturbia“ (2012) und „Secret Circle“ (2014) zwei reguläre Alben über Echozone. In den letzten drei Jahren hat die Formation zwei Besetzungswechsel durchlebt, es wurde fleißig an neuem Material gearbeitet und ein Vertrag beim Label Pride & Joy Music unterschrieben.

Am 22.09.2017 erscheint nun endlich das reguläre dritte Album genannt „Gotland“. In meinen Augen fehlt da ja das H, aber das denken wir uns einfach dazu. Wird seine Gründe haben, dass es nun mal genau so heißt. 10 brandneue Stücke sind drauf, wie die klingen, ergründe ich jetzt. Es startet auch gleich fein säuberlich mit einer Auskopplung, genannt „Shine“. Hier scheinen definitiv ein dunkles und ein sehr helles Licht. Es wird atmosphärisch, eingängig, dunkel-romantisch. Musik und Gesang gefallen mir sehr gut. Feiner Opener, klasse Auskopplung! „Love Is Falling“ erinnert mich an glorreiche Zeiten zu den Anfängen, als Crematory anfingen. Die fallende Liebe steht also wenigstens musikalisch unter einem sehr guten Stern! Bittersüß, eingängig, tausende Liter Herzblut, feinster Goth Dark Metal Rock mit allerfeinsten Keyboard-Passagen. Danach wird es richtig halloween-mäßig. Es strahlt das „Ghostlight“, die erste Single. Olli Bölke von Seelensturm singt hier mit. Sehr empfehlenswert, geht gut ab, rockt ordentlich. Halloween kann kommen! Bei der dritten und letzten Aus- kopplung „Arise“ wird Michael von Maike Flüshöh unterstützt. Wunderschöne dunkel-romantische Perle, die einfach nur nach mehr davon verlangt. Zwei mega Stimmen, klasse Melodien, betörende Atmosphäre. Absoluter Topfavorit! „Close to You“ ist eine weitere Düster-Ballade. Dementsprechend wehmütig ist sie auch aufgebaut. Old school neu frisiert. Mit den „Painful Lies“ wird es etwas derber, rauher, gewaltiger, schneller, abrechnender. Das ist Goth Metal wie er sein soll! So wird die bittere Thematik doch wenigstens musikalisch versüßt. Auch das „World Roulette“ ist etwas derber als der Rest. Hier wird wirklich ab- gerechnet. Die aktuelle Zeit wird hier sehr gut wieder gegeben. Aber auch metaphorisch knallt der Titel. Starkes Teil! Es wird wieder bitter, elegisch, schmerzhaft, treffend, melancholisch und dennoch gewaltig mit „What We Die For“. Im Grunde arbeiten das Lied vorher und dieses eng zusammen. Findet es heraus. „Way Of The Damned“. Ein eindeutiger Beweis, dass es ein Album mit noch mehr Interpretationsfläche ist. Finde ich sehr gut! Und das Stück sowieso. Wir sind leider schon am viel zu frühen Ende angekommen. Dafür gibt es einen richtig feinen Düsterglanz-Diamanten in Form von „Shadow“! Goth, Dark Rock, Goth Metal – der Spagat aus allem mit feinstem Klassik-Anteil ist geglückt! Richtig feines Finale!

Fazit: Was soll man zu so einem Werk noch sagen. Ein Knaller jagt den nächsten, super Gastbeiträge, abwechslungsreich, old school, pur Voodoma und die Musik steht wunderbar im Einklang mit dem Album Cover, welches übrigens auch sehr schön geworden ist. Ich persönlich finde hier nur Favoriten und bin einfach beeindruckt, dass in einer Zeit der Kommerzialisierung und Verbuntung der Szene noch solche Werke entstehen! Da steckt Herzblut drin, da weiß jemand wovon er singt und ich kaufe es ihm ab. Ihr seht, mir bleibt nix anderes als es Euch wärmstens zu empfehlen!

Tracklist:

01 Shine
02 Love Is Falling
03 Ghostlight
04 Arise
05 Close To You
06 Painful Lies
07 World Roulette
08 What We Die For
09 Way Of The Damned
10 Shadow

Bestellen: Amazon

VÖ: 22.09.2017
Genre: Dark / Gothic Rock / Metal
Label: Pride & Joy Music

Voodoma im Web:

Homepage

Facebook