VAINERZ – Patient (CD-Review)

VAINERZ

Es gibt endlich wieder neues Material von VAINERZ auf die Ohren. 5 Jahre nach dem Debütalbum „Silence“ (2012) hat das deutsch-ungarische Electropop-Duo um die beiden Szene bekannten Köpfe Mario Förster, der u.a. 1991 die Band „Never Endless“ mitgründete und der ungarische Produzent Rico F. Piller, der seine ersten Erfahrungen bereits als Bandmitglied von D.-Pressiv sammelte und das Remix-Projekt „P24“ 2003 zur Electro-Pop Band umstrukturierte, ein neues Studioalbum am Start. Um einen ersten Einblick in ihrer neuen Mission, gute und abwechslungsreiche Popmusik auf elektronischer Basis zu erschaffen, zu bieten, schickten sie bereits im April dieses Jahres die erste Singleauskopplung „Volcano“ voraus. Die Single kann über allen bekannten Portalen geordert werden.

Jetzt erscheint am 03.11.2017 endlich das Nachfolgewerk „Patient“ mit 10 brandneuen Tracks. Wie die klingen und was die Beiden da gemeinsam zaubern, erfahrt Ihr jetzt. „Volcano“ macht den Anfang. Unterkühlte Elektronik, sehr tanzbar, knallige Beats, tolle Melodien, klasse Gesang, brennt sich sofort ein und wird direkt ein Ohrwurm! „Let our Love shine“ glänzt durch ähnliche Attribute. Unterkühlte höchst intelligente & geniale Elektronik, schöner Gesang, tolle Atmosphäre, berührender Refrain. „Follow the Sound“ sticht danach etwas heraus. Stampfende Elektronik, EBM-Einflüsse, deutlich mehr Druck, düstere Club-Sounds, sehr tanzbar. Da folgt man dem Sound gerne, auch ohne dem militärischen Unterton! Könnte direkt aus der And One Schmiede stammen, aber auch ohne den Vergleich ist es perfekt! „Black Heart“ ist dann wieder melancholischer, ein- gängiger, elegischer. Das schwarze Herz freut sich, das was hier gemeint ist allerdings überhaupt nicht! „Shining on“ reiht sich da gut mit ein. Es ist nur freundlicher, heller, einfühlsamer. „Come down“ fährt erneut höchst geniale vielseitige Elektronik auf, die diesmal monoton stampfend rüber kommt. Stimmung, Atmosphäre, Gesang recht melancholisch. Von daher sehr gut gewählter Name für diese Perle, hier kann man gut runter kommen! Noch mehr davon gibt es natürlich bei „Over and done“. Wenn mal wieder etwas vorbei und getan ist, dürfte dieses Goldstück einen feinen Wehrmutstropfen darstellen! Vielleicht heitert es sogar auf. Toll ist es so oder so. „Rooftop“ hört man Sonntag Morgen, auf dem Balkon, die Sonne geht gerade auf, es duftet nach frisch gekochtem Kaffee, schöne frische Luft, allerfeinste Natur. Oder am Meer. So geht es mir bei diesem Goldstück. Allerfeinster Electropop, der zwar stark an Depeche Mode erinnert, was aber nix schlechtes ist und auch ohne den Vergleich mit den Legenden versetzen uns die Vainerz direkt in die 80er. Mit neuem Anstrich. Das Herz- und Titelstück „Patient“ ist melan- cholisch, emotional, packend, vielseitig, höchst elegisch. Einfach nur wunderschön und man erfährt direkt, worum es bei dem Albumnamen geht. Eines der schönsten, bewegendsten, packendsten Stücke der CD. Mit „Oblivion“ wird es noch mal knallig, stampfend, dröhnend, derber, clubbiger. Tanzen wird hier zur Pflicht! Sehr guter Ausklang!

Fazit: Man hört definitiv raus, dass da Meister am Werk sind. Ihre beiderseits lange Erfahrung ermöglicht den Vainerz, eine Produktion auf höchstem Niveau abzuliefern! Die Altmeister ihres Genres werden die Scheibe ebenso sehr lieben wie die Fans vielseitigen Electros! Gefühl, Liebe, Verlust, die aktuelle Zeit, sämtliche Emotionen, Club-Sounds, höchst intelligente geniale Elektronik – all das findet Ihr hier! Sehr gutes Album und die Beiden passen musikalisch perfekt zusammen! Auch der Bandname ist perfekt gewählt, denn die Vainerz gehen direkt unter die Haut bis aufs Blut!

Tracklist:

01. Volcano
02. Let our love shine
03. Follow the sound
04. Black heart
05. Come down
06. Over and done
07. Rooftop
08. Shining on
09. Patient
10. Oblivion

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VÖ: 03.11.2017
Genre: Electropop
Label: Rgk (Nova MD)

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