The Beauty of Gemina – Minor Sun (CD-Review)

tbog_cover_minorsun_500Sieben Studioalben und mit «Anthology Vol 1» eine umfangreiche Werkschau haben The Beauty of Gemina mit ihrem charismatischen Sänger und Songwriter Michael Sele in den bisherigen bald zehn Jahren ihres Wirkens veröffentlicht. Groß in den Melodien. Eindringlich in den Arrangements. Tief- gründig in den Botschaften. Einnehmend mit der Stimme. Transparent in der Umsetzung der Produktion. Durch eigene Tourneen und Auftritten bei großen Festivals hat es die Band auf über 150 Konzerte in 15 Ländern Europas gebracht und damit eine riesige Fan-Community für sich gewonnen. Nach dem Feuerwerk an Erfolgen der letzten Dekade leuchtet jetzt mit „Minor Sun“ bereits der nächste Stern von THE BEAUTY OF GEMINA am Firmament. Das neue Album „Minor Sun“ ist ein Geburtstaggeschenk, vor allem an die treue Anhängerschaft, denn die Band feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bandjubiläum. Wer die Schublade sucht, ordnet The Beauty Of Gemina beim Dark Wave ein: also eher dunkel, trist, klagend, aber auch sehnsuchtsvoll. „Das ist sicher nicht falsch. Es entspricht der Szene, in der wir uns bei großen Festivals in Europa bewegen und Anklang finden“, bestätigt Frontmann Michael Sele.

Am 02. September 2016 stellte die Schweizer Kultband THE BEAUTY OF GEMINA mit 13 neuen Songs auf dem bereits siebten Studio-Album Minor Sun erneut ihre internationale Klasse zweifelsfrei unter Beweis. Ob es ihnen gelungen ist, erfahrt ihr jetzt: Deftig blues-rockig und tief berührend eröffnet „End“. Michaels Stimme ist so verdammt schön und durchdringend! Starke Worte und mitreißender Rock bilden den Rest und formen einen perfekten Anfang für TBOG 2016! Auch wenn „End“ natürlich am Anfang sau cool ist iwie! Cold Dark Wave Postpunk gibt es danach mit der zweitlängsten Perle (7:13) „Waiting in the Forest“. Wenn man da so zuhört, fühlt man sich direkt in einen Wald mit aufsteigender und gleichzeitig untergehender Sonne versetzt. Richtig geiles Teil, hätte auch vor 20, 30 Jahren entstehen können! Diese Stimmungen, diese Atmosphäre, diese packenden Gitarren, dieser ganze Sound, diese Stimme dazu – DAS ist Wellness! „Bitter sweet Good-bye“ trifft direkt danach mitten in´s Herz und brennt sich dort ebenso wie im Kopf ein. Dieses bittere, tief melancholische, dennoch zur Bewegung animierende habe ich sehr vermisst und die Jungs bringen es zurück. Ein Traum, der wieder wahr wird! Ich bin verliebt! „Endless Time to see“ ist ein zeitloses Lied, das einfach nur mitreißt und einen aus dem grauen Alltag fliehen lässt. Old School, Elektronik-Elemente, Cold Wave, Dark Wave, Postpunk, leicht psychedelisch – nennt es, wie Ihr wollt! In eine ähnliche musikalische Kerbe schlägt „Close to the Fire“, nur ist es ausgelassener und lädt zum tanzen ein. Es folgt die brandneue Single „Crossroads“. Mich erinnert das Stück an alte Bruce Springsteen und Pink Turns Blue Zeiten, was die musikalische Richtung grob vorgeben dürfte. Und dennoch ist es typisch TBOG, ein zeitloses Liedlein mit Tiefgang, Melancholie und geiler Stimme. „Down on the Lane“ ist eine kleine, feine, zarte Sonntag-Herbst- Ballade, die Euch den Feier- abend versüßen wird. Wanne, Wein, Augen zu, entspannen, träumen. Die Story bringt noch eine leichte Tragik mit. Ähnliches bei „Wonders“, nur dass es noch packender und treffender ist. Bittersüß und doch zärtlich. Wie ein Wunder eben ist. „A thousand Lakes“ kommt mit seinem Herbst-Postpunk sehr gut an und lässt einen wahrlich dahinschmelzen! „Another Death“ ist ein weiteres geniales Beispiel, wie die Songs der Jungs wirken. Man fühlt sich direkt ange- sprochen, in die Story hinein versetzt und als Teil dessen. Die Melodien, die Instrumentierung, der Gesang, die Atmosphäre geben dem Hörer dann zusätzlich den Rest. Trauriges Lied, verdammt schwermütig, dennoch absolut traumhaft schön! „Wednesday Radio“ ist eine weitere Verneigung vor den Helden von früher, die sich ebenso vor den Jungs verbeugen werden. Hier darf ordentlich abgegangen werden! Der „Winter Song“ bietet den perfekten Vorboten für die Herbsttage. Auf dass sie endlich mal wieder wie Winter werden, mit Schnee und was dazu gehört! Dann nach einer deftigen Schneeballschlacht oder einem herrlichen Spaziergang durch die Winterlandschaft mit einem feinen Tee, Kakao oder Wein vor den Kamin oder die warme Stube und diese Epik genießen. Diese Bilder entstehen beim Hören vor meinem geistigen Auge. Hoffe bei Euch gelingt das auch! Das „Silent Land“ ist gar nicht mal so leise. Gewaltig, und doch stetig baut es sich auf. Monumentale Bilder gewaltigster Natur bauen sich vorm geistigen Auge auf und ändern sich mit jeder Note, jedem Wort, jeder Melodie. Epischer kann ein Album wie dieses nicht vorbeigehen und den Titel mit dem längsten Song (7:53) hat dieses Monster mehr als verdient!

Fazit: Was soll ich jetzt noch sagen. Alles ist gesagt. Ich LIEBE diese Scheibe über alles, ich liebe die Musik der Jungs, sie übertreffen sich jedes mal selbst, sie liefern ein übermächtiges Werk ab, dieses trägt einen in längst vergessene Zeiten – GENAU SO muss sich schwarz anfühlen, GENAU DAS ist das, was uns prägte, uns ausmachte, uns mit in´s Dunkle nahm. Lasst Euch an Herz und Hand nehmen und folgt einfach, es lohnt sich so sehr! Damit ende ich, verneige mich vor Michael und seinen Musikern, bedanke mich bei Euch und ihnen, sage biss bald und stay tuned!

Tracklist:

01. End
02. Waiting in the Forest
03. Bitter Sweet Good-Bye
04. Endless Time to See
05. Close to the Fire
06. Crossroads
07. Down on the Lane
08. A Thousand Lakes
09. Wonders
10. Another Death
11. Wednesday Radio
12. Winter Song
13. Silent Land

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VÖ: 02.09.2016
Genre: Synth Rock, Dark Rock, Alternative Rock, Electronica, Dark Wave
Label: Ambulance/Tbog/Artist Ms (Alive)

The Beauty of Gemina im Web:

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