SynthAttack – Club Takeover (CD-Review)

club-takeoverWenn widerhallende Bässe aus den Clubs im Industriegebiet dröhnen, dann kann das nur eins bedeuten: Hier wird der Adrenalinspiegel der partywütigen Meute mit Tracks, donnerndem Bass und schreienden Synthesizern vom 2015 gegründeten Dark Electro Projekt SynthAttack, bestehend aus Martin (Production, Lyrics, Live Vocals) und Britta (Orga, Live Keys), in die Höhe gepusht. SynthAttack, deren Musik in das Genre Dark Electro mit Einflüssen aus Harsh, Industrial, Cyber und EBM fällt, sind nicht nur ein auf- steigendes Duo aus Hannover, sondern sie haben sich zur Aufgabe gemacht, die Tanzflächen der schwarzen Clubs sowie Konzertbühnen mit eingängigen Melodien in Kombination mit starken Vocals und hartem Bass zu erobern. Nach ihrem Debüt-Album „To the Floor“ im November 2015 und einigen Support-Auftritten u. a. mit Agonoize und Noisuf-X schafften SynthAttack es sogar, in´s diesjährige Finale des M´era Luna Newcomer Contests 2016 zu kommen.

Jetzt holen Martin und Britta Schindler zum nächsten Schlag aus und präsentieren unter dem Titel „Club Takeover“ ihr zweites Album. Gemischt und gemastert wurde das ganze von X-Fusion Music Production. Der neue Silberling „Club Takeover“ beinhaltet insgesamt 17 Tracks, erschien am 16. Sepemtber 2016 via darkTunes und kam als limitiertes 4-seitiges Digipack mit einem 8-seitigen Booklet in den Handel. Wir und ich stellen es Euch heute vor. „Entrance“ eröffnet. Man hört nur Schritte, Sirenen, eine Tür und wie jemand in einen Club einmarschiert. Richtig eröffnen tut dann das Herz- und Titelstück „Club Takeover“. Knallende Beats, feinste Elektronik, leichter Techno-Touch, verzerrter Gesang. Das ist wirklich ein Club Takeover, guter Start für SynthAttack 2016! „One Love one Pain“ legt noch ein paar Schippen an Geschwindigkeit oben drauf. Die Beats stampfen, es wird etwas deftiger, es wird etwas düsterer, Martin singt etwas aggressiver. Guter Song! Einige Melodien erinnern an frühere Electro-Sachen aus den 80ern und 90ern, was ich sehr nice finde! Es folgt „Into the Night“ vs. Antibody. Eine sehr entspannte Nummer, die super in eine Party-Nacht einleiten kann. Sehr smooth, feine Melodien, magisch, betörend. Gutes Teamwork! „Shut up“ zieht dann natürlich thematisch und musikalischer etwas mehr an. Bitterböse Lyrics, verzerrter Gesang, es lässt sich gut drauf tanzen. Die absolute Dampfwalze kommt dann aber über „Unbreakable“ feat. Luca Riese (Beating Signal). Knallt, zerfetzt, straight auf die Fresse, deftiger Gesang, fordernd, überzeugend, auf die Tanzfläche zerrend. Einfach nur eine richtig fette Club-Granate und einer meiner absoluten Favoriten! „My Hell“ geht in eine ähnliche Richtung, ist aber weniger explosiv. Harsh Cyber würde ich den Stil hier nennen mit guten Lyrics. „Loss of Reality“ bewegt sich im Harsh Dark Electro Bereich und sticht ebenso wie die Zusammenarbeit mit Antibody ein wenig heraus. Der Song wirkt nachdenklich und dadurch sehr elegisch und ein wenig traurig. Weiterer Favorit, den man mal gehört haben muss! Als Abschluss der regulären Tracks präsentiert sich „Awake“ vs. System Noire. Eine richtig feine Nummer, die einfach nur Freude macht! Sehr geile Zusammenarbeit, gerne mehr davon! Es folgt der erste Remix, der kommt von C-Lekktor für „My Hell“. Zugegebenermaßen gefällt mir die Version sehr viel besser als das Original, die Wut, die ich mir dazu vorstellte, kommt hier dazu. Richtig geil geworden! „Club Takeover (Chainreactor Remix)“ klingt auch einen ganzen Zacken stärker als das Original. Club Takeover over 9000! „Unbreakable (Parasite of God Remix)“ bleibt genau so fett und wird sogar noch ein Stück deftiger! Ist geil, bleibt geil! Sehr gut geworden! „One Love one Pain (touched by Stahlnebel & Black Selket)“ ist ein weiterer Spitzenbeweis dafür, wie gut Remixe funktionieren können. Beide Bands verschmelzen richtig miteinander und kreiren ein richtiges düsteres Monster! „Club Takeover (Reaper Remix)“ funktioniert genau so gut wie der Remix von Chainreactor. Reaper haben gute Arbeit gemacht und lassen ihre Qualitäten hier gut raushören. Auch die „My Hell“-Version von Binary Division kann sich sehr gut hören lassen. Binary Division basteln einfach immer geile Remixe. Ein Track, der auf dem Erstling zu hören war, findet sich hier im Suppressor Remix und nennt sich „Afterlife“. Sehr gut gemacht, muss man mal gehört haben! Beendet wird die Scheibe mit „Unbreakable (Single Edit)“. Muss ich nix mehr zu sagen, richtig gute Wahl für´s Ende!

Fazit: SynthAttack können durchaus etwas bewegen! Ein solides gutes Album, das einige Stärken aufweisen kann und noch Platz nach oben lässt. Ein paar mehr Stärken von den Remixen übernehmen und dann wird das was großes! Bisschen mehr Dunkelheit, etwas mehr Biss, etwas mehr Knall, etwas deutlicher singen, dann wird das! In jedem Fall danke an Martin und Britta für die gute Arbeit und natürlich auch an die Remixer! Empfehlen kann ich es Euch dennoch, das Paar hat echt Potenzial und die Songs taugen. Damit ende ich, bedanke mich bei Euch und SynthAttack, bis bald und stay tuned!

Tracklist:

01 Entrance
02 Club Takeover
03 One Love, One Pain
04 Into the Night (SynthAttack vs. Antibody)
05 Shut Up
06 Unbreakable (SynthAttack vs. Luca Riese)
07 My Hell
08 Loss of Reality
09 Awake (SynthAttack vs. System Noire)
10 My Hell (C-Lekktor RMX)
11 Club Takeover (Chainreactor RMX)
12 Unbreakable (Parasite of God RMX)
13 One Love (Touched by Stahlnebel & Black Selket)
14 Club Takeover (Reaper RMX)
15 My Hell (Binary Division RMX)
16 Afterlife (Suppressor RMX)
17 Unbreakable

Bestellen: Amazon / POPoNAUT

VÖ: 16.09.2016
Genre: Dark Electro, Industrial, Harsh, Aggrotech, EBM
Label: darkTunes

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