Paradox – Pangea (CD-Review)

PangeaReviewParadox: 1986 gründete sich die Würzburger Trash-Metal-Band um Sänger und E-Gitarrist Charly Steinhauer, der das einzige konstante Mitglied ist. 1991 lösten sie sich auf, um 1999 wieder zusammen zu finden. Aktuell ist Charlys einziges festes Bandmitglied Tilen Hudrap, unter anderem bekannt durch Vicious Rumors. Die anderen beiden Mitstreiter und Studio-Musiker sind Gus Drax (Suicidal Angels, Sunburst, Black Fate) und Kostas Milonas (Sunburst, Foray Between Ocean, OUTLOUD). Bisher haben Paradox in ihrer Karriere 6 Alben und 2 Demos sowie 10 Sampler-Beiträge veröffentlicht. Eine große Fanschar treibt sie dazu an, immer weiter zu machen. Wie man wahrscheinlich schon rausgehört hat, haben die Jungs auch sau viele Personal-Wechsel gehabt und das alles haben sie souverän überstanden. Ihr letztes Album „Tales of the Weird“ erschien 2012, das letzte Lebenszeichen über einen Sampler-Beitrag für Armored Saint 2014.

Am 03.06.2016 erscheint endlich ihr 7. Werk „Pangea„. Der Titel steht übrigens für den letzten globalen Superkontinent der Erdgeschichte. Wenn das mal nicht vielversprechend ist! 10 brandneue Tracks sind drauf. Der Anfang könnte epischer nicht ausfallen als mit „Apophis“. Elegant, pfeilschnell, ägyptisch, richtig derber Trash, trash-typischer Gesang. Richtig gutes Lied und ein guter Anfang für Paradox 2016! Das hymnisch-ägyptische macht dieses Lied so stark. Der altägyptische Gott Apophis, auch Apep(i), ist die Verkörperung von Auflösung, Finsternis und Chaos und zugleich der große Widersacher des Sonnengottes Re. Er wird als riesige Schlange oder Schildkröte dargestellt. Dann wundert mich nix. Super Wiedergabe der Thematik. Etwas hymnischer und ausgelassener ebenso wie dramatischer wird es bei „Raptor“. Schöne Melodien, pfeilschnell, packender Gesang. Richtig geile Hymne und erster Favorit! Vor dem Hintergrund des Albumtitels ist es durchaus möglich, dass es sich dabei um die Saurier dreht. Das Herz- und Titelstück „Pangea“ ist mit 7:05 eines der längsten Stücke und schlägt in eine ähnliche Kerbe. Perfekte musikalische Inszenierung des Themas! Derbe abgehen tut es dann bei „The raging Planet“. Die Thematik wird entsprechend kraftvoll dominant dargestellt, typischer Metal-Gesang, geile Riffs, knallende Drums. Damit folgt die brandneue Single „Ballet or Bullet“. Sehr gute Wahl, hier wird die neue Scheibe sehr eindrucksvoll vorgestellt. Bissige Lyrics, Gewalt, derber Trash, Gesang wie beim Opener. Ein Erzähler leitet das Ganze ein und macht schon deutlich, was es mit dem Namen auf sich hat. Hört rein, lohnt sich, geiler Song, hymnischer Refrain, weiterer Favorit! Der heraus ragendste Beitrag auf dieser CD ist definitiv „Manhunt“ und mein persönlicher Oberfavorit! Eine verdammt geile, fast schon orchestrale Einleitung, die einen einfach nur berührt und mitzieht. Das ganze mündet in einer derben Trash-Darbietung, die der Thematik gerecht wird. Das Ganze wird auf 7:34 aufgeteilt. Die verschiedenen Stimmungen und rasanten Wechsel machen diese Perle so mächtig! „Cheat & pretend“ ist eine weitere, sau starke Hymne der Jungs. Toller Gesang, tolle Stimmung, tolle Melodien, vezweifelt und zugleich fast balladesk. Weiterer Favorit, den ich sehr empfehlen kann! Das eingebaute Sample passt auch wie die Faust aufs Auge. „Vale of Tears“ wird ebenso musikalisch perfekt inszeniert. Balladesk, tieftraurig, wunderschöner Gesang, packend, tiefgehend, düster, dennoch typischer Trash. Was für ein geiles Goldstück, weiterer Favorit! Hört Euch das unbedingt an, ist auch mit 7:45 das längste Stück! Das hoch dramatische Finale steigert den Like-Faktor noch um ein weiteres Maß! „Alien Godz“ ist einfach ein richtig typisches Trash-Brett, zu dem man einfach nur Party macht und derbe mit abgeht. Damit sind wir schon am Ende angelangt mit „El Muerte“. Hymnischer Refrain, Herzblut, schöne Melodien, man stellt sich vor wie alles brennt. Tolle Fantasie, geiler Abschluss!

Fazit:
Paradox haben die gut 3 Jahre Pause sehr gut genutzt und legen ein souverän durchgängig starkes Album vor! Abwechslungsreich, Balladen, längere Songs, Macht, Bombast, breites Stimmspektrum. Hier wird echt einiges geboten und der Metal-Fan wird richtig gut gefüttert! Hier freuen sich nicht nur Trasher, aber die und die Paradox-Fans werden sehr zufrieden sein. Die aktuelle Konstellation tut der Musik verdammt gut und die Stärken der anderen Bands, in denen die Mitglieder involviert sind, bringen sie direkt mit, was frischen neuen Wind zur Folge hat. Besser kann es nicht laufen! Jeder einzelne hat so viel drauf und macht einen guten Job, das Vierer-Team harmoniert perfekt. Alles Eigenschaften, die nur für die neue Scheibe sprechen.

Tracklist:

01. Apophis
02. Raptor
03. The Raging Planet
04. Ballot Or Bullet
05. Manhunt
06. Cheat & Pretend
07. Pangea
08. Vale Of Tears
09. Alien Godz
10. El Muerte

Album bestellen: AFM Records Shop

VÖ: 03.06.2016
Genre: Thrash / Speed / Power METAL
Label: AFM Records

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