NERVOSA – Agony (CD-Review)

AgonyReviewEs gibt ein neues Lebenszeichen von Nervosa! Nervosa, das ist eine brasilianische Frauen-Trash Metal-Band aus Sao Paulo, die seit 2010 um Sängerin und Gitarristin Prika Amaral gegründet wurde. Damals noch von Karen Ramos an der Gitarre und Fernanda Terra am Schlagzeug unterstützt, sind ihre Mitstreiterinnen heute Sängerin und Bassistin Fernanda Lira und Schlagzeugerin Pitchu Ferraz. Die Mädels, die bei Napalm Records unter Vertrag stehen, trashen so derbe los, dass Reinhold Reither vom österreichischen Onlinemagazin Stormbringer ihr Debütalbum „Victim of yourself“ 2014 mit den Frühwerken einiger Trash Metal Helden verglich. In den Texten geht es um gesellschaftliche Probleme in Brasilien wie z. B. Korruption und Politik. Vor ihrem Album, das über Napalm Records erschien, veröffentlichten sie 2012 ihr Demo „Time of Death“.

Am 03.06.2016 erscheint nun endlich der Nachfolger zum Debüt mit dem Namen „Agony„. 12 brandneue Tracks sind drauf, Dark Music World und ich testen sie heute schon für Euch. Da beginnt es schon richtig derbe mit dem Opener „Arrogance“. Hier wird ordentlich geschrubbt, gemosht, geschrien, gewütet. Ich glaube, die Mädels mögen Arroganz gar nicht. In jedem Fall eine fette Nummer und ein geiler Start für Nervosa 2016! Die Vereinigung von Prika und Fernanda bringt noch mehr Biss und es wird pfeilschnell zu Werke gegangen! „Theory of Conspiracy“ ist nicht weniger brutal und eine ziemliche Steigerung an Brutalität. Death Trash nenn ich das ganze, fettes Brett! „Deception“ ist eher ein Diamant geschliffen mit roher Gewalt. Fette Gitarre, dröhnender Bass, pfeilschnelles Schlagzeug-Gewitter. Die Riffs sind der Wahnsinn und die Saiten werden richtig maltretiert! Erster Favorit! „Intolerance means War“ ist der lebende Beweis für die Thematik, die die Mädels behandeln. Dementsprechend extrem und übel aggressiv wird auch hier vorgegangen! Zweiter Favorit, Lyric Video dazu gibts auf Youtube! „Failed System“ bewegt sich extrem bissig in der selben Kategorie. Hier singen mal wieder beide stellenweise. Ebenso „Surrounded by Serpents“. Auch hier schaltet sich Prika teilweise mit ein. Eine der brutalsten Perlen dieser Platte! Eine ganz besondere Nummer ist „Guerra Santa“. Extrem kurz, extrem schnell, extrem aggressiv, dröhnend, vernichtend, Klänge aus der Heimat. DAS ist ein Monster! Wenn ich das richtig aufgefasst habe, wird hier sogar in der Muttersprache gesungen. Weiter geht´s mit der brandneuen Single „Hostages“, ein super Repräsentant fur das neue Mörderwerk. Extrem, übel, derbstes Geschrubb, düster, bedrohlich. Geiles Ding, gute Singlewahl, weiterer Favorit! „CyberWar“ ist richtig typischer Party-Trash versehen mit ordentlich Biss und Frauenpower. Hört mal rein, cooler Song, weiterer Favorit! Das wird ein neuer Ohrwurm! „Hypocrisy“ ist echt ein super Name für den Track, erinnert schon stark an die Band. Genau so endzeitmäßig und dunkel bearbeiten die Mädels auch hier ihre Instrumente. „Devastation“ hingegen ist wieder extrem aggressiv, pfeilschnell und ausladend. Was für eine Bombe, hier überlebt niemand! Wir sind am Ende angelangt mit „Wayfarer“. Sehr sehr geiles Lied, abwechslungsreich, längstes Stück mit 6:17, normaler Gesang, kehliges Gegrowle, viele verschiedene Stile, bombastisch. Ein richtig geiles, fettes, mega cooles Endstück! Zum Schluss hört man sogar eine wunderschöne Frauenstimme, die da alleine vor sich hinträllert und dem Hörer ins Ohr säuselt. Zum schmelzen!

Fazit:
Das ist eindeutig nix für Weicheier! Als reine Frauenband treten Nervosa Euch ordentlich in die Eier und zeigen einigen gestandenen Männerbands, wer hier der Boss ist! Ordentlich Biss, gescheit Feuer unterm Arsch, genug Hass im Bauch und das auch noch so schön verpackt in 3 wunderschöne Frauen, die hier alles zerlegen, was es zu zerlegen gibt! Wie Altmeister maltretieren sie ihre Instumente und schreien sich die Kehlen blutig, als gäbe es kein Morgen mehr! Das ist nix für schwache Nerven, nur der hartgesottene und schreierprobte Metaler überlebt hier! Alle anderen dürfen ebenso gerne reinhören, die Beschreibung von Reinhold Reither ist echt zutreffend und die Mädels haben echt mega was drauf, nur ist es eben nicht jedermanns Geschmack. Ich zolle fetten Respekt dafür, dass auch Frauen so übel schreien und growlen können! Es gibt mittlerweile etliche Metal-Bands, bei denen das der Fall ist. Ich feiere das hart und spätestens seit Arch Enemy wissen wir: auch die zierlichst aussehende Frau kann eine Bestie sein, die uns in Grund und Boden schreit – weiter so!

Tracklist:

01 Arrogance
02 Theory Of Conspiracy
03 Deception
04 Intolerance Means War
05 Guerra Santa
06 Failed System
07 Hostages
08 Surrounded By Serpents
09 CyberWar
10 Hypocrisy
11 Devastation
12 Wayfarer (Bonus Track)

Album bestellen: Napalm Records Shop

VÖ: 03.06.2016
Genre: Thrash Metal
Label: Napalm Records

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