Mortiis – The Great Deceiver (CD-Review)

Mortiis sind endlich wieder zurück! Seit 1993 ist Havard Ellefsen (so der Name des Künstlers) aus Notodden nun schon mit dieser Band unterwegs und dabei mächtig erfolgreich. Durch ihre Masken und die vielen verschiedenen Musikstile sticht Herr Ellefsen sehr stark heraus mit seinen Jungs, die regelmäßig im Line-Up wechseln. Das erste Demo folgte 1993, dem folgten 9 Alben, 2 Singles, unzählige Hits, etliche Auftritte, ein Remix-Werk 2007 und eine treue große Fanschar. Das letzte Lebenszeichen erreichte uns 2010 in Form des letzten Albums „Perfectly defect“.

Jetzt erscheint am 11.03. endlich das brandneue 10. Meisterwerk mit dem Namen „The great Deceiver„, welches auch ein herrliches Cover erhalten hat. Darauf vertreten sind 12 brandneue Tracks, die wir von Dark Music World und ich Euch heute schmackhaft machen möchten. Es beginnt sehr heftig, düster, freaky und tollwütig mit „The great Leap“. Man hört sofort, dass die Jungs viel Power gesammelt haben, die hier fett geballt entladen wird! Richtig geiler Anfang für Mortiis 2016! Pfeilschnell schießt uns dann „The ugly Truth“ in die Ohren. Starker Text, tollwütiger Gesang, durchgedrücktes Gaspedal. Fettes Brett! Mit „Doppelganger“ ereilt uns ein kurzes, aber heftiges Zwischenspiel von 1:00, welches direkt in „Demons are back“ überleitet. Richtig schöner Gruft-Rock mit toller Atmosphäre und hammer Stimmung. Erster Favorit! Eine wahrlich spannende Nummer folgt mit „Hard to believe“. Interessante Sounds und starke Gitarren leiten den Song ein mit einer harmonischen Country Rock Atmosphäre. Starke Stimme und starke Lyrik dazu – nächster Favorit perfekt und fertig! Abwechslunsgreich ist es auch noch. Hier bleiben keine Wünsche unerfüllt. Es folgt die „Road to Ruin“, die überraschenderweise sehr ruhig und elektronisch daher kommt, ohne den Rock ganz außer Acht zu lassen. Wundervolles Lied, welches gleich der nächste Favorit wird! Richtig geil mit Drums und Klavier beginnt „Bleed like you“. Eine richtig geile, atmosphärische, getragene Gruft-Industrial-Soft-Rock-Walze und weiterer Favorit! „Scalding the Burnt“ hingegen ist eine rotzig freche Industrial Rock Nummer, die es in sich hat. Abgehen ist dringend erforderlich! Mit „The shining Lamp of God“ erreicht uns die zweite Single, die wirklich viel Appetit auf die Scheibe macht und als brutaler Industrial Metal zu bezeichnen ist. Soweit ich erfahren habe, handelt es sich bei „Doppelganger“ auch um eine Single, die auch um einiges länger geht als 1:00 (3:34). Mir lag da eindeutig was falsches vor, entschuldigt bitte dafür. Es wird düster und orientalisch mit „Sins of mine“. Dennoch bleibt es extrem atmosphärisch, harmonisch und getragen. Fast schon spirituell und romantisch. Geile Perle und weiterer Favorit! Mit „Feed the Greed“ folgt die längste Ode der CD, die gleich mal 5:33 beträgt. Düster, stark elektronisch, dröhnende Instrumente, aufwühlend, Alice Cooper Touch, ordentlich Gruft-Atmosphäre – nächste Halloween-Party steht! Da folgt auch schon das Ende mit „Too little too late“. Abgefahren, freaky, abgespaced, sau cool, mitreißend, zum abspacken geeignet. Gute Attribute, um solch eine Scheibe ausklingen zu lassen!

Fazit:
Mortiis sind einfach übermächtig wieder da! Nach 6 Jahren Pause muss man feststellen, dass diese sehr gut getan haben und ganz neuen Wind wehen lassen! Geballte Power, riesige Möglichkeitenwiese, Abwechslung, riesiger Klangkosmos – hier wird echt einiges geboten! Die Jungs um Herrn Ellefsen treten Euch richtig in den Arsch und beweisen, dass trotz längerer Abwesenheit Odin sei Dank immer noch mit ihnen gerechnet werden darf! Ein ganz starkes Album, das keinen Raum für negative Kritik lässt. Industrial Metal, Industrial Rock, Glam Rock, Industrial, Pop, undefinierbare Klänge – hier wird jeder bedient.

Tracklist:

01. The great leap
02. The ugly truth
03. Doppelganger
04. Demons are back
05. Hard to believe
06. Road to ruin
07. Bleed like you
08. Scalding the burnt
09. The shining lamp of god
10. Sins of mine
11. Feed the greed
12. Too little too late

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VÖ: 11.03.2016
Genre: Alternative Rock / Industrial
Label: Megaforce

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