Filter – Crazy Eyes (CD-Review)

Filter melden sich endlich wieder zurück! Seit 1993, also seit nun 23 Jahren, musizieren die vier Jungs um Richard Patrick schon zusammen. Sie vereinen Alternative Rock, Post-Grunge & Industrial Rock und werden seit jeher kontrovers diskutiert. Ihre Themen und Videos sorgen für sehr viel Gesprächsstoff, was ich persönlich umso geiler finde. 6 Alben wurden seit 1995 veröffentlicht, eine EP, ein Remixwerk und eine Best of. Entsprechend viele Singles, Klassiker, Evergreens, Soundtrack-Beiträge und eine treue Fangemeinde haben sich in der Zeit angesammelt. Die US-Amerikaner wissen einfach zu überzeugen! Das letzte Lebenszeichen erreichte uns 2013 mit „The Sun comes out Tonight“.

Jetzt erscheint am 08.04. endlich das brandneue 7. Meisterwerk „Crazy Eyes„. Darauf vertreten sind 12 brandneue Songs. „Mother E“ macht den Anfang und fegt schon in den ersten Sekunden alles weg. Richard fängt flüsternd an, steigert sich keifend und gipfelt in einem markerschütternden Schrei. Begleitet wird er dabei von knallenden, freakigen Instrumenten. Interessante Nummer, abwechslungsreich, schwankend zwischen laut und leise – einfach Filter 2016! „Nothing in my Hands“ macht da super weiter. Düster, derbe rockend, rotzig, bitterböse, verdammt ehrlich. Abwechslungsreicher Gesang setzt dem Ganzen die Krone auf und krönt sich damit zum ersten Favoriten! „Pride Flag“ macht da genau so super weiter und ist eine weitere dieser derbe abgehenden Drecksäue. Einfach geil und macht wach! „City of blinding Riots“ ist einer meiner weiteren Favoriten. Party-Stimmung, zig verschiedene Stile, einfach nur sau cool, tolle Atmosphäre. Mit „Take me to Heaven“, der ersten Vorvorauskopplung, folgt die erste Überraschung. Sau coole Country Rock Atmosphäre, chillig, trotzdem gut rockig, Party-Stimmung, geile Atmosphäre. Eindeutig weiterer Favorit! „Welcome to the Suck (Destiny not Luck)“ ist eine weitere Überraschung, die im Industrial Kuschel Rock anzusiedeln ist. Abwechslungsreich, gefühlvoll, entladend, knallend, packend. Starker Song, weiterer Favorit! „Head of Fire“ ist dann etwas ruhiger und in verschiedene Rock-Richtungen unterteilt. Richtig toller Gute-Laune-Song und daher weiterer Favorit! Es ist mit 5:01 auch der zweitlängste der CD. „Tremors“ hingegen spuckt dann wieder Gift und Galle. Wütig, tollwütig, derbe abgehend, stark, mächtig, zerstörend. Das ist ne wahre Granate! „Kid Blue from the short Bus, drunk Bunk“ passt sich dem super an und macht da einfach super weiter. Cooles Stück! Ebenso auch „Your Bullets“. Es folgt das längste Goldstück der Scheibe mit „Under the Tongue“. Eingeleitet wird diese Perle durch ein langes atmosphärisch rockendes Instrumental, bei dem immer mal leicht Richards Stimme zu vernehmen ist. Ein richtig geil gemachtes Stück, das wirklich nur mit dem auskommt, was ich gerade eben beschrieben habe. Düster, atmosphärisch, packend, mitreißend, freaky, abgespaced – alles in allem ein sehr leckerer Cocktail und weiterer Favorit! Durch die wechselnden Stimmungen und leichten Steigerungen wirklich auch sehr magisch gemacht. Absolut top! Beendet wird das ganze mit „(Can´t she see) Head of Fire, Part 2“. Das totale Gegenteil zu Part 1, weil es einfach sehr ruhig und getragen daher kommt. Ein wahres Emotions-Feuerwerk und genau das richtige zum Finale eines solchen Machwerks!

Fazit:
Filter wissen einfach immer noch, was richtig geiler rotziger Rock ist und das im 23. Bandjahr! Abwechslungsreich, zig neue Elemente, Tollwut, Spielfreude, talentierte Musiker, ein endsgeiles Instrumental, zig tausend musikalische Spielwiesen – wer hier nicht auf seine Kosten kommt, kann gerne weiter suchen gehen! Natürlich muss man diese rauhen rotzigen Rock-Sachen mögen, doch die treue Filter-Fanschar wird dieses Album lieben! Ein richtig starkes Machtwerk, das sich wirklich von der ersten Sekunde an lohnt!

Tracklist:

01 Mother E
02 Nothing in my Hands
03 Pride Flag
04 City of blinding Riots
05 Take me to Heaven
06 Welcome to the Suck (Destiny not Luck)
07 Head of Fire
08 Tremors
09 Kid Blue from the short Bus, drunk Bunk
10 Your Bullets
11 Under the Tongue
12 (Can’t She See) Head Of Fire, Part 2

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VÖ: 08.04.2016
Genre: Industrial
Label: Wind-up Records

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