Diary of Dreams & Diorama ließen es in Dresden so richtig krachen! (Konzertbericht)

Am Samstag, den 17.09.2016 stand die Reithalle Strasse E in Dresden ganz im Zeichen der beiden Szene-Ikonen Diorama & Diary Of Dreams. Von Fans immer wieder gewünscht und sehnsüchtig erwartet, war es nun endlich soweit und eine große schwarze Masse fand sich vor der Reithalle ein, um die lang ersehnte „Coma Alliance“ zu feiern. Schon kurz nach dem Einlass war die Reithalle sehr gut gefüllt.

Gegen 19:50 wurden bereits die Lichter gedämmt, um den Anfang einzuleiten. Die Instrumente des Openers waren bereits aufgebaut. Pünktlich auf die Minute um 20:00 ging es los und totale Schwärze hüllte den Konzertsaal ein. Die ersten feinen Melodien von „ZSA“ erklangen und man wusste: Diorama sind der Opener! Keyboarder / Zweitstimme Felix Marc, Gitarrist Zura Dzagnidze und Schlagzeuger Markus Halter wurden frenetisch begrüßt und im Hintergrund lief der dazugehörige Clip zur Vorab-Single. Ab der Mitte betrat auch endlich Sänger Torben Wendt die Bühne und ließ den Lärmpegel ordentlich ansteigen. Der Song wurde hart gefeiert und der perfekte Startschuss war gelungen. Das Konzert bestand natürlich hauptsächlich aus den Stücken der neuen Platte Zero Soldier Army, darunter „Off“, „Defcon“, „Beta“, „Polaroids“ und „Reality Show“. Aber auch große Hits wie „Synthesize me“, „E-Minor“ und das Lied direkt nach dem Opener „Child of Entertainment“ wurden gespielt. Alles natürlich im Zusammenspiel mit passenden Video-Projektionen. Besonderes Schmankerl: Bis gut 10 Minuten vorm Auftritt hatte Torben ein Video als Dankeschön an die Fans gebastelt, die Bilder mit der Diorama-Maske eingesendet hatten. Passend zu „Polaroids“ eben. Die neuen Songs wurden genau so stark gefeiert wie die Klassiker, stellenweise wurde getanzt so gut es ging und einige taten es Torben gleich, der teilweise springend zu seiner Musik abging. Zum Abschluss wurde „Why“ performt, welches mit Fotos gespickt war, die den Werdegang der Band zeigten als zusätzliches Dankeschön. Man konnte sehen, dass die Jungs durchaus sehr viel Humor haben und nicht immer nur für Zeitungen posieren, sondern auch gerne mal albern. Das Publikum war verzaubert, Diorama vollauf begeistert und die Messlatte entsprechend hoch angesetzt!

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit Diary Of Dreams, die natürlich nicht weniger frenetisch empfangen wurden. Mir fiel recht früh auf, dass Gaun:A abwesend war. Ich hoffe sehr, dass er beim nächsten Mal wieder mit am Start ist. Adrian und seine Jungs rockten das Ganze dennoch genau so mächtig wie sonst und noch eine Spur mächtiger. Aber dazu später mehr. Eingeleitet wurde das ganze über das brachiale Instrumental „Schwarz“, das auf ein extrem kurzes Intro reduziert wurde. Das Stück ist dennoch immer wieder geil! Direkt danach regnete es das monumentale, klanggewaltige „Sinferno“. Direkt im Anschluss folgte „The Plague“. Ähnlich wie bei Diorama bestand das DOD-Konzert natürlich überwiegend aus Songs der Grau im Licht und den vorherigen Alben. Darunter „Undividable“, die Single „Ikarus“, „Malum“, „Grau im Licht“, „Endless Nights“ und „Krank“. Aber natürlich durften auch Klassiker wie „Soul Stripper“, „Haus der Stille“, „The Wedding“ und „Kindrom“ nicht fehlen. Im Zugaben-Block gab es als kleines Leckerli für die Fans eines der Highlights: Torben Wendt von Diorama kam auf die Bühne und sang mit Meister Hates „Butterfly: Dance“! Die Halle tobte und kochte richtig! Zum Abschluss wurde – wie sollte es anders sein – passend zu diesem Abend der „Traumtänzer“ vorgetragen, nur mit Keyboard und Gesang. Traumhaft, wunderschön, zu Tränen gerührt! Einfach nur Bombe!

Fazit: Ich persönlich hab Diorama das erste Mal live gesehen und muss sagen, ich war total von den Socken! Die neuen Songs funktionieren klasse, das Publikum liebt sie, die Jungs haben alles richtig gemacht! Bei DOD fasziniert mich eines: ich habe sie schon unzählige Male gesehen, jedes Mal steigern sie sich, jedes mal bin ich begeistert, jedes Mal ist irgendwie anders als das vorherige. Diesmal wurde ordentlich Pfeffer auf die Tracks gekippt und sie kamen um einiges brutaler rüber als sonst. Kam an, hat geknallt – DOD goes metal! Vielen Dank für einen grandiosen Abend, der geradezu nach einer Wiederholung schreit.

Diary of Dreams im Web: Homepage / Facebook

Diorama im Web: Homepage / Facebook