CREMATORY – Monument (CD-Review)

Crematory sind endlich wieder da! Seit 1991 lärmen die Goth Metaller um Gerhard „Felix“ Stass aus Westhofen schon durch die Lande. 12 Alben, ein Demo, 2 Live-Alben, 2 Kompilationen, eine Best of, unzählige Evergreens, umjubelte Konzerte, frenetisch gefeierte Festival-Auftritte, eine riesen Fanschar – diese Band hat einfach alles geschafft, was es zu schaffen gibt! Letztes Jahr ist Matthias Hechler leider ausgestiegen. Dafür sind jetzt gleich zwei brandneue Mitglieder dabei: Tosse Basler (Scapegoat, Avalanche) als Rhythmusgitarrist und klarer Sänger sowie Rolf Munkes als Leadgitarrist. 2014 erschien das letzte Werk „Antiserum“ noch mit Matze an Bord.

Jetzt erscheint am 15.04. endlich das 13. Meisterwerk „Monument“ mit einem höchst epischen Cover versehen. Darauf finden sich 12 brandneue Stücke, die wir von Dark Music World und ich heute für Euch genau unter die Lupe nehmen werden. Sehr elektronisch beginnt die aktuelle Single „Misunderstood“, bevor über ein gewaltiges Drum-Solo eine gewaltige Gothic Metal Walze losbricht. Eine sehr gute Wahl für eine Single mit viel Bombast und noch mehr Härte! Die Zeichen stehen sehr gut für Crematory 2016! Darauf folgt ein ebenso derbes Metal-Geschrupp mit der deutschen Nummer „Haus mit Garten“. Härte, Gefühl, Geschrei, starke düstere Lyrics, kehliges Gewüte. Eine richtig geniale, bitterböse, untypische Perle und einer der absoluten Favoriten! Elektronisch und mit starken Drums wird „Die so soon“ eingeleitet. Hier dominiert das erste Mal das Keyboard und Tosse zeigt, was er drauf hat. Ein weiterer Favorit mit sehr viel Bombast, Gefühl und Epik! Die Abwechslung ebenso wie die gesangliche Zusammenarbeit von Felix und Tosse funktioniert super und harmoniert perfekt! Ebenso verhält es sich bei „Ravens calling“. Eine richtig geile, bewegende, packende, traurige Hymne! Tosses Stimme klingt sehr stark nach Power Metal mit Hardrock-Röhre, was tollen frischen Wind zu Crematory bringt und er kann sich verdammt gut hören lassen! „Eiskalt“ ist das totale Gegenteil, hier herrscht wieder das brutale Geschrupp, dementsprechend wird auch gesungen und die Lyrik ist entsprechend hart. Ein richtig geiles Brett und ebenso wie das vorherige Lied ein Favorit! „Nothing“ wiederum spiegelt den Albumtitel perfekt wider. Bombast-Epik-Power-Gothic-Opera-Metal nennt sich das glaube ich. Klingt verdammt geil und weiterer Favorit! Ebenso beim Gegenstück „Everything“. Besonders bedrohlich und düster kommt „Before I die“ daher. Schnell, hart, dunkel, epischer Chorus von Felix und Tosse vorgetragen, abwechslungsreich. Richtig stark! „Falsche Tränen“ reiht sich gleich mit in diese Kategorie, kommt nur nachdenklicher und melancholischer daher. Hier herrscht Trennungsschmerz. Ein richtig starker Song, der bei Trennung hilft. „My Love within“ ist die dramatischste, theatralischste Nummer der Platte. Härte, Herzblut, Gefühl, Verzweiflung, Elektronik, abwechselnder Gesang. Ganz starker Song! „Die letzte Schlacht“ wird auch wieder von einem starken Keyboard eingeleitet, bevor es in die Vikinger-Schlacht-Hymne der CD übergeht! Starker Text, geballter Gesang, Härte, Epik, Geschrupp. Einfach nur geil! „Save me“ leitet das Ende zumindest für dieses Album ein. Eine richtig geile, packende, bewegende, epische, melancholische, nachdenkliche, verzweifelte Ballade. Ein richtig geiles Stück für den Ausklang einer solchen Scheibe!

Fazit:
Crematory übertreiben wahrlich nicht mit ihrem Album-Namen! Hier liegt ein wirkliches Monument vor! Alte Stärken, neuer Wind, abwechslungsreich, viel Epik, monumental, brutal, harte Lyrik teilweise, Gefühl, Herzblut, Spielfreude und vieles mehr. Der eingefleischte Fan wird über alle Maßen begeistert sein! Die beiden neuen Mitstreiter Tosse und Rolf bringen sich super mit ein, passen herrlich ins Bandgefüge, Tosse kann super singen, die Band ist eine astreine Kombo. Hier hört man Spielfreude und alle funktionieren wie eine Einheit. Das ist echt beeindruckend und das auch noch nach 25 Jahren! Dafür Hut ab, fetten Respekt und ein dickes Dankeschön! Ich kann Euch die Scheibe nur wärmstens empfehlen, jeder der Crematory und abwechslungsreichen geilen Gothic Metal mag, wird diese Scheibe lieben!

Tracklist:

01. Misunderstood
02. Haus mit Garten
03. Die So Soon
04. Ravens Calling
05. Eiskalt
06. Nothing
07. Before I Die
08. Falsche Tränen
09. Everything
10. My Love Within
11. Die letzte Schlacht
12. Save Me

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VÖ: 15.04.2016
Genre: Gothic Metal
Label: Steamhammer

CREMATORY im Web:

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