CANDLEMASS – Death Thy Lover (CD-Review)

CANDLEMASSreviewEs gibt ENDLICH neues Material von Candlemass! Die schwedischen Epic Doom Metaler um Mats Levén, der seit 2012 Robert Lowe ersetzt, existieren seit 1980, damals noch unter Leif Edling. 1994 folgte die erste Auflösung, 1997 gings weiter. Zweite Auflösung 2002, zweite Neugründung 2004. Wie man hier schon lesen kann, gibt es sehr viele Wechsel im Leben des Bandgefüges, was auch den Wechsel der Mitglieder betrifft.  Leif Edling ist heute noch als Bassist am Start, er und Mats haben aktuell drei weitere Mitstreiter. 4 Demos, 11 Alben, 12 Singles, 4 DVDs, 5 Live-Alben, 2 Split-Singles, 3 EPs, eine Best of, 6 Compilations, 2 Box-Sets, eine riesen Fanschar und frenetisch gefeierte Konzerte legen Zeugnis über das gigantische Schaffen dieser Jungs ab. Hier wird noch gearbeitet! Das letzte Album „Psalms of the Dead“ erschien leider 2012, dieses Jahr folgte eine Compilation namens „Behind the Wall of Doom“.

Jetzt wird am 03.06.2016 endlich eine brandneue 4. EP namens „Death thy Lover“ veröffentlicht. Leider sind nur 4 brandneue Tracks drauf, aber es ist ein Anfang und heißes Futter für die sehnsüchtig wartenden Fans. Wie sich das neue Zeug anhört, erfahrt Ihr heute schon von Dark Music World und mir. Mit satten 6:50 dröhnt der Opener, Herz- und Titelstück „Death thy Lover“ in den Saal und in die Ohren. Mächtige Sounds, geile Melodien, Schnelligkeit, starker Gesang, Ohrwurm-Qualität. Das sind Eigenschaften, die erstens einen sau guten Start für Candlemass 2016 schaffen und zweitens einen perfekten Opener kreiren, der auch gleich der erste Favorit wird! Auf Youtube ist die Nummer übrigens schon als Lyric Video zu sehen. Der „Sleeping Giant“ wälzt sich danach in die Gehörgänge. Gewaltig, schleppend, Hard Rock, schwerer Epic Doom, faszinierender Gesang. Hier wurde ein schlafender Gigant geweckt bzw wiederbelebt, den es zu entfesseln gilt, auch wenn der Text definitiv das Gegenteil fordert! Aber Ihr versteht meine Metapher sicher. Mit 5:30 ist es sogar der „kürzeste“ Track der EP. „Sinister n sweet“ ist die Perle danach. Schwermütig, abwechslungsreich, balladesk, berührend, packend, gewaltig, richtig fett. Das muss ein weiterer Favorit werden, der Euch ebenso gut gefallen wird! Berechtigt, dass diese Schönheit 6:34 Spielzeit bekommen hat! Richtig depressiv, schwermütig und aufs Gemüt drückend wird es bei der Endnummer „The Goose“. Gleichzeitig ist es doch ebenso eine morbide Schönheit, die sich da in die Ohren und ins Gedächtnis wälzt. Gewaltiges Horrortheater, welches 6:35 lang an Euren Nervenenden sägt und Einlass fordert! Ich liebe das Instrumental und sage: starkes, aber viel zu frühes Ende für diese EP!

Fazit:
Candlemass haben ihre Pause echt mehr wie genutzt und sind mit einem Hammerschlag, der Thor gerecht wird, wieder zurück! So viel Schwärze, so viel Schwere, so viel Doom, so viel Abwechslung. Die Fans werden begeistert sein und dieses Meisterwerk verehren! Es ist viel zu kurz geraten, aber wie ich oben bereits erwähnte: es ist ein Anfang und ich bete dafür, dass das der Appetizer für eine neue Scheibe wird! Die Grundmauern sind massiv gesetzt, darauf kann gebaut werden und lasst uns einfach mal abwarten, was passiert.

Tracklist:

01 Death Thy Lover
02 Sleeping Giant
03 Sinister N Sweet
04 The Goose

Album bestellen: Napalm Records Shop

VÖ: 03.06.2016
Genre: Epic Doom Metal
Label: Napalm Records

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