Snow White Blood – Once Upon A Fearytale (EP-Review)

coverartwork-once-upon-a-fearytale-rgb-1Seit mittlerweile drei Jahren erzählen die deutschen Symphonic Metaller von Snow White Blood Märchen – so wahr es hier steht! In einem außergewöhnlichen Konzept verbindet der Vierer um Sängerin Ulli Perhonen die imposante Klangvielfalt des Symphonic Metal mit der Märchenwelt (Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersens oder auch 1001 Nacht) aus längst vergangenen Zeiten. Mit jeder ihrer eindrucks- vollen Kompositionen nehmen Snow White Blood ihre Zuhörer mit auf eine einzigartige Reise durch die Welt der Fabeln, Erzählungen und Geschichten. Die vier Musiker konnten nicht nur innerhalb kürzester Zeit eine erstaunliche Fanbase gewinnen, sondern wissen auch live ihr Publikum nachhaltig zu begeistern und erschaffen immer wieder aufs Neue magische Momente. Die Band arbeitet kontinuierlich an ihrer weiteren Entwicklung und hat sich für die Zukunft große Ziele gesteckt.

Nach der recht erfolgreichen Crowdfunding-Aktion via Startnext ist es nun endlich soweit: Am 15. Oktober 2016 kommt ihre märchenhafte Debüt-EP namens Once Upon A Fearytale, welche 5 Tracks beinhaltet, auf den Markt. „Shadows of our Yesterdays“ legt schon mal gut los. Mystisch, magisch, geheimnisvoll, rätselhaft, undurchschaubar, düster, kalt. So wie Märchen eben auch sind. Feinster Symphonic Metal mit bezaubernder Frauenstimme zeigt aber auch die tollen Seiten des Märchenlandes. Im Großen und Ganzen also der perfekte Opener! „Mirror on the Wall“ legt gleich noch paar Schippen mehr drauf. Eine kleine, feine, opernhafte Schneewittchen-Erzählung. Dramatik, Sopran, richtig feiner Symphonic Metal. Ein richtiges Theater-Opern-Stück, das einfach nur verzaubert! Nach dieser herrlichen Aufführung wird es deftig; es geht in die Unterwelt der Märchen. „Lullaby for the Undead“ kommt mit schwerer Instrumentierung, erdrückender Stimmung, Trauernote und abwechslungsreicher Frauenstimme daher und dröhnt sich in unsere Herzen! Richtig gut gemacht! „Hamelin“ sticht für mich ganz klar heraus. Eine feine, klassisch arrangierte Keyboardnote, die an rus- sische Märchen erinnert, leitet das ganze ein. Es folgen flotte Gitarren, dröhnende Drums und Sopran. Das Lied entführt in die Zeit rauschender Bälle an mächtigen Höfen. Dass man dabei an russische Märchen oder 1001 Nacht erinnert wird, liegt ja dadurch nahe und es ist eindeutig mein absoluter Oberfavorit! Wo wir gerade von 1001 Nacht sprechen: „Sheherazade“ ist hier auch vertreten. Man kann sich vorstellen, dass der symphonische Metal sich landesgetreu anhört. Ulli beweist ihre komplette Rockröhre und schmettert sich durch die mystisch-orientalischen Klänge, die die Wüste erschüttern lassen! Was für eine fette End-Nummer! Einfach nur klasse geworden und mit 6:39 der verdient längste Song!

Fazit: Das Crowdfunding hat sich echt gelohnt, die Leute werden gebührend gelobt! Snow White Blood holen alles aus ihren Instrumenten und ihrer Frontfrau raus, was diese entsprechend zu bieten haben! Die Märchenwelt verneigt sich, sie wurde hervorragend musikalisch belebt. Tolle Stimme, klasse Atmosphären, ein krasses Stimmspektrum, tolle Musiker, ordentliches Talent, eine ansteckende Spielfreude, alles wurde selber erarbeitet. Danke an alle, die das über Crowdfunding möglich gemacht haben und sie bekommen so viel dafür zurück! Ich bin infiziert, ich bin verliebt, ich brauche UNBEDINGT MEHR und bin sehr gespannt, was uns da noch erwartet. Ich bin mir sicher: hier hören wir noch einiges! Damit ende ich, bedanke mich bei Snow White Blood und Euch, sage bis bald und stay tuned!

Tracklist:

01 Shadows Of Our Yesterdays
02 Mirror On The Wall
03 Lullaby For The Undead
04 Hamelin
05 Sheherazade

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VÖ: 15.10.2016
Genre: Symphonic Metal
Label: recordJet

Snow White Blood im Web:

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