SERENITY – Lionheart (CD-Review)

SERENITY

Mit dem Gespür für energiegeladene und gefühlvolle Musik haben sich die österreichischen Symphonic Metal Helden SERENITY in die Herzen eines jeden Symphonic Metal-Liebhabers gespielt. Nicht umsonst durfte die Band um Sänger Georg Neuhauser, die ihr Debüt-Album 2007 über Napalm Records veröffentli- chte, nach ihrer ersten Nominierung im Jahr 2014 im Frühjahr dieses Jahres endlich den langersehnten Amadeus Award (Kategorie Hard & Heavy) in den Händen halten. Fünf Alben wurden bereits erfolgreich veröffentlicht, zahlreichen Europatourneen und Festi- valauftritte u.a. in den USA und Israel bestrieten. Nur ein Jahr nach ihrem letzten Album „Codex Atlanticus“ steht nun der Nachfolger in den Startlöchern.

Am 27.10.2017 erscheint nun das brandneue Werk „Lionheart“. 13 brandneue Stücke, die sich um Löwenherzen drehen. Wie das klingt und wie sich die Story aufbaut, erfahrt Ihr jetzt. Los geht es mit dem epischen Opener „Deus Lo Vult“. Einmarsch. Eröffnung. Es geht in die Arena. Erinnerungen an das alte Rom werden wach. Ebenso an epische Filme wie Herr der Ringe und Der Hobbit. Sehr stark, opulenter Opener! Mit „United“ geht es dann richtig los. Pfeilschneller Epik Power Metal prescht da übers Schlachtfeld. Triumphierend blitzen die Schilde und Schwerter auf. Über allem thront die gewaltige Stimme von Georg Neuhauser. Direkt danach schlägt das Herzstück und erste Auskopplung „Lionheart“ in der Heldenbrust und pumpt Adrenalin in den Körper. Zum ersten Mal richtig derb wird es mit „Hero“. Höchste Emotionalität trifft auf metallische Härte und Eingängigkeit auf Dramatik. Da sehnt sich jemand sehr nach einem Helden, der das Gleichgewicht bringt. Man spürt die Sehnsucht und hört sie förmlich raus. „Rising High“ entpuppt sich als wahre Hymne für all die Brüder, Schwestern und Gleichgesinnten. Das wird ein Live-Garant und einen ewigen Platz in der Live-Setlist finden. Ich sehe jetzt schon tausende Fäuste in der Luft und höre die Männerchöre im Publikum. Gänsehautfaktor 1000! „Heaven“ hingegen ist sanft, getragen, balladesk, elegisch, tief treffend, tief berührend, melancholisch, orchestral. Einfach nur episch. Unterstützt wird Georg hier von Katja Moslehner (ehemals Faun). Eine traumhaft schöne Nummer haben Serenity und Katja hier gezaubert, um uns zu verzaubern! „King´s Landing“ baut musikalisch direkt darauf auf und trägt als wunder- schönes Piano-Instrumental herrlich das vorherige Epos zu seinem wohl verdienten Ende. Wunderschönes Zwischenspiel! Doch wo das eine aufhört, fängt etwas Neues wundervolles an. So die Devise von den Österreichen! So auch bei „Eternal Victory“. Mittelalterähnliche Instrumentierung am Anfang erinnert an das schottische Hochland, bevor die Metaler durch eben jenes Hochland preschen. Immer dem Sieg entgegen. „Stand and Fight“ ist eine richtig typische Schlacht Power Metal Hymne. Auch hier wird Georg unterstützt. Bassist Fabio D´Amore übernimmt hier das zweite Mikro. Sehr klasse, wenn die Beiden zusammen singen! Also Fäuste hoch und elegisch zelebrieren! Es wird erstmals richtig düster und arabisch. „The Fortress (of Blood and Sand)“ fordert das aber auch förmlich heraus. Es dröhnt, scheppert und versetzt sofort in 1001 Nacht. Nur düsterer, gewaltiger, geballter, noch geheimnisvoller, etwas brutaler und heroischer. Das ist wirklich sehr pas- send auf die arabischen Gebiete zugeschnitten. „Empire“ ist etwas ganz Besonderes. Dröhnender Power Metal, geballter Gesang, düsterer Erzähler. „My Fantasy“ beginnt orchestral, fast klassisch, opernhaft. Hinzu kommt düster dramatischer Power Metal und verzweifelter Gesang, der einfach packt. Das Gesamtpaket packt einen sofort. Definitiv ein weiteres Highlight und einer Aufführung würdig! Eine durchaus bedenkliche Fantasie, die der Realität nicht mehr so fern scheint. Hört mal rein. „The Final Crusade“ beginnt französisch und getragener, derber, entladender, ultra massiver Power Metal donnert wie eine Lawine ins Tal. Auch hier wird Georg unterstützt. Federica Lanna, Sängerin des Tour Supports Sleeping Romance, unterstützt ihn hier. Und ein sehr guter gurturaler Künstler. Wer das ist, weiß ich leider nicht. Wahrlich ein vielseitiges Finale!

Fazit: SERENITY ist eine Band, die sich jedesmal selber toppt. Alle bisherigen Veröffentlich- ungen sind noch besser als das Release vorher. Aber diesmal schaffen sie etwas Großes. Georg und seine Jungs legen mit namenhaften Gästen ihr bisheriges Meisterwerk vor! Eines, das filmverdächtig klingt! Abwechslungsreich, musikalisch auf höchstem Niveau, jeder Beteiligte Meister seines Fachs. Da hat jemand Ahnung von dem, was er tut. Richtig gute Themen, musikalisch perfekt umgesetzt!

Tracklist:

01 Deus Lo Vult
02 United
03 Lionheart
04 Hero
05 Rising High
06 Heaven
07 King’s Landing
08 Eternal Victory
09 Stand And Fight
10 The Fortress (Of Blood And Sand)
11 Empire
12 My Fantasy
13 The Final Crusade

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VÖ: 27.10.2017
Genre: Symphonic Metal
Label: Napalm Records

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