Felix Marc – Alternative Facts (CD-Review)

Felix Marc

Der deutsche Sänger, Songwriter, Produzent und Keyboarder Felix Marc ist wahrlich kein Unbekannter mehr. Vorwiegend kennt man ihn als Zweitstimme und Keyboarder von Diorama und als Sänger der Electropop Formation Frozen Plasma. Seit 2008 ist er auch als Solokünstler unterwegs. Zwei Alben exis- tieren bereits, einmal das Debüt-Album „Pathways“ (2008) und der Nachfolger „Parallel Worlds“ (2011). 2016 gab es mit der Veröffentlichung von „The 2012 Rehearsals“ noch einen musika- lischen Nachschlag oben drauf. Lange mussten die Fans auf neues Material warten, doch im Juli 2017 war es nun soweit.

Seit dem 07.07.2017 gibt es nun endlich Nachschub in Form des dritten Albums „Alter- native Facts“. 10 brandneue Stücke und zwei Specials sind drauf, wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Eröffnet wird durch das atmosphärische „A New Life“. Felixs romantische Stimme, feinste Elektronik, herrliche Atmosphäre, frischer Wind – mehr braucht es nicht für einen feinen Opener! „Hysteria“ kommt dann schon etwas anders daher wie der Name bereits verrät. Eingängiger Gesang, leichte Verzweiflung, verzweigte Elektronik, feine Klangteppiche. Und natürlich absolut zeitnah. Also am Hier und Jetzt. Einen potenziellen Anwärter für eine neue Single finden wir in „Iceland“. Ist ja auch immer eine feine Thematik für eine Single und die perfekte Symbiose aus Diorama, Frozen Plasma, Eisfabrik und eben Felix Marc himself. Wunderschön, zum Träumen einladend, tief greifend. Einfach fallen lassen und entschweben. Einfach eine herrlich elegische Ballade. „Still Turn Me On“ sticht besonders heraus. Darkwave, Synthie Pop, Depeche Mode, smoothy, extrem dunkel-romantisch. Es folgt eine Zusammen- arbeit mit Boris May (Sänger von Klangstabil)! Und die ist richtig genial geworden und hört auf den Namen „Fine Line“. Felix´ feine Elektronik trifft auf die technischen Feinheiten von Klangstabil, feinster Gesang trifft auf Boris´ Organ. Extrem spannende Zusammenarbeit, gerne wieder! Auf so einer Platte dürfen die „Miracles“ nicht fehlen. Und was das für feine sind! Auch hier werden die Feinheiten aller seiner Projekte perfekt vereint und versüßen einem den grauen Alltag ebenso wie die einsamste Nacht. Einfach nur großartig! Und es geht direkt hochkarätig weiter! Und zwar mit „Misery“. Richtig feine wunderschöne Gänsehaut-Elektronik, die sich da über uns ergießt und Felix´ wunderschöne Stimme gibt uns den Rest. Neben der Kooperation mit Boris May absolut die zweite fette Überraschung auf der CD! Auch der „Liar“ überrascht durch extrem intelligente verschachtelte Elektronik, die sofort in´s Tanzbein und in´s Blut geht. Starker Midtempo-Dancefloor-Hit mit feinstem Gesang! Natürlich wird bei so viel Herzblut auch an die Vene gedacht und das geschieht über „Vain“. Samples, allerfeinste Elektronik, toller Gesang, eignet sich im Club und zum durch die Wohnung tanzen. Also perfekt! „The Final Cut“ ist eine absolute Neuheit im Soundkosmos von Felix. Unterkühlte Elektronik, Techno, Synthie Pop, beides perfekt gemischt. Über- raschend, aber gut und frischer Wind! Grandioses Ende der CD!

Fazit: Felix Marc ist wirklich ein fabelhafter Musiker. Egal ob bei Diorama, Frozen Plasma oder solo – seine traumhaft schöne Stimme und diese ausgeklügelte feine Elektronik ist einfach nur atemberaubend schön! Das ist Musik wie Musik sein muss: nachhaltig, nachwirkend, abwechslungsreich, simpel und doch genial, dazu große Emotionen. Ich kann seine Werke nur empfehlen und das Neue ist genau so top wie die Werke zuvor auch.

Tracklist:

01 A New Life
02 Hysteria
03 Iceland
04 Still Turn Me On
05 Fine Line (feat. Boris May)
06 Miracles
07 Misery
08 Liar
09 Vain
10 The Final Cut

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VÖ: 07.07.2017
Genre: Dark Wave, Synth Pop
Label: recordJet

Felix Marc im Web:

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