Burning Witches – Burning Witches (CD-Review)

Burning Witches

Burning Witches – das ist Frauenpower aus Brugg und der wunderschönen Schweiz! Gegründet wurden die Hexen 2015 von Gitarristin Romana Kalkuhl. Es war ihr größter Wunsch, mit einer Frauen-Heavy Metal-Combo auf der Bühne zu stehen. Während ihres Musikstudiums startete sie bereits ihre erste Band Atlas & Axis, mit der bisher 2 Alben entstanden und mehrere Konzerte absolviert wurden. 2015 begann dann die Suche nach talentierten Mitmusikerinnen, um ihren Traum zu verwirklichen. Erstes offizielles Mitglied wurde Jeanine Grob am Bass, eine langjährige Freundin. Auf einer Party auf einem Festival traf Romana zum ersten Mal auf Seraina Telli, die bei den Witches die Stelle der Sängerin besetzt. Bei den Beiden herrschte sofort eine tolle Ebene in allen Bereichen. Seraina brachte viele Erfahrungen durch ein Musikstudium (wie Romana) mit und durch ihre eigene Band Surrilium. Sängerin und Gitarristin wurden ein tolles Songwriting-Team! Romana schrieb ihrem Kumpel SCHMIER (Destruction, Panzer) und berichtete ihm von ihrem neuen Projekt. Er interessierte sich für das neue Outfit und die Ladies organisierten ihn als Produzent & Berater! Nach langer, intensiver Suche und etlichen Vorsprechen fand sich endlich Lala Frischknecht als Drummerin. Alea an der zweiten Gitarre komplettierte die Witches endlich. Mit Hilfe von SCHMIER haben sie bereits eine EP-Single aufgenommen und veröffentlicht.

Seit dem 29.05.2017 ist nun endlich das erste Album der Witches da und es trägt ihren Namen. 11 Tracks haben sie im Repertoire. Der Bandname war übrigens schnell gefunden, denn fünf verrückte Mädels, die hart für Heavy Metal brennen, können sich nur selbst BURNING WITCHES nennen! Wie das klingt erfahrt Ihr jetzt. „Black Widow“ legt auch gleich ordentlich vor. Ultra Old School Gitarrenriffs, ordentliche Drums, ganz viel Lärm, Hexen-würdiger Gesang. Und man hört nur stellenweise, dass da wirklich eine Frau singt! Einfach nur genial und ein richtig fetter Opener, der alles gleich mal in Brand setzt! Mit „Burning Witches“ beschreiben sich die Ladies in guter alter Heavy Metal Manie, ordentlich Diesel im Blut und einer Ohrwurm-Qualität vom Feinsten selbst und stellen sich erst mal vor. Der Name ist mehr als verdient und überdeutlich passend! Dieser Track wird Euch sofort infizieren; für mich ist er ein eindeutiger Favorit! Die „Bloody Rose“ hingegen ist düster, mystisch, brutal, brennend, anklagend, höllisch gut. Man hört, dass Schmier seine Finger da im Spiel hatte. Aber auch ohne den Altmeister schaffen es die Ladies, einen verdammt guten Song auf die Bretter zu zaubern! Die Melodien, der variierende Gesang, die Rhythmik, das Düstere, Bitterböse – einfach nur geil! Stellenweise macht Seraina Dani Filth ordentlich Konkurrenz! Etwas ganz anderes liefert uns „The Dark Companion“. Es wird eingängig, sehr gefühlvoll, melancholisch, nachdenklich, 1000 Liter Herzblut fließen. Dennoch wird es mit feinstem Heavy Metal verfeinert, der direkt in´s Herz trifft und in die Seele dringt. Arch Enemy trifft Hammerfall und Blind Guardian! Die „Metal Demons“ sind den Witches auch auf den Leib geschneidert. Sie sind wirklich Metal Demons! Hört es Euch an, dann werdet Ihr es ebenso sehen! Besonders heraus sticht „Save Me“. Bonnie Tyler und Doro Pesch werden sich vor dieser Perle verneigen! Stimmlich, musikalisch einfach nur perfekt und ein wunderschönes melancholisch-romantisches Glanzstück, das für fette Gänsehaut sorgt! Die „Creatures Of The Night“ beenden die Stimmung gleich wieder und fegen derbe rockend über´s Parkett. Seraina gibt alles, macht dem Hexen-Namen alle Ehre und begeistert mit ihren Ladies einfach sofort! Das nächste Halloween kann kommen, die Witches bringen den Soundtrack! „We Eat Your Children“ – eine Thematik, die Hexen ja immer zugeschrieben wurde. Auch das typische Hexenlachen haben sie mit eingebaut. So ein Lied musste natürlich auf die Platte! Klasse gemacht! „Creator Of Hell“ – Bands wie Kreator und Schmiers Bands wird das Fürchten gelehrt, die Mädels können nämlich ordentlich mithalten! Abwechslungsreicher Trash Heavy Metal dröhnt da aus den Boxen, mit viel Lärm und Gefühl! „The Deathlist“ – thematisch, musikalisch, gesanglich eines der derbsten Stücke der Platte! Hier wird wirklich alles abgeräumt und nix stehen gelassen! Der „Jawbreaker“ lässt dann die Bombe platzen. Dieses Lied vereint alle Stärken der Platte und der Ladies in diesem einen Track und entlädt es geballt! Ein wahres Feuerwerk, das eindrucksvoll beweist, dass sie genug drauf haben!

Fazit: Hier kommt was richtig Großes, Fettes daher und es walzt alles nieder, was es nur so zum Niederwalzen gibt! Richtig talentierte Musikerinnen, Koryphäen auf ihrem Gebiet, angriffslustig, mit ordentlich Benzin und Feuer im Blut und die heißeste Versuchung, seit es Heavy Metal gibt! Diese Mädels sehen nicht nur hammer aus – die wissen, was Metal ist, wie Metal geht und lehren den alten Hasen gescheit das Fürchten! Mit gerade mal ihrer ersten Platte setzen sie sich in meinen Augen ein Monument im Metal-Olymp und beweisen, dass Frauen in den Metal gehören und ihren männlichen Kollegen in NICHTS nachstehen! Lärm, Gefühl, ein perfektes Team, ein klasse Zusammenspiel, eine überaus talentierte Sängerin mit extrem vielen Facetten – was will man mehr! Hier wird man noch viel hören! Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Euch, sage bis bald, stay tuned und keep on rocking! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01Black Widow
02 Burning Witches
03 Bloody Rose
04 Dark Companion
05 Metal Demons
06 Save Me
07 Creatures Of The Night
08 We Eat Your Children
09 Creator Of Hell
10 The Deathlist
11 Jawbreaker

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VÖ: 29.05.2017
Genre: Heavy Metal
Label:

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