Angelspit – Black Dog Bite (CD-Review)

ANGELSPIT

Angelspit melden sich erneut zum Dienst! Angelspit wurde 2004 von DestroyX (Amelia Tan) und Zoog (Karl Learmont) gegründet. Am 15. April 2011 wurde der Beitritt von drei weiteren Bandmitgliedern bekannt: Gitarristin Valerie Gentile (Black Tape for a Blue Girl, The Crüxshadows), Schlagzeuger Chris Kling (Hanzel und Gretyl, Mortiis) sowie The Liar, welcher nach einem Wettbewerb als neuer Videoeditor ausgewählt wurde. Am 09.11. wurde der bisherige Live-Drummer Matt James festes Mitglied und ersetzte Chris Kling. Das heutige Line-Up besteht weiterhin aus Zoog, Matt Siegel (Video Lights, Beats), der neuen Sängerin Lorelei und Gitarrist George Bikos (ehemals auch Gitarrist der Crüxshadows). Einige Alben, Remix-CDs und eine EP sind bisher entstanden. Das letzte Werk „Cult of Fake“ erschien 2016.

Jetzt gibt es eine neue Dröhnung auf die Ohren in Form des Albums „Black Dog Bite“ und diese erscheint am 17.10.2017. 12 neue Brachialteile finden sich darauf. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. „Satanic Aesthetic“ ist da natürlich der perfekte Opener. Sexy Gesang, gescheite Beats, knisternde Erotik, verruchte Dunkelheit, satanisch gute Lyrics. Einfach wie der Name schon sagt: satanisch ästhetisch! „Ugly Deeds“ rumpelt danach aus den Boxen. Es dröhnt und zischt, dass es eine wahre Freude ist. Also wird es nur thematisch ugly. Der Rest ist durchaus hot! Und „hässliche Taten“ gibt es ja nun mal genug zum besingen. „Sexy tragic Muse“ ist da schon was anderes. Unterkühlt, distanziert, gleichzeitig sehr sexy und geheimnisvoll. Durchaus ein sehr spannender Track. Die Muse war in dem Fall durchaus genau die richtige und sehr experimentierfreudig. Offen für alles quasi. Schnell, schräg, abgespaced, knallend, direkt treffend. So lässt sich „Great Bank in the Sky“ beschreiben. Sehr verrückt, aber gerade das macht es so gut! Sehr heraus sticht „Bang bang bang“. Coole Elektronik, coole Beats, verzweigt, genial, abgespaceter ganz spezieller eigener Gesang. Absolut verrückt, dass es schon wieder cool und vor allem in der Form einzigartig ist. Vorsicht vor dem „Hidden Knife“, das Euch danach erwartet. Das ist pfeilschnell, extrem scharf und sucht sich seine Opfer. Macht auch schnell abhängig und süchtig. Musikalisch betrachtet ist man da aber gerne das Opfer. „Dead Man Talking“. So ein Gespräch unter toten Männern scheint interessant zu sein. Passend für Halloween und witzige Lyrics, die auch noch entsprechend witzig rüber gebracht werden. Das „Post Truth Wonderland“ ist dann der absolute Mittelfinger zur aktuellen Zeit. Hier gibt es in alter Jahrmarkt-Manier ordentlich auf die Fresse. Ebenso „Collapsing Venus“. Rockig-elektronisch brettert diese Perle direkt in die Ohren und bleibt da. Was es mit dem Namen auf sich hat, findet Ihr durch Anhören raus. Zu „V is for Voltage“ ist nix zu sagen, der Name spricht für sich. Ordentliche Voltzahl, elektronisch, dröhnt, zischt, knallt. Fertig! „I, Weapon“. Das ist der fetteste Mittelfinger der Platte gegen Virus Mensch! Besonders hier zeigt sich, dass da wirklich Profis am Werk sind. Einfach nur fantastisch! „Scorpio Machine“. Ebenfalls heraus stechend. Mystisch, ägyptisch, geheimnisvoll, faszinierend, umwerfend schön. Perfektes Schluss-Stück!

Fazit: Was soll man zu Angelspit noch sagen. Diese Truppe ist die volle Dröhnung, nix für schwache Nerven, nix für Weichspülermusik-Fans, die absolute Härte, eigenständig und vor allem in der Form einzigartig. Genau die Attribute, die es braucht! Die ständigen Line-Up Wechsel haben zum Glück noch nie geschadet und bringen ständig neuen Wind. Jede Platte klingt anders. Hier ist wirklich Kunst da! Und das neue Werk kann sich sehen sowie hören lassen. Also alles einwandfrei!

Tracklist:

01. Satanic Aesthetic 03:56
02. Ugly Deeds
03. Sexy Tragic Muse
04. Great Bank in the Sky
05. Bang Bang Bang
06. Hidden Knife
07. Dead Man Talking
08. Post Truth Wonderland
09. Collapsing Venus
10. V is for Voltage
11. I, Weapon
12. Scorpio Machine

Bestellen:

VÖ: 17.10.2017
Genre: Industrial, Indie, Cyberpunk
Label: Black Pill Red Pill

Angelspit im Web:

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