Im Interview mit EISFABRIK

EISFABRIK

32 Grad Celsius im Schatten und es schneit?! Das ist kein Fehler im System der Elemente oder der Erderwärmung geschuldet, sondern passiert genau dann, wenn die Eisfabrik die Bühnen dieser Welt betritt. Eisfabrik ist ein Kunstprojekt mit fest integrierten Figuren als Protagonisten und sollte in seinem Gesamtkonzept auch als eigenständige Band und nicht nur als Projekt betrachtet werden. Die drei Eisfabrikanten Dr. Schnee, Der Frost und Celsius lassen die Szene gefrieren. Anlässlich der Veröffentlichung ihres kommenden Albums „Eisplanet“, das übrigens am 23. Oktober in den Handel kommt, konnten wir von Dark Music World den frostigen Synthpop / Futurepop Express EISFABRIK für ein Interview gewinnen und einige Fragen stellen – aber lest selbst:

DMW: Das allererste Interview haben wir im Mai 2014 mit euch geführt. Wie ist es euch in der Zwischenzeit ergangen?

Der Frost: Oh, das ist schon ein Weilchen her, wenn man bedenkt, was alles in der Zwischenzeit passiert ist. Wir haben ja Anfang 2015 unser eigenes Label Eismusik gegründet, wo dann auch kurze Zeit später unser Debüt-Album „When Winter Comes“ und die EP „Ice Crystal“ erschienen sind. Zeitgleich dazu sind wir als Support für Project Pitchfork auf deren Tour durch Deutschland gereist und konnten dabei schon Einiges an Feedback einsammeln. Ebenfalls zu dieser Zeit konnten wir Neuwerk als Bookingagentur für uns gewinnen, die uns sicher mit vielen kompatiblen Festivals und sonstigen Konzerten versorgen werden. Und während der Arbeiten zum aktuellen Album „Eisplanet“ haben wir dann sogar bei dem norddeutschen Label NoCut unterzeichnet, was uns enorm an Organisation und Arbeit abnimmt. So können wir uns nun wieder intensiver auf die kreativen Dinge konzentrieren.

DMW: Damals war es noch ein großes Geheimnis, wer hinter den Pseudonymen Dr. Schnee, Der Frost und °Celsius steckt. Wie schaut es nach über einen Jahr aus? Wollte ihr uns immer noch nicht verraten, wer hinter Eisfabrik steckt?

Celsius: Nein eigentlich nicht J Das gehört zu unserem Gesamtkonzept. Die Musik soll im Vordergrund stehen und keinen einzelnen Personen. Dr. Schnee ist unmaskiert. Das soll vorerst reichen.

DMW: Erst Anfang des Jahres habt ihr erfolgreich die EP „Ice Crystal“ und euer Debütalbum „When Winter Comes“ veröffentlicht. Wie kommt es, dass ihr noch im selben Jahr bereits das zweite Album auf den Markt werft?

Der Frost: Da wir alle drei bestimmte Aufgaben innerhalb der Band erfüllen und jeder Einzelne diese auch sehr konsequent und zielstrebig ausübt, fällt es uns recht leicht, schnell neues Material auszuarbeiten – egal, ob Musik, visuelle Umsetzung oder Organisatorisches. Hinzukommt, dass zwei von uns aufgrund ihrer Jobs recht flexibel arbeiten können. So kann man dann auch innerhalb eines Kalenderjahres zwei Alben veröffentlichen und zweimal auf Tour gehen.

DMW: Das neue Album wird den Titel „Eisplanet“ tragen und erscheint als Doppel CD am 23. Oktober 2015. Wie hoch sind jetzt eure eigenen Erwartungen an dem neuen Album?

Celsius: Das neue Album „Eisplanet“ ist eine Weiterentwicklung zum Vorgängeralbum „When Winter Comes“ und daher freuen wir uns auf die Veröffentlichung und wir sind gespannt wie Ihr es aufnehmen werdet. Da wir das Album auf unserer Tour mit Project Pitchfork vorstellen werden, ist das Feedback sehr direkt. Also Erwartungen…. Wir hoffen das es Euch gefällt.

DMW: Was wird den Hörern auf dem neuen Album erwarten? Hat sich der Sound gegenüber des ersten Albums verändert?

Der Frost: Insgesamt scheint es etwas härter und schneller geworden zu sein als „When Winter Comes“, sodass die Tanzbarkeit erheblich zugenommen hat, ohne dabei unsere wahre Intention, nämlich Songs zu schreiben, die hängen bleiben, zu vernachlässigen. Ob wir diese Mischung beibehalten werden, wird sich in nächster Zukunft durch das Feedback des Publikums und der Clubeinsätze schon zeigen.

DMW: Wenn man sich die Tracklist durchliest, dann fällt einen schnell auf, dass auf „Eisplanet“ jetzt vier deutschsprachige Songs vertreten sind. Wird es in Zukunft noch mehr Songs auf deutsch geben?

Celsius: Das kann durchaus passieren. So etwas ergibt sich aus der Song Idee heraus. Das kann man nicht allgemein beantworten. Wir scheuen uns jedenfalls nicht davor, die deutsche Sprache in unseren Songs zu verwenden.

DMW: Als ich mir euren Videoclip „Machienen“ angesehen bzw. den Song angehört hab, hatte ich das Gefühl den Song schon mal gehört zu haben und kam schnell auf das Video von der Formation F.O.D. und den Song „Maschinentanz“. Ist das Zufall?

Der Frost: Also, ich persönlich kann diesen Vergleich auf musikalischer und inhaltlicher Ebene nicht ziehen. Vielleicht liegt es am Videoclip, in dem ein paar ähnliche Szenen wie bei F.O.D. vorkommen. Aber das liegt ja sehr nahe bei diesem Thema. Ansonsten ist „Maschinen“ aus völlig eigenen Stücken produziert worden und hat definitiv keine Vorbilder gehabt.

DMW: Könnt ihr auf Knopfdruck kreativ sein? Was braucht ihr um inspiriert zu werden?

Der Frost: Immer geht das natürlich nicht. Für mich gesprochen, ist es so, dass wenn ich eine kreative Phase habe, diese auch bis auf’s Blut ausgereizt wird. Dann können in wenigen Tagen zahlreiche Songs entstehen, wovon dann zwar immer nur ein Bruchteil verwertbar ist, aber mein Output damit befriedigt wird. Was diese Phasen auslöst, kann ich gar nicht genau sagen. Das hat sicher verschiedene Ursachen wie wohl bei jedem Künstler. Ich denke, dass es bei mir immer an der Laune liegt. Da ich grundsätzlich ein fröhlicher Mensch bin, habe ich auch recht viele gute Momente, in denen ich massig für Eisfabrik arbeiten kann.

DMW: Vor kurzem habt ihr bekannt geben, dass ihr bei dem Label NoCut unterzeichnet habt. Wie kam es dazu?

Celsius: Da wir sehr eng mit Eric Burton von Hardbeat zusammen arbeiten, habe ich ihn gebeten, mich auf der Suche nach einem geeigneten Partner zu unterstützen. Er hat uns bei NoCut vorgestellt und hat den Kontakt hergestellt. So kam dann die Zusammenarbeit zustande. Also Netzwerk und ein wenig Glück sind gute Begleiter. Nach Telefonaten und Emails hat es sich wirklich sehr gut entwickelt und wir gehen nun einen gemeinsamen Weg.

DMW: Gibt es einen speziellen Ort oder ein Festival, bei dem ihr gerne ein Konzert geben würdet?

Celsius: Für mich gesprochen ist es mir nicht allzu wichtig. Ich möchte einfach nur auf der Bühne stehen und die Leute die davor stehen, begeistern und mitreissen. Das ist mein Ziel.

DMW: Im Herbst seid ihr bereits das zweite Mal in diesem Jahr mit den Hamburgern von Project Pitchfork auf Tour. Freut ihr euch schon drauf?

Celsius: Oh ja, sehr. Mit dem neuen Album im Gepäck sind wir natürlich sehr gespannt auf die Reaktionen. Ausserdem sind bei der ersten Tour wirkliche Freundschaften entstanden. Also freut man sich auch darauf, mal wieder etwas Zeit miteinander zu verbringen

DMW: Vielen Dank für das Interview, die letzten Worte gehören euch!

Der Frost: Ich hoffe, wir sehen uns auf unserer Tour mit Project Pitchfork, dem Gothic meets Klassik oder zu Weihnachten auf dem Darkstorm-Festival. Wir freuen uns tierisch darauf, Euch unser neues Programm zeigen zu können! Und immer schön eisig bleiben!

Unter folgende Links findet ihr EISFABRIK im Web:

Homepage

Facebook

Im Interview mit EISFABRIK

Das neue Projekt „Eisfabrik“ steht für die außergewöhnliche Inszenierung elektronischer Musik. Ausdrucksstarker Gesang mit einer ausgewogenen Mischung aus modernem Elektro mit clubtauglichem Synthie- und Futurepop, elektronisch unterkühlte Visualisierungen und eine wahrlich „coole“ Bühnenshow ergeben ein einzigartiges Gesamtwerk: Die Jungs der „Eisfabrik“ produzieren Musik und Atmosphäre der besonderen Art, die es so bisher noch nicht gegeben hat. Der elektronische Transsibirische Express ist unterwegs und gleich in voller Fahrt.

1. Ein Projekt wird nicht eben so aus dem Boden geholt. Wer hatte die Idee zu dem Projekt „Eisfabrik“ und wie lange hat es gedauert, bis ihr mit eurer Arbeit zufrieden wart?

Der Frost: Dr. Schnee und ich haben im Winter 2011/2012 die Band Eisfabrik ins Leben gerufen. Wir kannten uns bereits durch vergangene Arbeit, und Dr. Schnee war auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Er hatte dann einfach mal aus einem alten Instrumental von mir einen Vocaltrack gemacht und ihn mir geschickt. Ich dachte sofort, dass man das vertiefen könnte und habe eine neue Nummer daraus gemacht, die wir dann komplett durchproduziert haben. Es folgten dann im selben Winter noch ein paar weitere neue Titel, sodass wir uns einen Bandnamen überlegen mussten, weil das Ganze konkretere Formen annahm. Ja, und da das alles im Winter und in kürzester Zeit stattfand, lag es nahe, einen Namen zu wählen, der unsere hohe Produktivität in Verbindung mit Winter, Kälte, Eis und Schnee in einem Wort widergibt. So war die Eisfabrik geboren. Seitdem arbeiten wir ununterbrochen an neuen Songs, am Konzept, dem Bühnenbild und weiteren Details.

Dr. Schnee: Nun stehen wir an einem Punkt, an dem sich alles gut zusammenfügt, jeder einzelne von uns weiß, was er will. Unser Konzept ist noch lange nicht zu Ende gedacht, uns fallen ständig neue Ideen rund um unser Projekt ein, und wir sind selber schon darauf gespannt, ob sich alles so umsetzen lässt, wie wir es im Kopf haben.

2. Es ist ja „noch“ ein großes Geheimnis, wer hinter den Pseudonymen Dr. Schnee, Der Frost und °Celsius steckt. Wer sind die Figuren hinter den Namen?

Der Frost: Die einzelnen Figuren sind eher charakterlos. Sie sind alle Teil eines Ganzen, der Eisfabrik. Die verschiedenen Namen dienen nur der reibungslosen Kommunikation.

3. Ihr habt ja am 25. April 2014 euren ersten Videoclip zum Titel „Eisfabrik“ veröffentlicht. Wie war es für euch, den ersten Clip zu produzieren?

Der Frost: Da wir alle drei schon lange im Musikgeschäft sind, war es prinzipiell nichts Neues, einen Video-Clip zu drehen. Nur unter diesen Umständen war das schon eine bemerkenswerte Erfahrung! Wir mussten den ganzen Tag in Eiseskälte durch meterhohe Schneefelder kriechen und haben an lebensgefährlichen Steilhängen gehangen. Doch der Aufwand war die Reise wert, da der Clip wirklich gelungen ist.

Dr. Schnee: Der nächste Clip wird schon geplant und wird dann sicherlich auch in den kommenden Wochen gedreht. Mal sehen, wie wir den ausgesuchten Song in eine kalte Story verpacken, sodass jeder eine Gänsehaut bekommt.

4. Im Herbst 2014 soll das erste Album mit dem Titel „When Winter Comes“ erscheinen. Könnt ihr zum Album selbst schon ein paar genauere Information geben?

Der Frost: Wir sind zurzeit in Verhandlungen mit ein paar Labels, deshalb ist es noch schwierig, über Details des Albums zu reden. Fakt ist, es wird thematisch viel um Eis, Schnee, Winter und Kälte gehen, aber nicht ausschließlich.

Dr. Schnee: Viele andere Themen wie Stress, Lebensverfehlungen und Alltägliches werden in unseren Songs verarbeitet. Mit banalen Liebessongs und -texten tun wir uns schwer, was wir nicht als Nachteil sehen. Ferner gibt es ja auch genügend Bands, die solche Themen wieder und wieder benutzen.

5. Zitat: „Eisfabrik“ steht für die außergewöhnliche Inszenierung elektronischer Musik. Wie würdet ihr Eisfabriks Musik beschreiben?

Der Frost: Ich denke, dass wir eine gute Mischung aus Tanzbarkeit und Melancholie gefunden haben. Abwechslung in unserem Soundbild wird dabei sehr groß geschrieben, wobei trotzdem bei jedem Song die Eisfabrik zu erkennen ist. Wir behaupten deshalb, dass wir jetzt schon einen Sound entwickelt haben, der sich solcher Adjektive wie „außergewöhnlich“ ruhig bedienen kann. Zumal wir mit Dr. Schnee einen Sänger haben, der jeden Ton trifft und seine Stimme sehr variabel einsetzen kann.

6. Am 04.10.2014 startet der erste Live-Auftritt von Eisfabrik. Ist eventuell schon eine Tour mit dem kommenden Debüt-Album in Planung?

Der Frost: Zunächst steht ein Label-Signing auf unserer To-Do-Liste. Sobald ein Jahresplan mit Band, Label, Bookingagentur und Promotionfirma aufgestellt wird, fällt auch schnell der Begriff Promotour. Insofern ist da noch nichts Konkretes in Planung. Da wir aber schon mit einer Bookingagentur zusammen arbeiten, wird natürlich auch schon über sowas gesprochen. Davon ist allerdings noch nichts für die Öffentlichkeit.

Dr. Schnee: Aber soviel sei gesagt: Die Bühnenshow wird sehr frostig gestaltet, ganz egal in welcher Jahreszeit wir uns auch immer befinden. Es ist doch toll, wenn Eisfabrik auf einem Sommerfestival bei über 30 Grad für eine Abkühlung sorgt, indem es anfängt zu schneien.

7. Jetzt folgen wieder die wärmeren Tage. Fühlt ihr euch auch an warmen Tagen wohl oder bevorzugt ihr die kalten Tage?

Dr. Schnee: Da wir alle aus dem hohen Norden stammen, kennen und lieben wir natürlich das raue und kühle Wetter. Ich persönlich stehe nicht so auf Sonne und kann mir keinen Strandurlaub vorstellen. Ich bevorzuge Urlaub in schneereichen und kälteren Gebieten.

Der Frost: Ich lebe schon seit Ewigkeiten in einem mit Kühlaggregaten ausgestatteten Untertage-Loft. Ich weiß daher oft gar nicht, welche Tageszeit wir haben, geschweige denn, welche Jahreszeit, und es ist mir auch egal!

8. Was sind eure Ziele mit Eisfabrik?

Dr. Schnee: Das ewige, größte und bleibende Ziel ist es, einen fetten Song zu produzieren, der den Leuten auch noch in einigen Jahren im Ohr liegt. Bei unseren drei grundverschiedenen Charakteren und Banderfahrungen wird uns das auch gelingen; davon sind wir überzeugt!

Eisfabrik im Web:

Homepage

Facbook