TÜSN – Melden sich mit einem neuen Song plus Video „Made in Germany“ zurück!

TÜSN

Nach ihrem Debut-Album »Schuld« haben sich TÜSN wieder im Studio vergraben und arbeiten akribisch an ihrem zweiten Album, das Anfang 2019 erscheinen wird. Zwischen Stolz, Gewissen und Gehorsam: Kann unter bestimmten Voraussetzungen jeder zum Arschloch werden? Bild dir deine Meinung!

Der Vorbote zum neuen Album heißt »Made in Germany« und als Inspirationsquelle zum dazugehörigen Video dient das berühmte Milgram-Experiment aus den 1960er Jahren. Darin wird getestet, inwieweit Menschen dazu bereit sind, anderen Schmerzen zuzufügen, wenn sie von einer Autoritätsperson die Anweisung dazu erhalten.

In gewohnter schwarz-weiß Ästhetik lässt Sänger Snöt Strom durch seinen Körper fließen, foltert sich selbst und fordert zur Meinungsbildung auf. „Made in Germany“ ist Zeitgeist! Dabei richtet sich die Kritik der drei Berliner nicht nur an die dumpfe Rückbesinnung auf den Nationalstaat, der dem Individuum ein Versprechen von emotionaler Geborgenheit und Handlungssicherheit vortäuscht. Vielmehr geht es auch darum, dass unter bestimmten Voraussetzungen jeder Mensch zum Arschloch werden kann.

Fragt man Sänger Snöt, warum ausgerechnet das Milgram Experiment als thematische Vorlage für das Video ausgewählt wurde, berichtet er: „Uns geht es vor allem um die Frage, ob sich jeder Einzelne von uns in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konventionalsystem versteckt, in dem beide Rollen – die des Täters und die des Opfers – im täglichen Handeln unausweichlich sind. Trotz permanenter Hinterfragung und vereinzelter Gewissensbisse regiert eine Mitmachkultur, die selbstverständlich nach gewissen Regeln und Vorschriften funktioniert. Und immer nur mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen, ist wahrlich keine Kunst. Dabei tragen wir doch alle die Verantwortung, weil wir Teil des Ganzen sind. Zwischen Abgasaffäre und Bioladenbesuch, Angstbürgern und linkem Überlegenheitsanspruch schlage ich vor, uns doch alle mal einen 1000 Watt Scheinwerfer zu besorgen und in einem stillen Augenblick unsere dunklen Kellerräume auszuleuchten.“

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(Quelle der News + Bild: TÜSN)