HANGAR-X – Fahr zur Hölle (CD-Kritik)

HANGAR-X

HANGAR-X die Jungs aus der Eisenstadt Steyr in Österreich, sind zurück! Nach nunmehr 3 Jahren Studiozeit meldet sich die Band mit dem neuen Album Fahr zur Hölle und unter der Flagge der Rookies&Kings Familie aus der „Versenkung“. Besser, Klarer und Stärker als je zuvor werden sie Euch ihre Deutschrock Hymnen, ihr Songs zum Nachdenken aber auch ihre gefühlvollen Balladen um die Ohren schmettern. Seid gespannt auf pure Rock`n Roll der Extraklasse mit klarem Überraschungseffekt! „Solange Musik unser Dasein berührt, verändert, oder stützt, werden wir damit nicht aufhören.“, so die Worte der Band. Auf dass der Rock die Welt regiert. (Pressetext)

Fahr zur Hölle wird durch ein kurzes Intro eingeleitet, in dem vor allem die Gitarren schön zu hören sind. Die vermittelte Stimmung ist eher ruhig und sehr bedächtig. Lust auf ordentlichen Rock macht das noch nicht. Springt man aber zum zweiten Track, der auch gleich der namensgebende Titel „Fahr zur Hölle“ ist, wendet sich das Blatt ganz schnell. Vor allem das schnelle Schlagzeug dominiert hier und gibt den Beat für den Gesang vor. Wir hören hier klassischen Deutschrock mit tiefem mehrstimmigen Gesang im Refrain. „Mein Tag, mein Jahr, mein Leben“ steigert sich zu Beginn kurz und bleibt dann auf einem konstanten Rhythmus. Das Tempo wird aufrechterhalten und zieht einen so langsam in den musikalischen Fluss der Band hinein. Auch im kommenden Track „Weiße Westen“ bleibt dies so. Vor allem die Tempowechsel im Gesang wissen vor allem im Refrain zu überzeugen. So langsam ist man wirklich in Stimmung und hat Lust auf mehr. Es wird dann aber etwas ruhiger mit „Nur die Zeit“. Ruhiger bedeutet bei HANGAR-X aber nicht weniger intensiv. Mitreißend, textlich schön dargelegt zeigen sich die Österreicher von ihrer melancholischen Seite, ohne aber dabei langweilig zu werden, oder die Stimmung zu killen. „Ich vermisse diese Tage“ baut tempotechnisch auf dem vorherigen Song auf, aber nur um sich dann langsam zu steigern. Die Gitarren wirken markant und kratzig und geben dem Song so den gewissen Schliff. „Nie wieder zurück“ klingt nach klassischem Bilderbuch-Deutschrock. Tempo, flott, Instrumente mit Ecken und Kanten, Text eingängig und mit schöner Hintergrundstory. Startet man mit „Lasse Los“ weiß man im ersten Moment nicht so wirklich, worauf man sich eigentlich einlässt. Erst wird geflüstert und man ist grade dabei die Lautstärke hochzudrehen, um etwas zu verstehen, dann fliegen einem auch schon die Bässe um die Ohren. Hat man sich von dem Schock erholt, hört man einen soliden Song, der vor allem im Refrain rhythmisch durchaus mitreißt. Die Bridge ist mehr gesprochen als gesungen, bringt aber Abwechslung in den Song, ohne fehl am Platz zu wirken. Kirchenglocken und Hufgetrippel führen, nicht nur thematisch, in den folgenden Song „Jäger der Nacht“. Hier ist es eher andersherum als in den vorherigen Songs. Sonst konnte der Refrain immer sehr herausstechen und besonders überzeugen, hier gefallen mir aber die Strophen besser. Sie wirken durchdachter und schöner aufbereitet als der Chorus. „Übers Meer“ nimmt uns dann mit auf eine musikalische Reise zum Selbstbe- wusstsein. Ein schöner, aussagekräftiger Text, untermalt von harten Gitarren. Es wird wieder Zeit für ein paar ruhigere Klänge. In „Wenn wir träumen“ wird Gefühl und Emotion Raum gegeben. Im Refrain wird zwar noch mal ordentlich angezogen, was die Intensität betrifft, allerdings bleibt der Song im Vergleich zu den Vorgängern deutlich ruhiger. Wir sind schon am Finale angelangt. „Bis ans Ende dieser Welt“ ist der letzte Song auf Fahr zur Hölle und wird durch ein langes, rein instrumentales Intro eingeführt. Manchmal wirkt der Song etwas unrhythmisch, aber im Großen und Ganzen kann man wirklich sagen, dass es sich um einen gelungenen Abschluss handelt. Etwas geschwindelt ist das mit dem letzten Song schon, denn als wirklich letzter Track Nummer 13 folgt noch ein Outro. So wird ein schöner Rahmen zusammen mit dem Intro gebildet und rein instrumentale zwei Minuten lassen den Hörer so wieder runterkommen.

Fazit: HANGAR-X haben mit ihrer neuen Platte Fahr zur Hölle ein gutes, solides und hörens- wertes Album produziert und abgeliefert.

Tracklist:

01. Intro
02. Fahr zur Hölle
03. Mein Tag mein Jahr mein Leben
04. Weiße Westen
05. Nur die Zeit
06. Ich vermisse diese Tage
07. Nie wieder zurück 8. Lasse los
09. Jäger der Nacht 10. Übers Meer
11. Wenn wir träumen
12. Bis ans Ende dieser Welt
13. Outro

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VÖ: 05.04.2019
Genre: Deutschrock
Label: Rookies & Kings

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