Fiddler’s Green rissen die Menge in der Sumpfblume Hameln gnadenlos mit! (Konzertbericht)

Das die Erlangener Speedfolker Fiddler’s Green eine absolute Liveband ist, haben sie in ihrer 27 jährigen Bühnengeschichte mehr als einmal unter Beweis gestellt. Auch das ein Akustik Konzert des Sextetts keineswegs gediegen und bewegungsarm sein muss, steht ganz außer Frage. Wenn diese geballte Ladung Energie sich dann noch paart, mit einer Aufnahme eines Live Albums, dann kann man sich sicher sein, hier bleibt kein Stein auf dem anderen und es wird ein grandioser Abend. Genau das waren die Erwartungen, welche man am 21.12.2017 in der Sumpfblume in Hameln haben durfte. Und was soll man sagen … enttäuscht wurde niemand. Bereits zum zweiten Mal waren Fiddler’s Green mit ihrer „Acoustic Pub Crawl“ Tour in der Sumpfblume zu Gast. Doch wer jetzt das gleiche Programm, und dasselbe Bühnenbild wie noch vor einem Jahr erwartet hatte, der wurde schnell eines besseren belehrt. Die improvisierte Küche aus dem Vorjahr wich einem Kneipentresen und das Set war gespickt mit vielen neuen Sachen und Animationen. Die Sumpfblume war bestens gefüllt und pünktlich um 20 Uhr hieß es dann endlich Stagetime! Die Speedfolker betraten die Bühne und legten direkt mit dem Titelsong ihres aktuellen Albums The Devil’s Dozen los. Obwohl die Songs ausnahmslos ohne Strom gespielt wurden, hieß das nicht, das dieses Konzert nur ein Hauch leiser oder weniger energetisch werden sollte, wie ein elektrifiziertes Konzert der Band. Ganz im Gegenteil, zwar waren einige Songs im Vergleich zu einem Rockkonzert der Band neu arrangiert, aber alle Songs waren schnell, hatten Power und rissen die Menge in der Sumpfblume mit zum Feiern, Tanzen und Singen. Und das von der ersten Sekunde an. Die Gäste an diesem Abend erwiesen sich als extrem textsicher und Albis Frage, wann die Band das letzte Mal an dieser Location war, konnte nicht wenige aus dem Stegreif beantworten. Auch die Instrumentenvielfalt war gigantisch. Alles, was nicht bei drei auf den Bäumen verschwunden war, wurde zum Musizieren genutzt. Sei es eine leere Bierflasche, welche zuvor von einem Gast geext werden musste, ein Waschbrett, eine Säge und sogar Klo- bürsten, kamen zum Einsatz. Die Klobürsten hatte man extra von der versifftesten Auto- bahnraststätte geklaut, weil es so schön passte, zu dem Song „Bugger Off“, so Albi und Pat in der Anmoderation des Songs. Ein kleines Improvisationsset, bei dem diverse Songs angespielt wurden, wie zum Beispiel „Ace of Spades“, „Somewhere over the Rainbow“, „Smoke on the Water“ oder aber auch „Thunderstruck“ von ACDC. Dieses kleine Intermezzo kam bei den Gästen extrem gut an, wie alle Animationen, welche sich Fiddler’s Green für die Tour ausgedacht hatten. Ein Höhepunkt war sicherlich der Song „John Kanaka“, bei dem im Hintergrund der Rhythmus des Songs mit Bechern getrommelt wurde. Eine wirklich coole Aktion, die wohl einiges an Übung benötigt, damit man das fehlerfrei hin bekommt. Die Stimmung während des Konzerts war wirklich großartig. Und so Schritt das Event Song um Song voran. Alle Gäste kamen auf ihre Kosten und ich bin mir sicher, dass sich nicht wenige das entstehende Livealbum kaufen werden, um diesen großartigen Abend nicht mehr zu vergessen.

Fiddler’s Green im Web:

Homepage

Facebook

Alle Bilder vom Abend findet ihr hier: