HÄMATOM lieferten beim „Lauten Abendmahl“ in Bremen eine brachiale Show ab! (Konzertbericht)

Am vergangenen Freitrag wurde mal wieder die ganze Republik von den stillen Tag in Besitz genommen, denn wie jedes Jahr herrschte am Karfreitag ein ländergeregeltes Verbot öffentlicher Tanzveranstaltungen. Doch der Bremer Club „Aladin Music Hall“ wiedersetzte sich abermals, genauer gesagt zum dritten Mal, diesem Verbot. Schließlich luden HÄMATOM ihre Freaks zum „Lauten Abendmahl“ nach Bremen ein, um mit ihnen gemeinsam einen besonders lauten Abriss zu feiern. Natürlich kam die vier Himmels- richtungen nicht allein, sondern hatten als Gäste ihr Freunde von J.B.O. und die junge aufstrebende Band SCHATTENMANN mit im Gepäck. Kein Wunder also das der Abend restlos ausverkauft war und bei der Ankunft vor dem Aladin schon eine beschtliche Menschenschlange stand.

Pünktlich um 21.00 Uhr fiel der Startschuss mit der NDH-Band SCHATTENMANN. Der Vierer um Sänger Frank Herzig, die am 2. März 2018 ihr Debütalbum „Licht An“ via Drakkar auf den Markt brachten, zeigten eine großartige 25-minütige Show mit wuch- tigem Sound und tollen visuellen Effekten durch Schwarzlichtelemente. Das Spiel mit Licht und Schatten beherrschen die Jungs wirklich perfekt. Neben der zweiten Singleauskopplung „Generation Sex“, mit dem SCHATTENMANN bereits bei der Veröffentlichung für helle Aufregung sorgte, durfte an diesem Abend auch nicht das Herz- und Titelstück „Licht An“ nicht fehlen. Das Publikum und die Fans feierten die Nürnberger sehr ausgelassen. Beim Song „Amok“ holte Frank Herzig die Kettensäge raus und gab sich und dem Publikum noch einmal den Rest. Einfach Klasse! Leider sind die 25 Minuten viel zu schnell vorbei.

Nach einer kurzen Umbaupause enterte die Spaß- Metalkombo J.B.O. die Bühne. Pink ist die Farbe der einstündigen Comedyshow. Kaum sind die Franken auf der Bühne, gab es im Publikum kein halten mehr. Es wird laut mit gegrölt zu Krachern, wie „Der Ruf ist im Eimer“, „Verteidiger des Blödsinns“ und „Ein guter Tag zum Sterben“. Bei „Wacken ist nur einmal im Jahr“ schmeißt die Band rote große Luftballons ins feierwütige Publikum. Vito und Hannes nutzten die Zeit zwischen den Songs, um mit dem Publikum zu quatschen. Die beiden Backgroundsänger lassen es sich nicht nehmen zwischen den Songs sich ständig verrückte Outfits anzuziehen wie zum Beispiel Superman oder Hänsel und Gretel. Beim Song „Du hast dein Smartphone vergessen“ fotografieren sich J.B.O. auf der Bühne mit ihren Fans und machen jede Menge Selfies. Nach dem Mitmachspiel für den Song „Vier Finger für ein Halleluja“ geht die Band mit ihrem letzten Song „Ein Fest“ mit tosendem Applaus von der Bühne.

Es folgte eine etwas längere Umbauphase, da die Bühne für HÄMATOM komplett umgestaltet werden muss. Die Pause nutzten viel Fans um mal kurz frische Luft zu schnappen, eine zu rauchen oder sich ein neues Getränk zu holen. Um 23:30 Uhr fällt dann endlich der Vorhang für das heißt erwartete HÄMATOM Konzert. Sänger NORD ist eingesperrt in einem Metallkäfig und singt die ersten Zeilen von „Zeit für neue Hymnen“ aus dem neuen Album „Bestie der Freiheit“. Zum zweiten Song „Mein Leben“ befreit er sich mit Getöse und Feuerwerk aus seinem Gefängnis und brüllt den abgehenden Fans eine geballte Ladung Energie entgegen. Bei „Tanz aus der Reihe“ wirbelt Bassist WEST seinen langen Zopf im Kreis der mit Pyrofunken gespickt ist. Mit dem Song „Warum kann ich nicht glücklich sein?“ kehrt erstmals ein bisschen Ruhe ein. Das Publikum kann endlich mal durchatmen und wieder ein bisschen Kraft schöpfen. Der Lichttech- niker macht einen guten Job und füllt den Saal mit magischem Licht der die vier Himmelsrichtungen perfekt in Szene setzt. Bei „Fick das System“ rasten noch einmal alle komplett aus. Die Mittelfinger werden zum Himmel gestreckt und der Refrain in einer unvorstellbaren Lautstärke mitge- sungen. Sänger NORD ist überwältigt von der Stimmung im Saal und freut sich wie ein kleines Kind. Wer denkt, es könnte einen nichts mehr schocken, wird jetzt überrascht. NORD wird an einem elek- trischen Stuhl gefesselt auf die Bühne geschoben. Als die erste Melodie des Songs „Mörder“ erklingt, betätigt Bassist WEST den Hebel am Todesstuhl und es knallt unglaublich laut. Was für ein Schau- spiel! Zum Ende des Sets spielen die vier Himmelsrichtungen noch ihre Single „Wir sind Gott“ aus dem letzten gleichnamigen Album und legten zum krönenden Abschluss mit „Leck mich“ noch einen oben drauf. Das Publikum ist nach fast 4 Stunden pure Eskalation am Ende und plündern durstig die Getränkestände. Wer jetzt noch nicht total erschöpft war, geht zu den Merchständen der Bands um sich noch mit neuen CDs und Klamotten einzudecken.

Fazit: Was für ein denkwürdiger und Abend im göttlichen Wechselbad der Gefühle. Das „Laute Abendmahl“ hat sich bestens im Aladin Bremen etabliert und wird auch im nächsten Jahr wie gewohnt am Karfreitag stattfinden!

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SCHATTENMANN im Web: Homepage / Facebook

J.B.O. im Web: Homepage / Facebook

Hier findet ihr alle Bilder vom Abend: