DOTA lieferten am 13. April im ausverkauften Tower Bremen ein tolles Konzert ab! (Konzertbericht)

Die aus Berlin stammende Sängerin und Gitarristin Dota Kehr und ihre drei experimentier- freudigen Mitstreiter Jan Rohrbach (E-Gitarre, Melodika), Janis Görlich (Schlagzeug) & Jonas Hauer (Keys, Akkordeon) lassen sich durch ihre stilistische Vielfalt nur schwer in eine musikalische Schublade stecken. Wurde noch auf dem 2013er-Album „Wo Soll Ich Suchen“ mit vielen Folk-Einschlägen aufgewartet, so bescherten sie mit dem Nachfolger „Keine Gefahr“ (2016) ihre neuen Songs mit mehr elektronischen Sound und Beats. Pünktlich am Freitag, den 13., wird nicht nur laut dem Deutschen Wetterdienst mit dem sogenannten Blutregen ein seltenes Naturspektakel erwartet, sondern auch die Band DOTA hat sich an diesen Tag im Tower Bremen angekündigt. Neben ihrem aktuellen Album mit im Gepäck „Isi Reicht“ als Vorband. Draußen regnet es in Strömen. Zum Glück kann sich die lange Schlange vor dem Tower unterstellen und keiner wird nass. Das Haus ist heute Abend ausverkauft! Der Tower ist so klein, dass sich die Menschenmasse regelrecht hineinquet- schen.

Pünktlich um 20 Uhr geht es los mit „Isi Reicht“. Die Oldenburgerin textet und kom- poniert seit 2002 eigene Songs. Ihre Lieder sind manchmal frech, mal verträumt, nach- denklich (Monogamie) bis sozial kritisch aber auch voller Sehnsucht und Leidenschaft (Ad- onis). Heute Abend ist sie alleine da mit ihrer Gitarre. DOTA hätten sich keine bessere Frau als Einheizer aussuchen können. Sie verzau- bert das Publikum mit ihrer glasklaren Stimme und ihrem Witz in ihren Texten. Nach ca. 20 Minuten ist das Vorprogramm auch schon wieder vorbei. Nach einer kurzen Pause geht es auch nahtlos mit dem Programm von DOTA weiter. Zur zusätzlichen Unterstützung mit von Partie der Bläsersatz der „Dixie Wankers“: Christan Magnusson (TP), Jörg Bücheler (TP) & Oliver Fox (SAX). Es geht los mit „Trägst du mich“. Die Stimmung ist unüberbietbar und die Leute singen ab dem ersten Song schon laut mit. Mit den darauf folgen Songs „Monster“ und „Zimmer“ geht es schon richtig Tanzbar zu. Dota Kehr verrät, dass dieser schöne Abend musikalisch mitgeschnitten wird, um vielleicht später aus dem Livematerial ein neues Album zu kreieren. Danach geht es mit „Zum Glück und keine Gefahr“ weiter. Nun folgt ein neuer Song „Raketenstart“, der noch nicht auf CD erschienen ist. Die drei Bläser unterstützen dieses Lied mit einer schönen Melodie, die direkt ins Ohr geht. Die Wortwahl von Sänger Dota beschert dem Publikum Einsichten in die Absurdität der Welt. Ihre kritische Frechheit schleicht sich auch in die musikalische Untermalung – leich- tfüßig, zwischen poppig, jazzig und südamerikanisch z.B. bei dem Song „A Primeira Vista – Auf den ersten Blick“. Jetzt gibt es wieder was zum Lachen mit Liedern über schwangere Frauen im Baumarkt und Verhöre bei der Polizei. Zwischendurch steht Dota auch ganz allein auf der Bühne und singt mit dem Publikum zusam- men. Die Band ist so ausgelassen, dass sie einfach viel länger spielen als sonst. Sie geben mit „Im Glashaus“, „Das Wesen der Glut“, „Konfetti“, „Rennrad“ und „Utopie“ noch reichlich Zugaben. Ganz zu Schluss packen DOTA den ältesten Song der Bandgeschichte aus und im Chor mit dem gesamten Tower ertönt das ruhige Lied „Alles Du alles Dur“. Was für ein schöner Abschluss eines großartigen Abends. Wer jetzt noch nicht genug hat, quetscht sich zum Merchstand und staubt noch ein paar CDs sowie T-Shirts ab.

Fazit: Ein witziger belebender Abend mit großartigen Musikern die in kompletter Harmonie zusammenschmelzen als wär es schon immer so gewesen.

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