Volbeat – Seal The Deal & Let’s Boogie (CD-Review)

Seal The Deal ReviewVolbeat: Seit 2001 lärmen und schnulzen sich die 4 Kopenhagener um Sänger und Gitarrist Michael Schon Poulsen durch die Länder, 2005 folgte das erste Album. Sie stehen bei Vertigo Records unter Vertrag und haben bislang 5 Alben sowie 2 DVDs veröffentlicht. Ihr Stil ist eine Mischung aus Metal, Rock ´n´ Roll, Punkrock, Country und Blues. Dadurch wird das Gesamtpaket häufig in Anlehnung an Elvis Presley als „Elvis-Metal“ bezeichnet. Der Bandname stammt von dem Album Vol.Beat der Band Dominus, in der Michael Poulsen vor der Bandgründung von Volbeat spielte. Dabei steht Vo“ (von Volume) für Lautstärke und Beat für den Rhythmus. Bis April 2016 hat die Band weltweit mehr als 3,5 Millionen Alben verkauft. Es gab bisher auch 2 Wechsel im Bandgefüge, die Gitarristen Franz Gottschalk und sein Nachfolger Thomas Bredahl sind nicht mehr dabei. Letztes Jahr stieg auch Basser Anders Kjolholm aus. Aktuell begleiten Michael Gitarrist Rob Caggiano (seit 2013), Basser Kaspar Boye Larsen (seit 2016) und Schlagzeuger Jon Larsen, der von Gründung an dabei ist. Zuletzt machte 2013 „Outlaw Gentlemen & shady Ladies“ von sich reden.

Genau heute, am 03.06.2016, erblickt das brandneue 6. Werk der Jungs „Seal The Deal & Let’s Boogie“ das Licht der Welt. 13 brandneue Tracks sind drauf. „The Devil´s bleeding Crown“ eröffnet. Ich persönlich feiere ja alleine schon immer die Namen der Songs. Des Teufels blutende Krone klingt aber auch lyrisch! Wie der Titel eines Märchens. Hier wird ausgelassen gerockt, Michael zeigt seine tollsten Stimmfarben, eine neue Volbeat-Hymne ist geboren worden! Ein richtig geiler Start für den Kopenhagener 2016! Der Mittelteil ist gesanglich verdammt cool gemacht. Wie soeben erfahren, ist das die brandneue Single. „Marie Laveau“ ist eine richtig typische, herzliche Volbeat-Ballade, die es von ihnen schon in vielfacher Form gibt und wie in vielen Fällen geht es auch hier um eine Frau. Sau cooler Song, erster Favorit! Genau so ist es natürlich auch bei „Mary Jane Kelly“. Das ist übrigens auch die längste Perle des Albums mit 5:40. Es folgt die erste Single aus dem Album „For Evigt“, die zusammen mit Johan Olsen aufgenommen wurde. Herzlich, schnell, derbe rockend, hymnisch, verwegen. Einfach ein sehr feines Lied und super Singleauswahl! Johan Olsen ist Sänger der Band Magtens Korridorer, der schon 2007 mit Volbeat zusammen „The Garden´s Tale“ aufnahm. Hier auf dem Album bei dem Titel singt Michael englisch und er dänisch, was verdammt genial zusammen klingt. „The Gates of Babylon“ verrät schon mal namentlich, in welche Richtung es geht. Es bleibt verwegen, richtig geiler Gesang lässt sich vernehmen, wunderschöne fast schon orientalische Melodien, ein extrem elegischer Refrain. Richtig geiles Teil und weiterer Favorit! „Let it burn“ geht eher in Richtung Punkrock und ist ein sehr herzliches Stück, das einfach Freude bringt. Lasst Euch davon anstecken und ermutigen, dafür ist es da! Einfach mal schlechte Sachen brennen lassen! „Black Rose“ ist eine ausgelassene Party-Nummer, zu der man einfach nicht still sitzen kann! Das wird definitiv ein neuer Ohrwurm und Evergreen der Jungs! Absoluter weiterer Favorit! Bei dem recht kurzen, sau coolen „Rebound“ wird klar, warum es häufiger „Elvis-Metal“ bei Volbeat heißt. Hört mal rein, dann wisst Ihr´s. Selbiges auch bei „Battleship Chains“, zu dem sich auch richtig cooler Countryrock mischt. Weiterer neuer Ohrwurm! Wie dem Wilden Western direkt entnommen! „Goodbye forever“ spricht natürlich schon für sich selbst. Traurig, tiefgehend, trotzdem ausgelassen, einfach typisch Volbeat. Neu sind der Sound im Mittelteil und der Chor, der hier verwendet wird. Sau cool gemacht! „Seal the Deal“ dient als Herz- und Titelstück der Platte und sticht auch am meisten raus. Gewaltig, geballt, entladend, hymnisch, düster, richtig fett rockend. Einfach ein Monster und weiterer Favorit! Dazu gibt es ein Lyric Video bei Youtube. Hier gibt es aber auch richtig geile Lyrics! „You will know“ ist das schönste und zugleich melancholischste Lied der CD. Hört mal rein, richtig geiles Teil und sehr empfehlenswert! Damit sind wir am Schluss angelangt mit „The Loa´s Crossroad“. Herzlich, energisch, gewaltig, gigantisch, derbe rockend, ausladend, ausgelassen, hymnisch, geiler Gesang, düster gehalten – einfach ein richtiges Abschiedsfeuerwerk! Für die CD, nicht von der Band.

Fazit:
Volbeat legen wieder richtig mächtig nach! Von denen kommt aber auch nie was schlechtes und die Verkaufszahlen sprechen da für sich. Die Alben unterscheiden sich aber auch immer in kleinen Details, was eine große Stärke der Dänen ist. Neue Stärken, alte Stärken, viele verschiedene Stile, viele verschiedene Stimmungen, Lebensratgeber, Texte aus dem persönlichen Erlebnisfeld, nette kleine Geschichten – damit punkten sie immer wieder, so auch in dem Fall! Ich verehre ja auch Michaels Röhre, die mir regelmäßig Gänsehautschauer schickt, was viele betreffen wird. Die beiden Neuen haben sich auch super eingelebt und machen sich super neben den beiden alten Hasen. Volbeat ist einfach eine Band, die immer super zusammen funktioniert und das hört man auch! Ich sage Euch, kauft Euch das Album und wer die Stile nicht mag – hört trotzdem rein, es lohnt sich voll!

Tracklist:

01. The Devil’s Bleeding Crown
02. Marie Laveau
03. For Evigt
04. The Gates Of Babylon
05. Let It Burn
06. Black Rose
07. Rebound
08. Mary Jane Kelly
09. Goodbye Forever
10. Seal The Deal
11. Battleship Chains
12. You Will Know
13. The Loa’s Crossroad

Album bestellen: Amazon

VÖ: 03.06.2016
Genre: Metal / Rock
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)

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