The Birthday Massacre – Imagica (CD-Review)

ImagicaHeute geht es um DEN kanadischen Import überhaupt: The Birthday Massacre! Wer sie nicht kennt: das ist eine Synth-Rock-Band aus Toronto, die seit 1999 besteht, damals noch unter dem Namen Imagica. Während ihrer College-Zeit gründeten Chibi (Gesang), Rainbow (Gitarre), M. Falcore (Gitarre), Aslan (Bass) und Dank Gott (Keyboard) in London, Ontario die Band. Bei Live-Auftritten wurden sie von Schlagzeugern wie O.E. unterstützt. In dieser Zeit veröffentlichten sie eine limitierte Demoaufnahme mit sieben Titeln. Nachdem Dank Gott die Band im Jahr 2001 verlassen hatte, zog die restliche Gruppe nach Toronto. Dort veröffentlichte sie erneut eine limitierte Demo mit fünf Titeln. Kurz darauf benannte sich Imagica nach rechtlichen Streitereien in The Birthday Massacre um. 2002 veröffentlichte die Formation im Eigenvertrieb eine limitierte CD mit dem Titel „Nothing and Nowhere“. 2004 wurde das ganze re-released und seitdem ging es für den Sechser steil bergauf. 6 Erfolgsalben, 3 EPs, wie schon erwähnt 2 Demos, 2 DVDs, umjubelte Konzerte, frenetisch gefeierte Konzerte – Chibi und ihre Jungs begeistern einfach! Zuletzt erschienen 2011 die EP „Imaginary Monsters“ sowie die beiden Alben „Hide and seek“ 2012 und „Superstition“ 2014.

Am 12.08.2016 erschien nun mit Imagica ein ganz besonderes Schmankerl. Das Mädel und ihre Jungs haben in ihrer Vergangenheit gegraben und veröffentlichen nun ein Album, das die ersten beiden Demos vereint. Ausgehend von ursprünglich vier aufgenommenen Liedern, die liebevoll wiederaufbereitet wurden, bildet Imagica ein historisches Zeugnis der frühen Tage der Bandkarriere und ein Dankeschön für die treuen Fans, die nach der Veröffentlichung dieses Materials verlangt haben. 11 Tracks sind drauf. Den Anfang macht das düster-rockige „Over“, das durch wundervollen Gesang und wunderschöne Melodien punktet. Richtig fetter Opener und auch auf dem Debüt zu finden! „Remember me“ hingegen ist eine minimalistische, tief berührende Ballade, die man einfach nur lieben muss! Klingt natürlich auch anders als auf „Walking with Strangers“. Wie man es erwartet vom Namen her, kommt „Under the Stairs“ recht düster und leicht beängstigend, jedoch ebenso geheimnisvoll daher. Tolles Lied, welches sich ebenso auf dem Debüt findet! „The Birthday Massacre“ dürfte einem schon unter dem Namen „Happy Birthday“ bekannt vorkommen. Hier ist es um einiges getragener, ruhiger, minimalistischer. Trotzdem echt gut gemacht! „Nothing and nowhere“ muss man denke ich keinem mehr erklären, hier erklärt sich der Name des Debüts. „Queen of Hearts“ findet sich erstmalig hier, sehr feines Liedlein, muss man einfach kennen! Ebenso bei „Night Time“, der Party-Nummer der CD. Alleroberster Favorit! „Play dead“, welches sich auch auf Violet befindet, klingt hier natürlich auch dezent anders. Ist aber genau so stark wie das andere und um einiges ruhiger und elegischer. „Open your Heart“ kommt sehr großspurig und mit sehr viel Herz daher. Eine richtige Hollywood-Nummer, die in einem Blockbuster laufen könnte! „From out of Nowhere“ könnte aus einer längst vergangenen Zeit stammen. The Sisters Of Mercy hätten diesen Song geliebt, hoffe ihr tut selbiges. Noch nie so von der Band gehört, bin beeindruckt, zweiter Überhit! „Dead“ schließt sich dem super an. Beeinduckender Post-Horror-Punk, der seinesgleichen sucht.

Fazit: Das ist ein richtig feines Päckchen, was die Band Euch hier geschnürt hat! Richtig feine Perlen, kleine feine Schmankerl, das fehlende Glied in der Diskografie. Viele andere Stile, ungewohntes, neues und doch altes. All das macht diese CD so fein und sie ist einfach nur stark! Ich habe keinerlei Kritik und sage: jeder eingefleischte Fan braucht sie! Damit ende ich, bedanke mich für die Aufmerksamkeit, sage bis bald und stay tuned!

Tracklist:

01. Over
02. Remember Me
03. Under the Stairs
04. The Birthday Massacre
05. Nothing and Nowhere
06. Queen of Hearts
07. Night Time
08. Play Dead
09. Open Your Heart
10. From Out of Nowhere
11. Dead

Bestellen: Amazon (CD) / Bandcamp (Digital)

VÖ: 12.08.2016
Genre: Rock / New Wave / Synthpop
Label: Metropolis Records

The Birthday Massacre im Web:

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