Sündenrausch ­- Schwarz wie Ebenholz (EP-Review)

Schwarz wie Ebenholz ReviewNach ihrem Debütalbum “Sündstoff” (Mai 2015) legten Sündenrausch aus Hamburg nun am 01.06.2016 die EP “Schwarz wie Ebenholz“ nach. Mit dem fünf Titel umfassenden Werk setzt Sündenrausch für sich neue Maßstäbe: nachdem die Produktion ihres Debütalbums maßgeblich in Eigenregie stattfand und Chris Harms (Lord of the Lost) lediglich Mix und Master der CD übernahm, haben sie diesmal mittels Crowdfunding alle Aufnahmen in den Chameleon Studios, in Hamburg, unter der Leitung von Chris Harms und Benjamin Lawrenz gemacht, die gleichzeitig auch die Produzenten von “Schwarz wie Ebenholz” sind.

Seit dem 01.06.2016 gibt es nun ihre brandneue EP „Schwarz wie Ebenholz„. Name, Titelauswahl und Cover deuten auf eine neue Interpretation altbekannter Märchen hin. 5 brandneue Tracks sind da drauf, wir und ich stellen sie Euch heute vor. Wie könnte es anders sein, beginnt der Titelsong „Schwarz wie Ebenholz“. Schwermütig stampfend walzt sich das Monster aus den Boxen. Ich muss gleich zu Anfang sagen, dass die beiden echt an ihrer Musik gearbeitet haben. Geile Melodien, mächtige Sounds, Ohrwurm-Gefahr, süchtig machend, wunderschöner Gesang, packende Lyrics. Ein Hauch Märchen und Horror-Story sind dabei, aber wie es sein muss ist der Text sehr vielseitig interpretierbar. Ich liebe es, erster Favorit, geiler Start für Sündenrausch 2016! „Cinderella“ wurde verdammt gut umgesetzt. Hätte die Dame selber Musik gemacht – der Stil hätte ihr super gestanden! Zerbrechlich, mächtig, traurig, liebreizend, sehr stark gemacht. Hab nix zu meckern, weiterer Favorit, sehr empfehlenswert! Man sieht Kira auch nicht nur sehr gerne an, man hört ihr auch zu gerne zu und sie erzählt das echt super, so als wäre sie selber betroffen gewesen. So muss das! Genau so verhält es sich bei „Böser Wolf“. Einfach genial, dass es wie im Märchen ist und sich trotzdem weiter interpretieren lässt! Das haben die beiden super hin bekommen und die Thematik wird sehr gut umgesetzt. Weiterer Favorit! Wo „Böser Wolf“ die härteste Nummer war, ist „Winter“ die wunderschönste Ballade der EP. Tief treffend, elegische Lyrics, zerbrechlich, tief berührend, verdammt weich, tieftraurig, einfach nur wunderschön! Mein absoluter Oberfavorit! Die leider viel zu frühe Abschluss-Ballade „Wunderland“ schließt sich dem Vorgänger herrlich an, ist aber düsterer und hoffnungsloser. Im brandneuen „Alice“ wäre das Lied super aufgehoben. Einfach nur hammer, geiles Ende!

Fazit: Ich muss die beiden echt loben! Nachdem ich ihr Debüt-Album etwas zerfetzt habe, haben sie echt an sich und ihrer Musik gearbeitet. Ich mochte die Musik eigentlich immer, fand aber, dass sie in der Szene nix verloren haben. Sündenrausch haben sich aber besonnen und legen eine sehr feine EP vor, die ihre Anfänge echt in den Schatten stellt. Super produziert, düster, tiefgründig, sehr frei und doch direkt interpretierbar, wunderschöne Ballade, geile Sounds, super musikalische Umsetzung der Märchen, Kiras geile Stimme, super Atmosphäre. Ich habe dies mal gar nix zu meckern und hoffe, andere sehen das genau so! Kauft Euch die EP und hört selber rein, es lohnt sich sehr!

Tracklist:

01 Schwarz wie Ebenholz
02 Cinderella
03 Böser Wolf
04 Winter
05 Wunderland

Bestellen: Sündenrausch Shop

VÖ: 01.06.2016
Genre: Gothic Pop-Rock
Label: Eigenproduktion

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