Stuka 696 – Disorder (CD-Review)

stuka-696-disordeStuka 696 nennen ihre Musik Elektronischen Metal Punk, andere würden es als Industrial Rock bezeichnen. Im Oktober 2006 gründeten Sänger Manuel Willeuthner und Pierre Anders (früher Keyboard, heute Bass) die Band. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „Evillive“ und kleinen Support-Konzerten spielten sie 2010 das erste mal auf dem Regensburger Gothic Treffen (RGT). Es folgten Konzerte mit Szenegrößen wie Agonoize, Funker Vogt und Faderhead. 2012 wurde erneut das RGT beglückt, 2013 krönte der Auftritt auf dem WGT 2013 ihre bisherige Karriere. 2014 erschien der Nachfolger „From the Inside“. Punktete das Debüt mit ordentlichem Electro, kamen auf dem Nachfolger Industrial Rock Elemente dazu. Stuka 696 leben eine DIY (Do It Yourself) Mentalität und möchten so weit wie möglich unabhängig agieren. Das Wechseln und Kombinieren von Musikstilen sehen sie als Ausdruck ihrer künstlerischen Freiheit.

Am 16.11.2016 erscheint endlich das dritte Werk Disorder. 11 brandneue Tracks sind drauf, wir prüfen sie heute für Euch auf Herz und Nieren. Heroisch schreitet das Intro „Disorder“ in den Raum. Feine heroische Keyboard-Sounds, Stör-Geräusche, stampfender Metal, creepy Atmosphäre und revolutionärer Kinderchor. Geiler Anfang! „Burn“ trumpft dann gescheit auf. Elektronischer Metal Punk at its best! Geiler Gesang, gescheite Rhythmen, ordentlicher Bass, derbes Gekeife, bissige Lyrics. Fettes Teil! Der revolutionäre Kinderchor (wenn es einer ist) ist auch hier vertreten. „I Hate You“ fährt andere Geschütze auf. Es klingt nach einer Mische aus EBM, Hellectro und leichtem Industrial Rock. Der Gesang wechselt zwischen eingängig flüsternd verzerrt und Gekeife aus tiefster Kehle. Geil gemacht! Da wird wirklich jemand gehasst. „Young, Deaf And Wasted“ ist das erste tanzbare Lied. Fetter Hellectro mit richtig gutem Sample. Richtig geiles Instrumental mit sehr feinen Sounds, die Euch zum Schwitzen bringen werden! Das zweite dieser Kategorie wäre „Drugs“. Es schlägt einfach in eine ähnliche Kerbe und wird die Dancefloors brennen lassen! Ausgelassene Stimmung, Glam Rock Punk Attitüde, crazy, feaky, Stimmungsmacher, Party-Anheitzer. Das ist „We Will F*** You Up“ und sie haben damit ja so recht! „God Is Dead“ ist einer meiner absoluten Oberfavoriten. Endlos traumhafte Sounds, Tiefgang, Dramatik, Dunkelheit, derbstes Gekeife, mega Instrumen- tierung. Absoluter Anhör-Tipp! „I Don´t Need You“ lässt sich gar nicht richtig beschreiben. Fetter Industrial Rock, düstere Keyboard-Teppiche, Punk-Attitüde, abwechslungsreicher Gesang, bissige Lyrics, gewisse Grunge-Anteile. In jedem Fall fett! „Nevermore“ ist der zweite Oberfavorit. Tiefgründig, tiefgehend, absolut düster, gefühlvoll, aufwühlend, hammer Gesang, hammergeile Melodien, vom Stil heraus stechend. Das muss man mal gehört haben! Die 6:16 sind verdient und ein Muss! „Find Me In Hell“. Hier beweist Manu, dass er auch wirklich richtig schön singen kann. Melancholisch, tief treffend, riesen Emotionen, feine Melodien, toller Text. Was für ein geiles Ende!

Fazit: Jetzt, mit Album Nummero 3, sind Stuka 696 angekommen. Die beiden vorherigen Werke wirkten sehr experimentell und wirkten suchend, als hätte man sich noch nicht ganz gefunden. Dennoch waren die Werke sehr gelungen. Nun klingt alles erdig, rund. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei! Damit ende ich, bedanke mich bei Stuka 696 und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Disorder
02 Burn
03 I Hate You
04 Young, Deaf And Wasted
05 We Will F*** You Up
06 Drugs
07 God Is Dead
08 I Don´t Need You
09 Why
10 Nevermore
11 Find Me In Hell

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VÖ: 16.11.2016
Genre: Elektronischer Metal Punk
Label: AC-ReC

Stuka 696 im Web:

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