SIRENIA – Dim Days of Dolor (CD-Review)

658_sirenia_cmykMastermind Morten Veland hat für Sirenia 2016 nur eines im Sinn: pure, unverwässerte Melancholie. Knapp zwei Jahre nach „The Seventh Life Path“ präsentiert der Norweger seine neueste, düstere Vision zwischen Gothic und Symphonic Metal, die sich äußerst lichtscheu gibt und stattdessen lieber den „‘Veil Of Winter‘“ ausbreitet: „Dim Days Of Dolor“ ist gleichzeitig der formidable Einstand von Sängerin Emmanuelle Zoldan, die sich nicht nur auf den Opernbühnen Europas wohlfühlt, sondern Sirenia auch schon seit langen Jahren als Chorsängerin zur Seite stand! Eine Frischzellenkur für eine der größten Bands des Genres – und gleichzeitig der Beweis, dass Schwermut mit eleganter Grandeur und schwermetallischem Biss pures Vergnügen sein kann…

Am 11.11.2016 erscheint nun der achte Silberling Dim Days Of Dolor, 11 Tracks sind drauf. Typisch Sirenia ist natürlich schon das grandiose Cover. Es eröffnet „Goddess of the Sea“. Dröhnender, epochaler Symphonic Metal schlägt einem da ordentlich entgegen. Sakrale düstere Chöre und opernhafter Frauengesang sorgen für die restliche Gänsehaut. Die Goddess der See wird sich sehr geehrt fühlen. Fetter Einstieg für Sirenia 2016! Da präsentiert sich auch schon Herz- und Titelstück „Dim Days of Dolor“. Hier herrschen heroische Klänge und Wikinger-Atmosphäre. Definitiv ein Favorit und absoluter Hitgarant! Es kommt das schwere Monster „The 12th Hour“, als Lyrik-Video auf Youtube zu finden. Gewaltig, stampfend, explosiv, pfeilschnell, tonnenschwer, düster, fette Instrumentierung, Emmnuelle und Morten bieten sich wilde Gesangskämpfe, der sakrale Chor ist wieder da. Absoluter Oberfavorit und absolut verdient mit 6:37 das längste Lied! Gegen Ende kommt eine traumschwere, melancholische Ruhephase dazu, bevor es wieder gescheit eskaliert. „Treasure n´ Treason“ ist einfach nur wunderschöner, tiefgründiger, gewaltiger, monumentaler, epochaler Symphonic Metal. Auch hier herrscht eine gewisse he- roische Stimmung und der Chor schaltet sich an mancher Stelle mit ein. Das Fräulein Zoldan päsentiert hier auch mal ihr komplettes, wunderschönes Stimm- spektrum. „Cloud Nine“ bringt mal eine ganz neue Seite Sirenias an´s Dunkellicht. Richtig fiese Metal-Sounds wie frisch aus der Alien-Produktion, creepy Sounds, abwechslungsreicher Symphonic Metal, ordentliches Gedröhn, der Chor, mäch- tige Dunkelheit. Hier wird wohl Aufstieg und Fall von Wolke Neun demonstriert. Richtig geil gemacht und sehr zu emp- fehlen, was für ein Spektakel! Der ange- sprochene „Veil of Winter“ senkt sich herab. Hier überwiegt männlicher Gesang (ob er von Morten kommt oder von nem Gast ließ sich leider nicht herausfinden), Miss Zoldan übernimmt den Refrain. Das Stück ist in jedem Fall passend zu seiner Thematik aufgebaut. Anhör-Tipp! Nach dieser kleinen Ballade kommt das nächste Monster „Ashes to Ashes“. Thematik wird perfekt umgesetzt, Emmanuelles Gesang ist entsprechend dramatisch, die Musiker pfeilschnell. Symphonic Metal at its best! Die „Elusive Sun“ wird ebenso fett metallisch und monumental geehrt wie die Goddess der See. Immer wieder faszinierend, was für Klangwelten die Jungs und ihr Mädel immer wieder zaubern! „Playing with Fire“. Eine gewaltige, pfeilschnelle Symphonic Theatre Opera Metal Inszenierung mit wechselhaftem Frauengesang, Hintergrund-Chor und bezaubernden Melodien. Morten lässt auch mal wieder sein wütendes tiefkehliges Gebelle vernehmen. Die zweitlängste Perle „Fifth Column“ mit 6:02 fällt genretechnisch in die selbe Kategorie. Sie klingt nur dramatischer, melan- cholischer, hoffnungsloser, verletzlicher. „Aeon´s Embrace“ besteht aus wunderschönem traumhaftem teils mehrstimmigem Frauengesang und einem tieftraurigen Klavierspiel. Zerbrechlich, tief berührend, Gänsehaut, melancholisch. Welch brilliantes Ende!

Fazit: Meister Veland ist ein weiteres Meisterwerk gelungen, das genau zur richtigen Jahres- zeit erscheint. Die neue Dame bringt sich perfekt ein und passt klasse zur Band. Sie hat ja auch genug Erfahrung und so „neu“ ist sie ja nicht. Jetzt ist sie nur alleine zu hören. Ab- wechslungsreiche Stücke, fette Metal-Monster, wunderschön traurige Balladen, fetter Chor, deftige sich einbrennende Melodien, riesige Sound-Konstrukte. Die Fans werden begeistert sein, Symphonic Metal Fans auch. Ich kann es nur derbe empfehlen. Damit ende ich, bedanke mich bei Sirenia & Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Goddess Of The Sea
02 Dim Days Of Dolor
03 The 12th Hour
04 Treasure n‘ Treason
05 Cloud Nine
06 Veil Of Winter
07 Ashes To Ashes
08 Elusive Sun
09 Playing With Fire
10 Fifth Column
11 Aeon’s Embrace

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VÖ: 11.11.2016
Genre: Gothic Metal/Rock
Label: Napalm Records

SIRENIA im Web:

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