SERENITY – Codex Atlanticus (CD-Review)

Endlich gibt es ein Lebenszeichen von Serenity! Seit 2001 existiert die Truppe aus Tirol / Österreich um Georg Neuhauser schon, mittlerweile ist es nur noch ein Trio, das mit Live-Musikern unterstützt wird. Das ändert jedoch absolut nix an der Qualität ihres absolut traumhaften Symphonic & Power Metal! 2 Demos und 4 Alben sind bereits vorhanden, das letzte genannt „War of Ages“ erschien 2013. Die Jungs können auch auf eine recht große Fanschar schauen, die ihre Konzerte frenetisch bejubelt.

Jetzt erscheint am 29.01.16 das brandneue 5. Meisterwerk „Codex Atlanticus„. Darauf vertreten sind 11 brandneue Songs, die wir von Dark Music World und ich Euch heute schon präsentieren dürfen. Das Herz- und Titelstück „Codex Atlanticus“ macht den Anfang. Eine ruhige, getragene Instrumental-Perle, die von feenhaftem Frauengesang unterstützt wird, die einem sanft ins Ohr säußelt. Geigen, Orchester, Bombast, Gefühl – mehr braucht es hier nicht! Ein wunderschönes Piano leitet dann die epische Hymne „Follow me“ ein, die sich über dem Hörer entlädt. Stark, packend, himmlisch, mächtig, schnell! Georgs geile Stimme setzt dem Ganzen nur noch die Krone auf. Als erste Single mit richtig starkem Video eine gute Wahl. Mit „Sprouds of Terror“ kommt mal ein ziemlich hartes Metal-Brett daher, das ich so noch nicht von den Jungs kannte. Döhnende Drums, knarrzende Gitarren, starke Keyboards, geballtes Organ – hier muss man einfach abgehen! Auch „Iniquity“ wird von einem wunderschönen Piano eingeleitet, bevor es in ein geballtest Bombast übergeht, das mit Abwechslung nur so strotzen kann. Richtig geiler Song! Ein richtig geiler Chor bringt den Ausklang. „Reason“ hingegen könnte einem wundervollen Metal-Theater entspringen, so bombastisch kommt einem dieses Goldstück vor! Aus dem selben Theaterstück muss auch „The final Chapter“ stammen, mein absoluter Favorit der Platte. Balladesk, ergreifend, packend, gefühlvoll, traurig. Einfach nur sau geil! „Caught in a Myth“ fängt sehr stark an, Naturgeräusche treffen auf Mystik und Geheimnis. Ein düsteres Keyboard gesellt sich dazu, bombastische Instrumente, alles vereinigt sich und wird zum zweiten Favoriten! Dieses Lied würde super in einen Tim Burton Film passen! Georg wird hier auch von einem fetten Chor begleitet. „Fate of Light“ macht sich mit seinem ägyptisch-atlantischen Touch da auch sehr gut. „The perfect Woman“ passt mal so gar nicht ins Konzept der CD und sticht hier am meisten raus. Irgendwie lustig, fröhlich, musicalhaft, fröhlich, ausgelassen, zum schmunzeln anregend. Gut gemacht, keine Frage. Auf die CD passt es trotzdem nicht. Ich schätze, dieser Song wird mehr Anläufe brauchen. Da gefällt mir „Spirit in the Flesh“ doch schon viel mehr. Bombastisch, abwechslungsreich, sanft, nach vorne preschend mit ruhigen Passagen. DAS sind Serenity! Mit „The Order“ wird zum Schluss noch ein richtig fettes Feuerwerk entzündet! Dramatik, Klassik, Symphonic Power Metal, Gefühl, Bombast, Herzblut, ein starker Text, Schnelligkeit, Abwechslung, theatertauglich. Richtig fettes Teil einfach und Favorit Nummero 3!

Fazit:
Da wird ein richtig geiler Meilenstein in der Serenity-Geschichte vorgelegt! So viel Bombast, Abwechslung, Orchester, Theater-Tauglichkeit, Spielfreude, Soundtrack-Affinität auf einen Haufen – was will man mehr! Abgesehen von „The perfect Woman“ wirklich durchgängig geil, die angesprochene Nummer zieht irgendwie nicht so bei mir. Wie bereits erwähnt, braucht dieses Lied vielleicht einfach mehrere Anläufe. Ansonsten habe ich absolut keine Kritik und sage, dass der Thron einiger Symphonic / Power Metal Bands nach diesem Album sehr wankt! Hier bekommt man wirklich was geboten, überzeugt Euch selbst!

Tracklist:

01.Codex Atlanticus
02.Follow Me
03.Sprouts of Terror
04.Iniquity
05.Reason
06.My Final Chapter
07.Caught in a Myth
08.Fate of Light
09.The Perfect Woman
10.Spirit in the Flesh
11.The Order
12.Forgive Me (Bonustrack)
13.Sail (Bonustrack)
14.My Final Chapter (Bonustrack Orchestral Version)

Album bestellen: Napalm Records

VÖ: 29.01.2016
Genre: Symphonic Metal
Label: Napalm Records

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