PALAST – Hush (EP – Review)

hushPALAST – das sind 3 Profimusiker, die in dieser Band ihrer stilistischen Leidenschaft freien Lauf lassen. Die Jungs sind sonst u. a. auch als weltweit tourende und veröffentlichende Musiker bzw. Produzenten tätig, lassen in PALAST viele audiovisuelle Synergien wirken, die sich in Songs manifestieren, die die Berliner selbst als „post-hipster, Fashion-beeinflussten Synthesizer Sound mit bombastischen beats“ bezeichnen. Unter- malt von Sänger Sascha Paces druckvollen Vocals, die Erinnerungen an die dunkle Seite der 1980er Jahre erwecken, ist die Musik alles andere als Nostalgie. Die drei liefern zeitgemäßen Synth-Pop-Sound und schicken uns dabei zurück in die Zukunft. Derzeit arbeitet das Trio um Sascha Pace, Marc Engel (Guitarist bei Rabia Sorda) und Tommy Apus, dass übrigens in diesem Jahr den Music Vision Award gewonnen haben, fleißig an ihrem Debüt-Album, welches voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen soll.

Doch bevor es soweit ist, schickt die Die Synth Pop Band PALST erstmal am 28. Oktober 2016 ihre allererste EP unter dem Titel Hush, welche 5 Tracks beinhaltet, über ihrem neuen Label NoCut voraus. „Crucify“ beginnt. Das Lied hätte wirklich 20, 30 Jahre früher entstehen können. Feinster Synth Pop, gute Drums, entsprechender Männergesang, Dramatik, Gefühl, Romantik, Erinnerungen an bessere musikalische Jahrzehnte, gute Lyrics. Also der perfekte Startschuss! „Best of me“ fällt in eine ähnliche Kategorie. Der Song fällt nur etwas elegischer und dadurch düsterer aus. Der Hörer bekommt feinsten Synth Pop, der einfach unter die Haut geht. Sogar leichte Gitarren-Elemente sind zu vernehmen. So was wäre früher auf einem Abschluss-Ball gelaufen. „Just Friends“ wird von knallenden Drums und explosiven Synths dominiert. Fordernder ab- wechslungsreicher Gesang und Gangster-Atmosphäre gesellen sich dazu. Auch der Text kann sich hören lassen. Absoluter Oberfavorit, den man auf der aktuellen „Electrostorm Vol. 7“ finden kann! Nach dieser Granate wird es wieder etwas romantischer und dennoch tanzbar. Neuzeit Synth Pop würde ich das ganze nennen. Freaky, ausgelassen, verzerrt, bewegend. So klingt „Get me“. So definiert man Bombast. Ich persönlich werde mich wohl erst nach längerem Hören damit anfreunden, das Lied braucht etwas länger. Mit „Hush“ präsentiert sich das Herz- und Titelstück. Marschmusik-Drums, explosive Synths, geheimnisvoller Gesang, interessante Melodien. Auf jeden Fall ein Song, den man mal gehört haben muss und ein gutes Ende!

Fazit: Im Großen und Ganzen ein Newcomer, den man weiter im Auge behalten kann. Da ist Potenzial da und Erinnerungen an die 80er und 90er werden stellenweise wirklich gut geweckt. Gesang und Instrumentierung können sich auch hören lassen. „Get me“ verliert in meiner persönlichen Wertung etwas, dieser Neuzeit-Touch passt da irgendwie nicht rein und es ist ein Track, der schnell zu bunt klingen kann. Das fände ich angesichts dessen, was das Trio noch so drauf hat, sehr schade. Ansonsten kann ich ein Reinhören empfehlen und bin gespannt, was da noch kommt. Damit ende ich, bedanke mich bei PALAST und euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Crucify
02 Best Of Me
03 Just Friends
04 Get Me
05 Hush

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VÖ: 28. 10.2016
Genre: Synth-Pop
Label: NoCut Entertainment

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