New Model Army – Winter (CD-Review)

new-model-army-winter-9290New Model Army dürfen sich wirklich schon Legende auf die Fahnen schreiben. 1980 entstand die Independent Band aus Britannien, deren Musik durch Rock-, Folk- und Punkelemente beeinflusst ist und deren Ursprünge im Punk lagen. Zu Beginn ihrer Karriere verstanden sie sich als Sprachrohr der Arbeiterklasse unter Englands damaliger Premierministerin Thatcher und benannte sich nach Oliver Cromwells republikanischer Revolutionsarmee. Der Fünfer um Sänger und Gitarrist Justin Sullivan hat einfach alles geschafft, was man schaffen kann. 13 Alben, 6 Live-Alben, 16 Compilations, 7 EPs, unzählige Singles, zahlreiche Evergreens, umjubelte Festival-Auftritte, frenetisch gefeierte Konzerte, riesen Tourneen, ein gigantischer Fanclub. Zuletzt erschienen 2014 das Album „Between Wine and Blood“ und das gleichnamige Live-Package 2015.

„Winter“ ist das erste neue Studio-Album seit dem gefeierten „Between Dog and Wolf“ im Jahr 2013, das laut der englischen Times „eine kreative Renaissance der Band aus Bradford“ markierte. Mit diesem Album erhielten New Model Army die beste Kritikerresonanz ihrer Karriere und erreichten Top 30-Chart-Positionen in Deutschland und UK, die höchsten seit ihrem Album “The Love of hopeless Causes“ 20 Jahre zuvor. Am 26.08.2016 erschien es, 13 brandneue Tracks sind drauf. „Beginning“ liefert natürlich, wie es sein muss, den Startschuss. Tieftoner, berührender Gesang, 6:54 Spielzeit und damit längstes Lied, obercool gemacht. Wenn das nicht ein hammer Start ist für NMA 2016! „Burn the Castle“ klingt verwegen und nach deftigem Südstaaten-Western- Rock. Tiefkehliger Gesang, punkig, anklagend. Richtiger Revoluzer-Track! Die erste Single „Winter“ hingegen ist gefühlvoll elegisch und sanft be- klemmend. „Part the Waters“ regt dann zum nachdenken an. „Eyes get used to the Darkness“ zieht danach ordentlich das Tempo an und rockt sich straight ins Herz. „Drifts“ ist dann wieder typischer Südstaaten-Rock. „Born Feral“ ist mit 6:31 das zweitlängste Stück und lässt sich sehr schön hören. Klasse Stück! „Die Trying“ ist eine traurige Perle, die nur aus Gitarren und Gesang besteht. Ganz tolles Teil! „Devil“ kommt düster und eindrucksvoll daher. Richtig fieser Gesang, passende Musik dazu, fertig ist der Höllencocktail! „Strogoula“ ist der eindeutige Beweis für die Vielfältigkeit der Jungs. Die oben aufgezählten Genres kommen hier alle zum Zuge, richtig beeindruckend! Sehr zu empfehlen! Elegisch wirds dann wieder mit „Echo November“, einem meiner Favoriten neben dem Vorgänger. Hört rein, dann wisst Ihr wieso! „Weak and Strong“ darf sich da gleich mal mit einreihen. Blues- und Klassikelemete fließen hier mit ein, was den Track noch genialer macht. „After Something“ wirkt dann eher smoothy und passt zur Sonntags-Stimmung. Klasse Perle, toller Abschluss!

Fazit: Die zweite Einleitung und die Beschreibungen von Album Nummero 14 (!) treffen verdammt gut zu. Es klingt neu, es klingt alt, old school, alte Stärken, neue Stärken. Hiermit beweisen die Jungs, dass mit ihnen noch gerechnet werden muss. Gut so, denn ohne sie würde extrem was fehlen! Fans werden die Platte lieben, sie werden sich damit einen weiteren Meilenstein in der Diskografie schaffen. Damit ende ich, bedanke mich für die Aufmerksamkeit, sage bis bald und stay tuned!

Tracklist:

01 Beginning
02 Burn The Castle
03 Winter
04 Part The Waters
05 Eyes Get Used To the Darkness
06 Drifts
07 Born Feral
08 Die Trying
09 Devil
10 Strogoula
11 Echo November
12 Weak and Strong
13 After Something

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VÖ: 26.08.2016
Genre: Rock-, Folk- und Punk
Label: earMUSIC

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