Megadeth – Remastered 2019 (CD-Kritik)

Dave Mustain, seines Zeichens Mastermind von MEGADETH hatte es wahrlich nicht leicht bisher. Erst kürzlich bekam er die Diagnose Kehlkopfkrebs. Ungeachtet dessen bleibt der Kalifornier positiv und schmiedet Zukunftspläne. Zwar mussten die Konzerte für 2019 überwiegend abgesagt werden, doch ließ Megadave ver- lauten, dass er schon wieder im Studio an einem neuen Album arbeitet.

1983 nach dem Rauswurf bei METALLICA – kurz vor der Veröffentlichung deren ersten Albums „Kill Em All“, gründete der Rotschopf die Band MEGADETH. Auf ihn folgte bei METALLICA Kirk Hemmett. Der Rest ist Geschichte. Doch auch Dave konnte kommerzielle Erfolge feiern und gehört mit seiner Band MEGADETH, zusammen mit ANTHRAX, SLAYER und besagten METALLICA zu den „Big Four of Thrash Metal“. Da es live sehr ruhig dieses Jahr zu sein scheint, feuert man bei den Veröffentlichungen erst recht aus allen Rohren. Erst im März 2019 erschien die MEGADETH-Anthologie „Warheads On Foreheads“ anlässlich des 35. Bandjubiläums. Diese umspannte bereits die bisherige Karriere – vom allerersten Studioalbum „Killing Is My Business…“ bis hin zum aktuellen „Dystopia“ -Longplayer, der im Jahr 2017 einen Grammy Award einheimste.

Jetz wurden die drei inzwischen vergriffene Alben „United Abominations“ (2007), „Endgame“ (2009) und „THIRT3EN“ (2011) in einer neu gemasterten Version im schicken Digipak und Vinyl neu aufgelegt. Produzent Ted Jensen (GUN`S N ROSES, MASTODON, MACHINEHEAD u.a.) hat nochmal Hand angelegt. Bereits die Originalversionen sind für meine Ohren absolut amtlich produziert und hätten in dieser Form auch nochmals veröffentlicht werden können. Die Neuauflage klingt im Studiokopfhörer etwas „offener“. Die Unterschiede sind aber sehr dezent. Es wurde damit glücklicherweise nichts kaputt über produziert.

Als Bonus gibt es auf der CD Version von „United Abominations“ das Cover des LED ZEPPLIN Songs „Out on the Tiles“. Die besondere Magie von LED ZEPPLIN geht dabei verloren und es entsteht ein eher mäßiger MEGADETH Song. Verzichtbar, hat man doch besseres eigenes Material. Auf „Endgame“ gibt es den Opener „Washington Is Next“ vom Vorgängeralbum „United Abominations“. Hier sind die Unterschiede zur Studioversion eher marginal und nur in der Bassdrum hörbar. „Public Number One“ ist der Bonussong auf „THIRT3EN“, der ebenfalls auf diesem Album vertreten ist. Dieser Bonus ist im Grunde eine minimal schlechtere Studioversion und hat für mich keinen Reiz.

Damit wären wir durch. Die drei Alben sind aus der „wiedererstarkenden“ Phase von MEGADETH und alle drei ein Hörtipp! Klasse, dass diese für die Fans wieder verfügbar sind! Wegen dem Remaster oder den Bonustracks brauchen Besitzer der Originalversionen jedoch nicht zuschlagen. Interessierten Einsteigern empfehle ich das Album „Endgame“ von den besagten Dreien, da es nach dem absoluten Bandklassikeralbum „Rust In Peace“ (1990) die zweitstärkste Platte in der Diskografie der Amerikaner ist.

VÖ: 26.07.2019
Genre: Thrash Metal
Label: Bmg Rights Management (Warner)

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