Maschinist – Willkommen (CD-Review)

Maschinist ist eine neue deutsche Härte Band des 21. Jahrhunderts, die sich 2015 um dem Kopf des Ex-Peragon Frontmannes Stephan Rußler und dem ehemaligen Mastermind von Peragon Vlad Korbut formierte. Wie der Bandname schon vermuten lässt ist die Musik der Nürnberger alles andere als leichte Kost. Hier prallen moderne Elektro- beats und rhtythmischen Gitarrenriffs auf gesellschafts- spiegelnden, teils provozierenden Texten, die einem auch die dunkelsten Gedanken der Menschen vor Augen führen. Eines steht fest: Die Musik von Maschinist ist nichts für schwache Nerven!

Am 01. März 2016 war es endlich soweit und ihr Debüt-Album WILLKOMMEN! erblickte das Licht der Welt. Der Silberling beinhaltet 11 Tracks. Wie sich das alles anhört, erfahrt Ihr jetzt: Das „Intro“ passt perfekt zum Bandnamen. Düster, maschinistisch, kalt, wundervolle Melodien, ein wahres Klangerlebnis. Besser kann es gar nicht beginnen! Dann bricht „Das Feuer“ los. Heiß und gigantisch lodert es, Sänger Stephan gibt alles, überzeugt völlig, wirkt sehr authentisch, in alter gewohnter Industrial Rock Manier wird hier ordentlich abgeliefert. Feine passende Lyrics gibt es auch noch dazu. Herz- und Titelstück „Willkommen“ gibt sich danach die Ehre und führt in die Tiefen der Maschinisten-Welt, weit hinter die Zahnräder, zum Herz der Maschinen. Da folgen wir gerne und feiern die Jungs dafür! „Rös´chen“ ist das erste gefühlvolle Lied. Feine Elektro-Parts, gescheiter Industrial Rock, Dominanz, finstere Lyrics, gefühlvoller Refrain, mitreißend. „Kauf mich“ ist ein Liedlein gegen den Konsum. Dement- sprechend sind Musik und Text gehalten. Sehr empfehlenswert! „Falscher Prophet“ ist mein absoluter Oberfavorit. Dass das Lied gegen Religionen geht, erklärt sich von selbst. Ich liebe ganz besonders die Lyrics, in denen Stephan aus der Bibel zitiert und Gegenargumente bringt. „Titanik“ muss man eigentlich nimmer erklären. Um was es hier geht, sagen Titel und Thematik schnell. Musikalisch ist es eines der härtesten Lieder. „Mein Herz brennt“ ist kein Rammstein-Cover, sondern eine tief greifende, herzzerreißende Ballade von Maschinist. Da brennt das Fan-Herz und zwar lichterloh! „Schneewittchen“ ist eine bitterböse Variante des Märchens, die nicht besonders gut ausgeht und Schneewittchen in keinem guten Licht stehen lässt. Hört es Euch an, ich kann es nur wärmstens empfehlen! Bitterböse bleibt es bei „Böses Blut“ und es wird sehr düster. Schön, dass Newcomer so was noch hinbekommen. Danke dafür! „Das Licht“ ist ebenso wie „Das Feuer“ die absolute Bandhymne. Hymnisch, getragen, eingängig, sehr gefühlvoll, traurig, geniale Instrumen- tierung.

Fazit: Es lohnt sich immer wieder auf ein Konzert von seiner Lieblingsband gleich zu Anfang zum Konzert zu erscheinen, um sich auch die Vorbands anzuschauen. Lohnt sich nicht immer, hier hat es sich jedoch gelohnt! Maschinist habe ich im Vorprogramm von Nachtblut auf deren Tour 2016 im Cult Nürnberg gesehen, war begeistert und bin es von der CD nur noch mehr! Dass hier Profis am Werk sind, hört man und dass sie das, was man heute noch Gothic nennen kann, hier zelebrieren – dafür danke ich ihnen herzlichst! Authentisch, true, dominant, wälzend, im Gleichschritt nach vorn, ihrem Namen alle Ehre machend, klasse Thematiken, super Sound, toller Gesang. Die Nürnberger haben alles richtig gemacht und von mir gibt es volle Punktzahl! Ich bin gespannt, was da noch kommt. Industrial Rock Fans, aber auch allen anderen, sei diese Platte empfohlen! Damit ende ich, bedanke mich bei Maschinist und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Intro
02 Das Feuer
03 Willkommen
04 Rös’chen
05 Kauf mich
06 Falscher Prophet
07 Titanik
08 Mein Herz brennt
09 Schneewittchen
10 Böses Blut
11 Das Licht

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VÖ: 01.03.2016
Genre: Neue deutsche Härte
Label: recordJet

Maschinist im Web:

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