Irrlicht – Bleiben Werden (EP-Review)

Endlich gibt es wieder Neuigkeiten von der Schweizer Dark Wave- und Gothic-Band IRRLICHT, welche sich 1996 um Mitbegründer und Sänger Markus Meier formierte, der sich jedoch mit der Veröffentlichung des 2005er-Albums „End. Klang“ von der Formation verabschiedete, zu vermelden. Das Quartett um Sängerin Daniela Dietz (ex-Illuminate), die seit 2003 die Band komplettierte, ist nicht nur in all den Jahren seinem Stil zwischen Poesie und Elektronik treu geblieben. Sondern mit einer perfekte Symbiose zwischen Song, Text & Bildanimation sind auch ihre Konzerte immer wieder ein besonderes Ereignis. Die letzte Platte von IRRLICHT ist bereits eine gefühlte Ewigkeit her: „Près du miroir“ erschien 2014, seitdem warten die Fans sehnsüchtig auf neues Material des Schweizer-Quartetts. Jetzt ist es soweit:

„Bleiben Werden“ – so lautet der Name der neuen EP, welche mit französischen und deutschen Songs (die mit Tiefgang von treibender Elektronik ausdrucksvoll untermalt werden) aufwartet und am 03. Februar 2017 über Danse Macabre das Licht der Welt erblickt. Wie die neue EP klingt, erfahrt Ihr jetzt: „Salome“ bietet einen perfekten Opener. Treibende Elektronik, dunkel-romantisch, schwarz funkelnd, zum Tanzen animierend, Daniela singt elfengleich auf französisch. Sehr schöne Perle! Auch das französische Goldstück „La Gamine“ geht in eine ähnliche Richtung. Das werden definitiv Evergreens der Schweizer, so viel ist sicher! Mit dem „Kaufrausch“ ändert sich die Marschrichtung. Es wird ein wenig stampfend, eine männliche Stimme spricht auf französisch, Dub-Step Elemente fließen ein, es ist düster betörend. Ich hätte mir hier einen deutschen Text gewünscht, ansonsten sehr geiles Teil! „Vergebung“. Dieses Goldstück sticht heraus. Opernhafter Gesang, Sprechgesang, tiefe Me- lancholie, Sehnsucht, Traumwelten, Naturfaszinationen, dunkel-romantisch, allerfeinste Me- lodien, dunkle Magie, starke Sound-Teppiche wie die Nebel Avalons. Absoluter Oberfavorit und meine Empfehlung! Hier wird auch endlich auf deutsch vorgetragen. Noch krasser wird das beim „Königreich aus Stahl“. Hier entführen die Irrlichter in Welten, die man nicht mal im Traum erreicht. Einfach nur TOP, was die Schweizer hier erschaffen! Das ist die Himmels- melodie! Der Mittelteil erinnert ein wenig an´s Musikantenstadl, aber ich verzeihe es Daniela. Es folgt „La Gamine (Dub Mix)“. Eigentlich recht gut gemacht, Original gefällt mir aber besser. Anhören lässt es sich trotzdem. „La Gamine (Kartagon Remix)“ beendet die Scheibe ein- drucksvoll. Die Stärken beider Bands vereinen sich hervorragend, Kartagon bringen eine neue Klangfarbe mit, es ist also super gelungen!

Fazit: Es ist einfach wundervoll, wieder von Irrlicht hören zu dürfen! Lange musste man warten, die Wartezeit zahlt sich aber aus. Irrlicht zeigen neue Elemente, weisen neue Stärken auf und beweisen, dass mit ihnen noch gerechnet werden darf! Die Fans werden die EP lieben. Bleibt zu hoffen, dass es auch bald ein neues Album geben wird! Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Irrlicht und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähen- könig

Tracklist:

01 Salome
02 La Gamine
03 Kaufrausch
04 Vergebung
05 Königreich aus Stahl
06 La Gamine (Dub Mix)
07 La Gamine (Kartagon Remix)

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VÖ: 03.02.2017
Genre: Darkwave, Gothic
Label: Danse Macabre

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