In Strict Confidence – The Hardest Heart (CD-Review)

the-hardest-heartFür Alben von In Strict Confidence brauchte man vor allem eines: Geduld. Wobei man sich die Wartezeit auf „The Hardest Heart“ diesmal gleich durch zwei Vorab-Singles verkürzen konnte. Diese ließen schon auf eine enorme musikalische Bandbreite des neuen Gesamtwerkes schließen. Eine Mischung aus klassichen Elektro/ EBM- Elementen, wie bei „Everything Must Change“, was vor allem auch frühe Fans begeistert, und dem alternativ-emotionalen Einschlag von „Somebody Else’s Dream“. Vieles deutete so schon darauf hin, dass man sich auf die eigenen Stärken konzentriert, sich an eigenen Klassikern orientiert und vorausschauend die Türen nach vorne nicht nur öffnet, sondern eintritt. (Quelle: Promotion-Werft)

Am 25. November 2016 ist es nun endlich soweit und das neue Studioalbum The hardest Heart erblickt mit einem genialen Cover-Artwork versehen das Licht der Welt. Der Silberling beinhaltet 12 neue, abwechslungsreiche Songs, die den Hörer in einem Wechselbad der Gefühle tauchen lassen sollen. Ob ISC dies gelingen wird, erfahrt Ihr jetzt: „Frozen Kisses“ eröffnet das ganze Spektakel. Brachiale Elektronik schlägt einem da entgegen, starke Drums, wummernde Beats, Dennis überrascht mit bissigem bitterbösem tiefkehligstem Gesang. Starke Nummer, perfekter Einstieg! Direkt präsentiert sich die Single „Everything Must Change“. So lieben die Fans sie, die Melodien sind wundervoll, die Thematik einwandfrei. Hier haben wir sogar noch mehr von, im Gegensatz zur Single Version beträgt die Länge hier 5:28. „Land Of Grace“ geht in eine ähnliche Richtung und bildet neben der Single und „Destroy Something Beautiful“ die Garde der derbsten Stücke. Gleich danach der krasse musikalische Wechsel durch die andere Single „Somebody Else´s Dream“. Vorher Dark Electro mit EBM und geballtem Gesang, hier eine ruhige Alternative Rock Chill Perle. Wobei Dennis auch hier im Refrain recht schreit. ISC wissen zu überraschen. „Destroy Something Beautiful“ überrascht mit Retroelementen, Klassik, dark Kammer, gescheitem Rock und Sounds wie aus einem uralten Plattenspieler. Einen leicht militärischen Anstrich gibt es obendrauf. Brachial, aber gut mit noch dunklerem Gekeife. „Time“ hingegen ist extrem eingängig, geht sofort unter die Haut, Dark Romantics wie sie sich gehören. Einer meiner absoluten Oberfavoriten mit wahrem starkem Text! Das erste deutsche Lied „Herz“ vertieft das Ganze nur. Tausende Liter Herzblut, extremst eingängig, traurig, tief treffend, romantisch und derbe rockig im Wechsel, toller Text, klasse Gesang, gigantisch aufbrausend. Weiterer Favorit! „Double Faced“ sagt ja schon sehr viel aus. Genau so ist das Lied auch aufgebaut. Auf der einen Seite derbe rockig, auf der anderen Seite Glamour und divahaft. Endlich bekommt auch Nina de Lianin mal wieder einen Song für sich. Super gemacht, super gesungen! „Letzter Wille“ ist der zweite deutsche Track. Bitter, tief, gigantisch und doch minimalistisch. Eine Überraschung im Klangkosmos, aber sehr stark! Nina lässt sich hier auch mal kurz elfengleich vernehmen. „Erde Ade“ ist das letzte deutsche Stück und wie vermutet geht es hier wieder etwas derber zu. Fast geflüsterter Gesang (den man aber super versteht), brachiale Sounds die die Fans lieben, orientalisch, toller Text, guter Cocktail aus Electro und Rock mit klassischen Elementen und extrem viel Düsternis. Da hat jemand hörbar die Schnauze voll. „Ask Your Soul“ sollte sich jeder zu Herzen nehmen. Wer bezieht schon noch Herz und Seele mit ein mittlerweile. Wir wüssten ansonsten sofort, dass sich dringend was ändern muss! Auf vielen Ebenen. Darauf zielen Song und Text ab. Quasi perfekt! Nina ist wieder dran mit „Coming Closer“. Im Gegensatz zu ihrem anderen Song geht es hier etwas düsterer und eingängiger zu. Die Frau sieht nicht nur klasse aus – die singt auch nur super! Besser kann es nicht laufen, super Ausklang für die CD!

Fazit: Wie ein Stück weiter oben schon erwähnt, wissen ISC einfach zu überraschen! Und zu überzeugen! Und das auf ganzer Linie. Dieses Mal präsentieren sie sich abwechslungsreicher denn je, mit neuen Elementen, alten Stärken, geballter Wut, innerer Zerissenheit, schmerzlich und abrechnend. Das alles passiert in rasantem Wechsel und ist einfach nur fett! Die neue Platte weiß durchaus zu überraschen und doch werden die Fans sie umso mehr lieben, da einige alte Stärken wirklich wieder hervor gekramt wurden. Vieles wird eine Zeit brauchen, um es zu verarbeiten und komplett zu verstehen. Das ist bei Alben von ISC aber immer so, nur dass es diesmal noch deeper geht. Der Fünfer um Frontmann Dennis Ostermann kommt mit den aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten eindeutig auch nicht zurecht, das hört man hier in jedem einzelnen Track. Ich kann Euch die CD nur empfehlen! Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei ISC und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Frozen Kisses
02 Everything Must Change
03 Somebody Else´s Dream
04 Destroy Something Beautiful
05 Time
06 Herz
07 Land Of Grace
08 DoubleFaced
09 Letzter Wille
10 Erde Ade
11 Ask Your Soul
12 Coming Closer

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VÖ: 25.11.2016
Genre: Elektro
Label: Minuswelt

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