HOTEI – Strangers (CD-Review)

Hotei_ReviewWährend er in seiner Heimat schon mehr als 40 Millionen Alben verkauft hat, ist Hotei in anderen Teilen der Welt vor allem für seinen Song „Battle Without Honor Or Humanity“ bekannt, den Quentin Tarantino zum Titelsong von „Kill Bill“ machte – und der auf seinem internationalen Debütalbum ebenfalls als Abschlusstrack vertreten ist. Genau wie Tarantino liebt auch Hotei die deutsche Hauptstadt, in die er schon vor gut 30 Jahren zum ersten Mal kam, um in den Hansa-Studios Aufnahmen zu machen. Im Verlauf von „Strangers“ demonstriert Hotei eindrucksvoll, wie facettenreich sein Ansatz als Songwriter und Gitarrenvirtuose ist, wenn er epische Instrumentals mit zeitgenössischen Kompositionen kombiniert, wie beispielsweise „Move It“, einem ausgelassenen, mit Industrial-Einflüssen durchzogenen Track, bei dem Rammstein-Gitarrist Richard Z. Kruspe den Gesang beisteuert, wie er es auch bei seiner eigenen Band Emigrate tut, für die er zuletzt auf dem „Silent So Long“-Album hinterm Mikrofon gestanden hatte. Zu den hochkarätigen Albumgästen zählen unter anderem Punk-Legende Iggy Pop (für gleich 2 Tracks!), Richard Z. Kruspe von Rammstein/Emigrate, Matt Tuck von Bullet For My Valentine, Noko von den Electro-Pionieren Apollo 440 und die aus Texas stammende Sängerin Shea Seger.

Eben jenes Album gibt es seit dem 16.10.2015 und hört wie schon gesagt auf den Namen „Strangers„. 12 Tracks sind da drauf, wir von Dark Music World und ich nehmen uns denen heute für Euch an. Eröffnet wird das ganze mit „Medusa“. Ein verruchter, betörender, erotischer, instrumentaler, feiner Ohrenschmaus, der sehr orientalisch klingt und aus einem fiesen Tarantino-Western stammen könnte. Sehr starker Anfang und recht düster gehalten! Es folgt eine richtig geile Drecksau und ist mit Gesang versehen. Sie nennt sich „How the Cookie crumbles“ und niemand Geringeres als Iggy Pop vertont. Richtig starkes Ergebnis, ober cool, sau geile Atmosphäre! Erster Favorit! Auch ihre zweite Zusammenarbeit „Walking through the Night“ kann voll punkten. Die beiden sind ein echtes Dreamteam und Iggy hat´s gesanglich einfach drauf! Natürlich ebenfalls ein Favorit! „Kill or kiss“ feat. Shea Seger ist genau so cool und wird durch die Stimme sogar richtig erotisch. Anschnallen, hier wird´s heiß! Sie schaffen es sogar, das durch ihre Zusammenarbeit „Texas Groove“ zu steigern! Der Name ist verdient, so laufen Partys in Texas! Rein in den Player und den Sommer spüren! „Move it“ feat. Richard Z. Kruspe ist genau so, wie es die Einleitung schon bezeichnet. Richtig fett, smoothy, Industrial-Einflüsse, ober cool, Ohwurm-Qualität! Kann ich nur wärmstens empfehlen, zwei Favoriten, die sich echt gewaschen haben! „Barrel of my own Gun“ feat. Noko ist eines der heraus stechendsten Nummern der Platte. Smoothy, chillig, verrucht, geheimnisvoll, mega Melodien, interessanter Sprech-Gesang. Top, weiterer Favorit und sau gute Arbeit! „Kill to love you“ feat. Matt Tuck baut da super drauf auf. Durch den hoch dramatischen Gesang wird dieses Lied sogar richtig gefährlich! Matt Tuck ist Sänger von Bullet For My Valentine. Hier zeigt er sein ganzes Stimm-Spektrum und trifft damit voll ins schwarze. Erfolg auf ganzer Linie! Es folgt das Herz- und Titesltück „Strangers“. Hier geht es wieder rein instrumental zu und es wird nach den ersten Takten klar, woher das Album seinen Namen hat. In der GTA-Reihe käme dieses Liedlein perfekt an! Geniale Riffs, starke Drums, coole Nummer einfach! Es wird romantisch! „Into the Light“ gönnt uns nach so viel Action Entspannung, Liebe, wunderschöne verträumte Melodien und ein richtig geiles Road-Feeling! Fallen lassen und dieser Welt entschweben, mehr geht hier nicht! Alleroberster Favorit! Gegen Ende mischt sich eine hoch dramatische Stelle mit ein, die einen kurzen Horror-Trip verursacht. Einfach genial gemacht! „Departure“ hingegen ist eher verwegen und für Stadtrundfahrten mit richtiger Proll-Pose gedacht und wie geschaffen! Anhören und cool wirken bitte! In so Serien wie Knight Rider oder beim A-Team hätte so ein Stück echt super Anklang gefunden. Wenn das mal keine Werbung ist! Was zum Schluss kommt, steht ja schon oben in der Eröffnung. Kill Bill´s „Battle without Honor or Humanity“ MUSS aber auch ans Ende gepackt werden. Hoteis Überhit, ein Meilenstein in der Musikgeschichte, eine Perle die jeder kennt und verdammt noch mal zu kennen hat! Einfach nur EPISCHST!

Fazit: Welch ein geniales Schauspiel sich uns hier bietet! Hier wird einem ein Soundtrack angereichert mit einem bunten Strauß Vielfalt, Abwechslung und absoluter Coolness geboten. Hotei hat es echt verdammt drauf, die Riffs sind ein Traum, ein Gitarren-Virtuose vor dem Herrn, ich betitel ihn als einen der welbesten Gitarristen! Reinhören lohnt sich nicht nur, es ist ein wahres Muss und ein unglaublich geiler Ohrenschmaus! Mehr kann ich nicht sagen, mehr hört Ihr nur.

Tracklist:

01. Medusa
02. How the Cookie Crumbles (featuring Iggy Pop)
03. Kill or Kiss (featuring Shea Seger)
04. Move it (featuring Richard Z. Kruspe)
05. Barrel of My Own Gun (featuring Noko)
06. Kill to Love You (featuring Matt Tuck)
07. Strangers
08. Walking Through The Night (featuring Iggy Pop)
09. Texas Groove (featuring Shea Seger)
10. Into the Light
11. Departure
12. Battle Without Honor or Humanity

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VÖ: 16.10.2015
Genre:
Label: Spinefarm (Universal Music)

HOTEI im Web:

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