GRAUSAME TÖCHTER – Vagina Dentata (CD-Review)

VaginaDentataReviewHeute berichten wir über eine ganz tolle Band, die in der Form einmalig ist: die Rede ist von Grausame Töchter! 2009 von Lead-Sängerin Aranea Peel und dem Schlagzeuger Gregor Henning (Drums & Studiomix) gegründet, beschreitet diese spannende Truppe ganz eigene Wege. Blank ziehen, Fetish-Look, Themen wie Sadomasochismus und Beziehungskonflikte – alles verpackt in ein ganz leckeres Paket! Seit 2010 wird auch live aufgetreten. Durch die BDSM-Elemente in der Darbietung gilt bei Konzerten in der Regel eine Altersbeschränkung, wodurch die Konzertbesucher mindestens 18 sein müssen. Neben der Stammbesetzung sind dabei auch immer wieder verschiedene, in der Regel weibliche Gäste mit auf der Bühne, und zwar sowohl als Sängerin oder Musikerin als auch im Bereich Performancekunst. 3 Alben haben sie mittlerweile veröffentlicht, das letzte „Glaube, Liebe, Hoffnung“ erschien 2014. Ein recht großer Fan-Kreis und genug Verehrer sind das Sahnehäubchen ihres Erfolgs.

Jetzt erschien am 06.05. der 4. Longplayer „Vagina Dentata„. 15 brandneue erotische Perlen sind drauf. Es beginnt das Herz- und Titelstück „Vagina Dentata“. Smoothy, verrucht, erotisch, minimal instrumentalisiert. Dazu kommen sau coole Lyrics, die einfach typisch Aranea sind. Ein richtig cooler Opener und ein starker Anfang für GT 2016! Der Name ist übrigens lateinisch für „bezahnte Vagina„. Bekannt gemacht wurde der Mythos hauptsächlich in der westlichen Welt durch Sigmund Freud . Ich finde das ja schon sehr passend! Etwas düsterer und extremer kommt da schon „Liebe will Beweise“ daher. Richtig starker Gesang, geile Sounds, coole Lyrics. Hier geht es eindeutig um Sadomaso! „Ich liebe meine Vagina“ ist eine Lobes-Hymne auf das weibliche Geschlechtsteil. Sau cool, frech, erotisch, hymnisch! Wie man aber auch immer wieder hämisch grinsen muss bei solchen Liedern der GT! „Tor zur Hölle“ bewegt sich in der selben Kategorie. „Wie eine Krake“ ist ein Lied, in dem es ums Ficken geht. Minimal instrumentalisiert, smoothy, prickelnd, heiß, sehr sinnlich und verführerisch. Richtig geil gemacht auch über die Lyrics, fetten Daumen hoch dafür! Sehr elektronisch kommt „Annika ist tot“ um die Ecke. Araneas Schwärmerei fürs eigene Geschlecht ist hier nicht mehr zu verkennen. Der Track macht richtig Spaß und wer wissen will, warum Annika tot ist, sollte unbedingt mal reinhören, es lohnt sich! „Los, Schlampe, ficken geht immer!“ erklärt sich quasi schon von selbst. Hier wird zwischen elektronisch verzerrtem und normalem Gesang gewechselt, was ich für diese Perle sehr passend finde. Die Devise hier: alles ist scheiße, alles geht den Bach runter, aber Sex geht immer! Das ist mal ne richtig geile Drecksau dieser Song! Gesellschaftskritisch wird es danach bei „Die ganze Welt ist ein Zirkus“. Musikalisch ist es sogar wie typisch Zirkus gehalten, was ich verdammt genial finde! Wenn man schlechte Laune hat, hilft dieses Lied definitiv, um wieder lachen zu können! Sehr empfehlenswert! Und es werde EBM bei „Fleisch für die Hyänen“. Das ist eindeutig die Party-Hymne der CD! Treibend, schweißgetränkt, geile Stimme, geile Lyrics, entzündlich. Einfach nur geil! Beim „Nordsee-Tango“ beweist Madame Peel mal wieder ihre volle Stimmfertigkeit. Klassisch, Chanson, coole Drums, sinnliche Stimmlage.  Einfach beeindruckend, was die Frau gesanglich drauf hat! Allgemein passt hier alles herrlich zusammen. Reinhören lohnt sich! Bitterböse wird es bei „Fette Katzen“. Kurz, schnell, fieser Gesang, bitterböse Lyrics, straight auf die Fresse! Worum es genau geht, verrate ich Euch nicht. Findet es raus! Richtig fein elektronisch präsentiert sich „Angst entstellt den Menschen“. Hier wird richtig auf den Punkt gebracht, was Angst aus einem macht. Ein richtig genialer Track, der eindeutig mein persönlicher Oberfavorit dieser CD ist! Faszinierend, wie eindringlich es hier zu Werke geht. Besonders frech, mädchenhaft, provozierend präsentiert sich „Perverse Mädchen“. Genau so, wie es hier besungen und vertont wird, verhält sich das auch. Der Bandname wird sogar mit eingebaut. Richtig cool gemacht! Wir kommen zum Ende der regulären Tracks mit „Sisyphos will vögeln“. Sisyphos kommt hier aber echt nicht so gut weg, der Arme schaut hier ganz schön in die Röhre. Dargestellt wird das ganze elektronisch, der Gesang ist abwechslungsreich, der Beat kommt verdammt geil und die Atmosphäre kommt richtig gut. Hier darf gefeiert werden! Zum wirklichen Ende kredenzen die Töchter das Herz- und Titelstück „Vagina dentata“ geremixt von Xotox! Das kann sich echt hören lassen, Altmeister Andreas Davids hat da was richtig feines gezaubert und mit dem Original hat es nicht mehr viel gemeinsam. Es ist eine ganz eigene Version, die Euch sicherlich sehr zusagen wird!

Fazit:
Grausame Töchter sind und bleiben einfach ein ganz eigenes Phänomen! Ihre Andersartigkeit macht sie einfach zu etwas ganz besonderem. Musikalisch, vom Auftreten her, sie nehmen absolut kein Blatt vor den Mund, das Blatt wird noch nicht mal vor den Körper genommen. Es wird erneut richtig schön prickelnd erotisch, bissig, bitterböse, verdammt lustig und einfach nur was ganz speziell eigenes. Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, sich diese Band mal zu Gemüte zu führen. Die, die sie schon kennen, werden die neue Platte genau so lieben wie ich. Man kann diese Band einfach nur lieben oder hassen, einen Mittelweg gibt es nicht! Aber egal, wie Ihr Euch entscheidet: die Töchter beschreiten ihren Weg trotzdem und freuen sich, wenn das, was sie tun, gut ankommt.

Tracklist:

01 Vagina dentata
02 Liebe will Beweise
03 Ich liebe meine Vagina
04 Wie eine Krake
05 Annika ist tot
06 Tor zur Hölle
07 Los, Schlampe, ficken geht immer!
08 Die ganze Welt ist ein Zirkus
09 Fleisch für die Hyänen
10 Nordsee-Tango
11 Fette Katzen
12 Angst entstellt den Menschen
13 Perverse Mädchen
14 Sisyphos will vögeln
15 Vagina Dentata (Xotox Remix)

Album bestellen: Out of Line Shop

VÖ: 06.05.2016
Genre: Dark Electropunk
Label: Scanner / Dark Dimensions Label Group

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