FAUN – Midgard (CD-Review)

k146-07-Del-Cover-Mockup.inddMit weit über 800 Konzerten, Chartplatzierungen in den Top Ten, Echo Nominierungen und Gold & Platin Auszeichnungen gehören FAUN nicht nur zur weltweiten Elite der Folk und Mittelalter Ensembles, sondern den sechs Musikern Oliver s. Tyr, Fiona Frewert, Niel Mitra, Stephan Groth, Rüdiger Maul und Katja Moslehner gelingt es auch wie kaum eine andere Gruppe die zeitlose Magie der alten Klänge dem heutigen Publikum so zu verdeutlichen und begreifbar zu machen. Nach der letzten Veröffentlichung ihres Albums „Luna“ im September 2014, mit dem sie Goldstatus erzielten und das als mystisches Konzeptalbum mittlerweile eine besondere Bedeutsamkeit in der Szene genießen, melden sich FAUN nun 2016 mit neuem Material zurück.

Das neue Studioalbum trägt den Titel MIDGARD, ist eine musikalische Reise in den Norden und wird am 19. August 2016 in den Handel kommen. Der neue Silberling beinhaltet 15 Tracks, darunter auch eine neue Version des Songs „ALBA II“, der im Gegensatz zu der älteren Version auf der CD „Eden“ mit einen neuen Instrumentalteil und wunderbaren musikalischen Gäste wie Efren Lopez und Maya Fridman vertreten ist. Wie das alles klingt, das erfahrt Ihr jetzt: Eröffnet wird das Spektakel mit „Midgard Prolog“. Beeindruckender Chorgesang, Rabengeschrei. So muss eine Faun-Platte beginnen! Die brandneue Single „Federkleid“ offenbart sich als perfekte Wahl für einen Vorboten. Mystisch, orientalisch, gute Laune schaffend, berührend, mitreißend, Partystimmung, toller Gesang. Ganz klarer Favorit! „Sonnenreigen Lughnasad“ kommt dann leichtfüßig und altpoetisch daher. Seidenweich, mystisch, beeindruckend, zauberhaft, balladesk. Wahrhaft elfengleich diese Perle! Ein wahres Loblied auf Lughnasadh eben in typischer Faun-Manier! Das bereits angesprochene „Alba II“ gibt sich im Anschluss die Ehre. Oli ist hier mal wieder vorübergehend zu hören und wird von seinen Mädels begleitet. Hymnisch, bewegend, tolle Lyric, wunderschöne Melodien. Teil 2 bekommt einen fetten Daumen! Besonders düster-romantisch offenbart sich die „Nacht des Nordens“. Betörend, eindrucksvoll erzählt, toller Gesang der beiden Damen, wenn ich es richtig gehört habe singt Oli im Refrain mit. Eine feine Ballade für den Norden und der Kern der nordischen Thematik. Wiedererkennungswert haben vor allem die Melodien, mit denen die Faune immer punkten können. „MacBeth“ glänzt durch richtig alte Lyrik, poetisch und tief bewegend. Im gesamten wirkt das Stück sehr elegisch und traurig. Dennoch fasziniert es sehr. Shakespeare wäre sehr begeistert über diese Vertonung! Richtig typischer Mittelalter Folk wird uns mit „Gold und Seide“ vorgetragen. Herrlichste Instrumentierung, engelsgleicher Gesang, mitreißend, bezaubernd. „Brandan“ ist ein Wikinger-Helden-Reise-Epos, das man einfach nur lieben kann! Gesang, Musik, Stimmung – alles passend! „Odin“ schließt sich da gleich an, ist nur entsprechend düsterer als das Liedlein davor. Der Allvater darf hier natürlich nicht fehlen! Den Teil ab der Mitte finde ich besonders beeindruckend und monumental, so als spräche der Herr von Asgard persönlich! Wer kennt sie nicht. Oft vertont, immer anders musikalisch umgesetzt. Die „Rabenballade“. Auch die Faune bringen eine Version mit und die kann sich echt hören lassen! Die Mixtur aus langsam und schnell ist betörend! Hier kommen auch Worte vor, die man sonst nie hier hörte. Das bringt eine nette eigene Note mit ein. Gut gemacht! „Lange Schatten“ beendet das Ganze dann. Wunderfeiner Gesang, hoch poetisch, glasklar, glockenhell, ganz neue Töne der Faune. Das ist ein Abschluss, den man so noch nie von ihnen hörte. Schließt die Augen und begebt Euch einfach mit auf die wundersame Reise!

Fazit: Das Nordische – eine Faszination für sich. Voller Naturwunder und wundervoller Geschichten. Die Faune erzählen sie hier eindrucksvoll und legen eine ganz starke Platte vor, die durchgängig punkten kann. Neue Elemente, alte Stärken, ein super aufeinander eingespieltes Team, klasse Musiker. Die Fans werden aus dem Häuschen sein und Neuankömmlinge werden süchtig werden! Auch Album Nummero 9 punktet somit auf ganzer Linie, dafür einen fetten Applaus. Damit ende ich, bedanke mich für die Aufmerksamkeit, wünsche sehr viel Anhörfreude, sage bis bald und stay tuned!

Tracklist:

01 Midgard Prolog
02 Federkleid
03 Sonnenreigen (Lughnasad)
04 Alba II
05 Nacht des Nordens
06 MacBeth
07 Gold und Seide
08 Brandan
09 Odin
10 Rabenballade
11 Lange Schatten

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VÖ: 19.08.2016
Genre: Medieval Music / Celtic & Nordic Folk / Paganfolk
Label: WE LOVE MUSIC

FAUN im Web:

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