Emil Bulls – Kill Your Demons (CD-Review)

Emil Bulls

Es gibt ein neues Lebenszeichen der Emil Bulls! Seit 1995 stampfen Christoph „Christ“ von Freydorf und seine Mannen durch die Lande und wirbeln dabei ordentlich Staub auf mit ihrer Mischung aus Nu Metal, Crossover, Stoner Rock und Alternative Metal. Vor allem machen sie dabei viel Lärm. Letztes Jahr ver- öffentlichten die Jungs ihren sanften Rückblick „XX (Candleliegt)“, auf welchem sie es sehr viel ruhiger angingen und Akustik-Versionen ihrer Songs darboten und über welches ich Euch berichtete. Das letzte reguläre Werk „Sacrifice to Venus“ liegt nun schon 3 Jahre zurück, zwischendrin erschien noch eine weitere Best of genannt „Those were the Days (Best of & rare Tracks)“. Seitdem wurde am neuen Werk gebastelt.

Dieses erscheint nun endlich am 29.09.2017, ist das 13. und hört auf den vielversprechenden Namen „Kill Your Demons“. 12 brandneue Stücke sind drauf und was viele sehr freuen wird: Fabian „Fab“ Füß, 2003 – 2010 nach dem zweiten Gründungsmitglied Stefan Finauer Meister des Schlagzeugs, ist zurück auf seinem alten Posten! Was das mit den neuen Stücken macht, lest Ihr jetzt. Erstaunlicherweise fängt es auch gleich mit dem Herz- und Titelstück „Kill Your Demons“ an. Und das ist richtig derbe und düster! Wie man es thematisch erwartet. Ein wirkliches Befreiungsmassaker! Da haben die Bulls ihre ruhige Zwischenphase genutzt, um jetzt richtig los zu powern! Sehr guter Anfang! Direkt auch gleich eine der neuen Singles übrigens. Es bleibt fett und entladend mit der zweiten Single „The Ninth Wave“. Diese Welle ist wirklich zerstörerisch, befreiend, rebellierend, extrem, schreit nach Revolution und Freiheit. Reitet auf ihr mit mir und den Bulls und eskaliert entsprechend! Sehr geile Aus- kopplungen! Für beide gibt es auch wieder klasse Videoclips. Etwas „softer“, zumindest stellenweise im Gesang, wird es mit „Black Flags (Over Planet Earth)“. Thematisch ist es natürlich alles andere als soft. Und Christoph macht seinem Ärger definitiv auch Luft! Warum sie diese Fahnen gehifft haben, findet Ihr durch Anhören raus. „Miss Magnetic“ ist ein typischer Bulls Song. Pfeilschnell, alternative, Crossover, Nu Metal. Leichte südländische Elemente fließen hier ein. Zumindest höre ich das so raus. Das Lied macht definitiv süchtig! Das könnte ein neuer Ohrwurm der Band werden! Ich finde Christophs Gesang hier ansprechend. „Once And For All“ fällt in die Kategorie Alternative Metal und entpuppt sich als wahre Hymne. Ich sehe es schon vor mir: waving arms, live, Summer Breeze, alle Arme oben. Und wer die letzten Gigs besucht hat: bei den Bulls stehen Tausende! Schöne Vorstellung! Das kann ja nur gut gehen! Seht es als neue Motivationshymne, wenn die eigene Sonne nicht scheint. Es bleibt hymnisch und wahrlich übermächtig mit „The Anatomy Of Fear“. Wurde ja Zeit, dass das mal wer macht. Hier wird Angst verdeutlicht. Ihre Phasen, Auswirkungen, Emotionen, der Befreiungsschlag. In diesem Fall ein wahrer Hammer, der der Angst das Fürchten lehrt! Steht auf, eskaliert und springt gegen sie an! Aber nicht vergessen: Angst ist nicht nur schlecht, sondern auch sehr gut! „Mt. Madness“. Die Bestie wird von der Kette gelassen. Nu Metal vom Allerfeinsten. Es dröhnt, es scheppert, es gibt Tote. Während der Berserker sich durch alles wütet, was ihm in den Weg kommt. Emil Bulls goes Korn und packen noch mehr Berserkerwut mit rein. Fettes Teil! Eine wahre Granate, die Euch zerfetzen wird! Natürlich darf auch die „Euphoria“ nicht zu kurz kommen. Und euphorisch wird es hier wirklich. Alternative Metal vom Feinsten mit viel Herzblut, Gefühl und hymnisch im Abgang. „In Any Chase Maybe“ hingegen geht wieder voll auf die 12 und legt eine heiße Performance auf die Bretter. Hier wird nach Aufstand verlangt! Fäuste hoch, Wut raus schreien, eskalieren, rebellieren! „Gone Dark“ ist ein verdammt zutreffender Name der nächsten Perle. Die Emil Bulls go wirklich dark! Es dröhnt, es scheppert, es fliegen die Fetzen und Christoph wütet wie eh & je! „Levels And Scales“. Ein Song, der definitiv aus allen heraus sticht. Eine wahre Überraschung und eine ganz besondere Perle. Natürlich auch besonders toll. Aber hört selbst, lasst Euch überraschen! Damit sind wir auch leider schon wieder am Ende angelangt. Aber dafür… gibt es eine wunderschöne und sehr leckere Praline zum Abschluss!!!! „Winterblood (The Sequel)“ ist eines der BISHER GEILSTEN Stücke, die es von den Jungs gibt. Düster, mystisch, heroisch, dunkel-romantisch, entladend, super Soundtrack für Game of Thrones, Vikings etc. Eifach. Nur. Traumhaft. Schön! Unangefochtener Oberfavorit bisher und der Platte!

Fazit: Die Emil Bulls sind zurück! Und das noch stärker, mächtiger, gewaltiger, geballter, Berserker like als zuvor! Oder jemals zuvor? Das entscheidet Ihr. Auf jeden Fall lassen die Jungs ein wahres Monster von der Kette und dieses Monster ist VERDAMMT bissig! Es wird Euch wahrlich aus den Sesseln fegen, Ihr werdet aufstehen, rebellieren, kämpfen und derbe abgehen! Erinnert sich noch jemand an „The most evil Spell“? Den bekommt Ihr hier und zwar fett in die Fresse! Man spürt einfach, dass die Neuzeit auch an der Musik nicht spurlos vorbei geht und die Bulls sind richtig angepisst glaube ich! Anders kann ich mir nicht erklären, warum es hier so dermaßen eins auf die Lichter gibt! Sehr zu empfehlen und ich gehe ganz stark von aus, dass die Bulls Fans euphorisch sein werden!

Tracklist:

01. Kill Your Demons
02. The Ninth Wave
03. Black Flags (Over Planet Earth)
04. Miss Magnetic
05. Once And For All
06. The Anatomy Of Fear
07. Mt. Madness
08. Euphoria
09. In Any Case Maybe
10. Gone Dark
11. Levels And Scales
12. Winterblood (The Sequel)

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VÖ: 29.09.2017
Genre: Metal/Hardcore/Alternative/Rock
Label: AFM Records

Emil Bulls im Web:

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