Dust In Mind – Oblivion (CD-Review)

Dust In Mind

Dust In Mind sind eine fünfköpfige Band aus Frankreich, die seit 2013 die dortige weibliche Nu-Industrial Metal-Szene anführen dank ihrer starken Frontfrau Jenifer Gervais, die gemeinsam mit Sänger und Gitarrist Dam (beides auch bei Blindness) die volle Dröhnung ihrer Mitmusiker nur noch verstärken. Als Einflüsse geben sie Korn, Gojira, Pain & Lacuna Coil an. Wenn das mal nicht hungrig macht! Aus Straßburg stammend, erwartet Euch eine atemberaubende visuelle und ohrenbetäubende verführerische Walze. Nach vielen Shows als Support von Größen wie Machine Head, Evergrey & Samael unterschrieben sie einen Vertrag beim deutschen Label darktunes Music Group (Sony / Soulfood). Ihr Album-Debüt „Never look back“ 2015 mit der gleichnamigen Single erntete riesen Belobigungen von Magazinen wie der Legacy, Metal Hammer, Rock Hard & dem Orkus und schlug allgemein ein wie eine Bombe. Die Zeichen stehen auf Angriff und sehr gut für DIM! Es ist vielleicht noch spannend zu wissen, dass die Franzosen seit Neuestem mit neuem Bassisten und Drummer am Start sind.

Seit dem 07.04.2017 ist nun endlich der Nachfolger „Oblivion“ draußen und 10 brandneue Monster warten darauf, Euch zu entführen in eine grandiose Welt voller Lärm, Schönheit und vorgehaltenem Spiegel. Was Euch erwartet, erfahrt Ihr jetzt. Eine der Singles, namentlich „Get Out“, eröffnet. Derbes Gekeife von Dam, allerfeinster Gesang von Jennifer, richtig feiner Industrial Nu Metal und eine Melodie, die sofort mitreißt. Das wird definitiv ein neuer Ohrwurm! Gleichzeitig soll er den Hörer auch motivieren, sich nicht unterkriegen zu lassen. Single Nummer 2 heißt „Spreading Disease“. Düster, gigantisch, hymnisch, klasse vorge- tragen, explosiv, geniales Musikvideo, richtig derbe Abrechnung mit all diesen widerlichen Kreaturen (Pädophile, Mörder, Menschen die mit anderen nur spielen und Fädenzieher). Über das Musikvideo wird das noch klarer und es ist ein wahrer Augenschmaus geworden. Richtig gute Hymne! Fetten Daumen und tiefen Kniefall dafür! „Lullaby“ klingt wie eine richtige Verneigung vor Korn und Pain. Derbes Gedröhn, hymnische Keyboard-Parts, wunder- schöner Zwischenteil, sehr abwechslungsreich. Richtig cool gemacht von den Franzosen. Das ist ein Schlaflied für die Untoten! „I’m Different“. Ein Lied für alle Andersartigen, Ausge- grenzten, Abgelehnten. Das Musikvideo spielt in einer Schule und die Schluss-Szene ist einfach nur wunderschön! Unbedingt anhören, wirken lassen, Andersartigkeit feiern! Jennifer trägt das aber auch wundervoll vor und Dam schreit sich die Seele aus. Ach ja, übrigens: Single Nummer 3. „MRS. Epilepsy“ fängt mal ruhig an. Wunderschöne Piano-Parts, tief berührender Gesang von Jennifer, elegisch, romantisch, packend, heraus stechend. Es folgt das Herz- und Titelstück „Oblivion“ und viele Fans des gleichnamigen Games werden sich hier ganz besonders freuen. Es ist eine Speed Metal Todeswalze geworden, die einfach alles weg sprengt, was da so kreucht und fleucht. Ich finde, diese Walze hat auch etwas Heroisches. Hört Euch das unbedingt an, lasst Euch mitreißen und eskaliert gescheit! „Born To Fight“ musste natürlich direkt danach kommen und es ist natürlich logisch, um was es geht. Düster, kraftstrotzend, gewaltig, intensiv, explosiv. Der Gesang beider Stimmen ist hier richtig genial. „Too Far“ hingegen ist eine tiefe Verneigung vor den italienischen Kollegen Lacuna Coil. Wundervoller Gesang von Beiden, Dam beweist Klargesang-Qualitäten, es gibt feinsten Goth Metal. „Anesthesia“. Alleine der Name hat genug Magie. Es erwartet Euch feiner französischer Nu Metal mit genug hymnischen Momenten und ordentlich Gedröhn. Zum Abschluss gibt es mit „Coward“ eine weitere Todeswalze. Fast Death Metal-ähnlich klingen einige Parts, andere erinnern an Children Of Bodom. Auf jeden Fall wird auch hier ordentlich gesprengt. Geiles Finale!

Fazit: Es ist äußerst schwierig, ein top Debüt-Album zu toppen oder darauf aufzubauen. Dust In Mind hingegen schaffen das, was nicht alle schaffen: sie toppen ihr Debüt bei Weitem! Das neue, aktuelle Line-Up hat einiges drauf und es wird los gelegt, dass die Hütte brennt! Nu Metal, Industrial Metal, Goth Metal, Death Metal, Balladen – die Jungs und ihre schöne, sehr talentierte Frontfrau haben ein großes musikalisches Spektrum und wie gesagt einiges auf dem Kasten. Auf ihrem Nachfolger thematisieren sie Motivation für ihre Hörer, rechnen mit Bestie Mensch ab und es geht in die Medizin / Gesundheit. Also richtig empfehlenswert, was hier passiert! Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Dust In Mind, sage bis bald, stay tuned & stay heavy! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01. Get Out
02. Spreading Disease
03. Lullaby
04. I’m Different
05. MRS. Epilepsy
06. Oblivion
07. Born To Fight
08. Too Far
09. Anesthesia
10. Coward

Bestellen: Amazon

VÖ: 07.04.2017
Genre: Metal
Label: darkTunes Music Group

Dust In Mind im Web:

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