Darkhaus – When Sparks Ignite (CD-Review)

darkhaus-when-sparks-igniteHeute geht es um DARKHAUS. Sie sind eine international besetzte Dark-Rock-Band, deren Mitglieder aus Schottland, USA, Österreich und Deutschland stammen. Als Heimatstadt gibt die Band Livingston in Schottland an. Gegründet wurde Darkhaus im Jahre 2011 von Gary Meskil (Pro-Pain) und Rupert Keplinger (Eisbrecher), der u. a. für Peter Maffay (Tabaluga), Oomph!, Stephan Weidner und Laith al Deen tätig war. Meskil brachte von Pro-Pain den Gitarristen Marshall Stephens mit in die Band, Schlagzeuger Paul Keller und der in Florida lebende schottische Sänger Ken Hanlon komplettieren Darkhaus. Im März 2013 schloss die Band einen weltweit gültigen Vertrag mit SPV ab. Ende 2013 bis Mitte 2014 tourten sie als Support für namenhafte Künstler wie Unzucht, Subway to Sally und Eisbrecher durch die Lande und machten sich einen Namen. Das zuvor veröffentlichte Debüt-Album „My own Shelter“ brachte ihnen zusätzliche Erfolge ein. Am 10.08.2014 folgte ein Auftritt auf dem M´era Luna. Bald folgte die erste eigene Tour, die im Rahmen der „Providence“-EP stattfand und deren Namen trug. Einige Kollegen der Print- und Online-Magazine betitelten Darkhaus 2013 und 2014 als Top-Newcomer und Newcomer des Jahres.

Jetzt, am 30. September 2016, folgt endlich das sehnlichst erwartete zweite Album namens When Sparks Ignite über SPV Records. Die Scheibe beinhaltet zwölf brandneue neue Tracks. Die aktuelle Single „All of Nothing“ macht den Anfang. Eindringlicher Gesang, derbes Gekeife, feiner Dark Rock, dröhnende Instrumente. Perfekter Opener, super Singlewahl, perfekter Start für Darkhaus 2016! „The last Goodbye“ ist eine richtig feine, eingängige, tief gehende Dark Rock Perle, die ordentlich dröhnt und dennoch viel Wehmut und Elektronik mit bringt. Mit Flüstergesang wird in die Hymne „Feel my Pain“ gestartet. Dieser Track ist für große Hallen und riesige Emotionen da. Ausladend, herzlich, dramatisch, tausende Liter Herzblut, berührender Gesang, feinster Rock. „Second Chance“ wird definitiv ein neuer Live-Garant, klatschen und hymnisches „ooooooooooooh wohoooooooo“ ist bereits mit eingebaut. Der Song geht ordentlich ab, weiß mitzureißen und überzeugt sofort. „After the Heartache“ lässt deutlichste Einflüsse der anderen Bands der Mitglieder vernehmen. Ein bisschen Oomph!, ordentliche Prise Pro-Pain, fettes Gedröhn, feine Electro-Linien, klasse Gesang, dazu feinster abwechslungsreicher Dark Rock. Und vor allem: ganz viel Darkhaus! Eine kleine, feine Ballade präsentiert sich über „Helpless“. Passend zum Namen ist das Stück auch gemacht. Gewaltig, ausladend, flehend, verzweifelt, ele- gisch, tief treffend, bittersüß, wunder- schön. Einfach nur klasse! „Devil´s Spawn“ verhält sich auch seinem Namen entsprechend. Fies, böse, höllisch gut, verführend, pfeilschnell, gewaltig, energisch. Hammer Brett und mit 4:47 das zweitlängste! „Oceans“ ist eines der packendsten Stücke der CD. Wunderschön, wechselhaft, tief treffend, berührend, mitreißend, düster – einfach wie die Ozeane selbst, versehen mit toller Lyrik! Für die Ozeane! „Lonesome Road“ lädt zum Autofahren und eskalieren ein. Auf einer dieser lonesome Roads kommt der Track bestimmt mega. Ganz alleine mit sich selbst, der Natur, seinen Gedanken und seinem Auto oder seinem Maschinchen. Toller Gedanke, toller Song, trauriger Grundtenor! „To live Again“ ist die absolute Krönung aus derbem dunklem Electro, feinem Dark Rock und fettem Metal. Darüber thront die geile Stimme von Ken. Richtig starkes Monster! Ein wunder- schönes, trauriges Klavier leitet in „Tears of Joy“ über. Verständlicherweise mit 4:56 die längste Perle der CD und die schönste melancholischste. Es besteht nur aus Gitarren, Klavier und Gesang. „Bye Bye Blue Skies“ ist nicht nur ein Name – das ist hier Programm! Hier ist nix mehr blau – hier ist alles pechschwarz! Ein ordentliches Gewitter bricht hier los und vernichtet alles, was da steht und geht. Durch die elegische Ballade vorher haben die Jungs Kraft geschöpft und entladen sich hier geballt wie ein Panzer! Vorsicht, hier wird scharf geschossen! Was für ein fettes Ende, die Apokylpse hat einen neuen Titeltrack!

Fazit: Darkhaus übertreffen sich selbst und toppen ihre beiden erfolgreichen Vorver- öffentlichungen noch einmal! Ihre Produktion ist dieses mal noch fetter, die Gangart derber, Electro und Metal mischen sich dazu. Zu unseren aktuellen Zeiten kein Wunder. Dennoch sind feine, gefühlvolle Passagen immer noch groß geschrieben. Die Jungs zeigen, dass sie alle Erfahrungen mitbringen und Kens Stimme befriedigt einfach jedes Ohr! Dark Rock Fans und Fans härteren Metals dürfen hier ruhig mal reinhören, empfehlen kann man es jedem! Damit ende ich, bedanke mich bei Darkhaus und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 All Of Nothing
02 The Last Goodbye
03 Feel My Pain
04 Second Chance
05 After The Heartache
06 Helpless
07 Devil’s Spawn
08 Oceans
09 Lonesome Road
10 To Live Again
11 Tears Of Joy
12 Bye Bye Blue Skies

Bestellen: Amazon / POPoNAUT

VÖ: 30.09.2016
Genre: Dark Rock
Label: Oblivion (SPV)

Darkhaus im Web:

Homepage

Facebook