Ash Code – Posthuman (CD-Review)

Ash Code: Leider ist nicht allzu viel bekannt über das italienische Trio, bestehend aus Alessandro (Sänger), Claudia (Synths, Gesang) und Adriano (Bass, Drum Pad). Gegründet haben sie ihre Band im Januar 2014 und sie kreieren eine Musik, die sie ElectroWave nennen. Diese beschreibt eine Collage aus Darkwave, Lärm und elektronischer Sounds durch eine solide Drum-Maschine.  Dunkle Balladen und obsessive Beats, tiefe und melancholische Synthesizer, Verzerrungen, Verzögerungen. Licht und Schatten. Tänze des Todes. Visionen und Theatralik. Codierte Asche. Man darf also durchaus auf das neue Ergebnis gespannt sein. Ein Debüt-Album und zwei EPs sind schon entstanden.

Am 27.02. erschien ihr zweites Album „Posthuman„. Darauf finden sich 12 Songs, die wir und ich heute ausführlich für Euch testen. „It´s Time to face the Abyss“ macht den Anfang und zeigt genau das eben beschriebene wirklich wundervoll. Düstere Atmosphäre, atmosphärische Dunkelheit, wunderschöne Melodien, eine angenehme Stimme, starke Drums, ein guter Bass. Gleich einer meiner Favoriten und ein richtig guter Start für Ash Code 2016! „Nite Rite“, eine der Singles, folgt gleich auf Position Nummero 2. Richtig nette Wahl, eine ausgelassene Retro Charme Nummer mit Wohlfühlfaktor. Richtig gut gemacht! Schnell, romantisch, starke Drums, große Emotionen, großspurig, begeisternd, packend, mitreißend. So präsentiert sich „Challenging the Sea“, ein weiterer Favorit. „Insensitive“ beginnt sehr verzerrt und geht schon fast in Richtung Industrial, bevor es in eine warme Post Wave Rock Perle umschlägt, die sich Alessandro und Claudia gesanglich teilen. Feines Lied, das die 3 da gebastelt haben! „Sand“ hingegen wird durch einen Tieftoner-Bass dominiert in Kombination mit schönen Synth-Melodien, guten Drums und verzerrtem Gesang. Tänze des Todes, Visionen und Theatralik. Genau das mit einem guten Schuss Melancholie und Spielfreude findet sich hier. Der Titeltrack „Posthuman“ passt sehr gut zu dem, was man da hört und umschreibt das Album als Herzstück sehr gut. Düster, vielschichtig, dröhnend, begeisternd, vereint viele Stile. Ein richtig genialer Track und weiterer Favorit! Auch der Name ist sehr treffend gewählt. „The last Stop“ ist die größte Überraschung unter den Liedern. Schnell, kurz, stark, packend, ausgelassen, freaky, abgedreht. Diese Nummer macht richtig viel Spaß! Es ist auch die kürzeste mit gerade mal 2:58. Zum Ausgleich folgt dann gleich mit 4:34 die zweitlängste Perle der Scheibe „Alone in your Dance“. Große Emotionen, starke Instrumentierung, berührender Gesang von Claudia in Kombination mit kurzen Einsätzen von Alessandro. Absoluter Favorit! Da muss natürlich auch die längste Perle „Fragments“ im Anschluss folgen mit 4:53. Großspurig, hoch emotional, slow down, mitreißende Sounds, starke Beats, guter Rhythmus. Alles, was man für einen tollen Düsterdisco Abend braucht! Auch mit der brandneuen Single „Tide“ haben sie alles richtig gemacht. Anhören lohnt sich extremst! Dominant elektronisch wird es bei „Try to be me“, versehen mit viel Verzerrung und interessanten Elementen. Einen fulminanten Abschluss bekommen wir mit „A new Dawn“ serviert. Cold Post Punk Wave mit wunderschönen Melodien, einem Schuss Melancholie und viel Gefühl findet sich in diesem Goldstück. Für solch Scheibe wie diese das perfekte Schlusslied!

Fazit:
Hier ist ein strahlender Stern geboren! Ash Code faszinieren von der ersten Sekunde an und obwohl noch so jung, machen sie den alten Hasen richtig fette Konkurrenz! Hier ist ein würdiger Nachfolger gefunden! Man fühlt sich in eine frühere Zeit Musikhistorie versetzt, was der Musik der drei Italiener einen fetten Bonuspunkt einbringt. Wunderschöne Melodien, back to the roots, Spielfreude, Herzblut, Emotionen, ganz großes Ohrenkino und vorm geistigen Auge – es ist erstaunlich, was hier geschafft wird. Jeder, der die Anfänge der Szene verfolgt und bevorzugt, ist hier sehr gut aufgehoben!

Tracklist:

01. It’s Time To Face The Abyss
02. Nite Rite
03. Challenging The Sea
04. Insensitive
05. Sand
06. Posthuman
07. The Last Stop
08. Alone In Your Dance
09. Fragments
10. Tide
11. Try To Be Me
12. A New Dawn

Album bestellen: Amazon

VÖ: 27.02.2016
Genre: Electrowave
Label: Swiss Dark Nights

Ash Code im Web:

Homepage

Facebook