Acylum – Filthy Memories (CD-Review)

Acylum

Acylum – jedem harten Fan, pur ehrlicher, extrem düsterer Elektronik müsste bei dem Namen ein Licht aufgehen! Seit 2004 existiert dieses Aggrotech-Projekt, bestehend aus Pedro „Acylum“ Engel (Music & Vocals) und seine Frau Nadine „Cooraz“ Engel (Lyrics & Vocals, aus den Tiefen der Hölle und es wird höchst aktiv musiziert. Und das auf mehreren Spielwiesen, darunter Totem Obscura, Aengeldust und eben auch Acylum. 6 Alben gibt es bisher, darunter auch eins, welches sie mit ihrem Zweitprojekt Totem Obscura vermischt haben. Genau so viele EPs existieren, darunter auch eine in „Zusammenarbeit“ mit Totem Obscura. Die letzten beiden Veröffentlichungen waren das Album „Pest“ sowie die EPs „Hate“, „Zigeunerjunge“ und „Venom“ im Jahre 2015.

Seit dem 12.06.2017 existiert ein ganz besonderes Schmankerl für die Fans. Darauf sind 16 unreleased, rare & Demo Songs der Beiden. Das Ganze nennt sich „Filthy Memories“, ist mit einem netten Artwork versehen und ich berichte Euch heute darüber. Es eröffnet „Dead Culture“. Störfrequenzen, entsprechende Samples, dröhnende Beats, absolute Dunkelheit, keifend wütender Gesang. So muss eine Acylum Platte beginnen! Fettes Teil, perfekt für die aktuelle Zeit! „Black Rose“ hingegen ist die absolute Aggrotech Düsterelectro Perle. Eingängig, ergreifend, fast schon romantisch, elegisch. Hört man so selten von den Beiden. Klingt aber verdammt gut! Acylum können also auch ruhig, eingängig und gefühlvoll. „Ich bin das Böse“ ist Acylum musikalisch wie auf den Leib geschneidert. Düster, dröhnend, thematisch perfekt umgesetzt, passend keifender Gesang, passende Samples. Die Hölle selbst hätte es nicht besser machen können. Es folgt die erste Zusammenarbeit, und zwar mit Hydra Division bei dem Song „Ostracized“. Die Stärken beider Bands vereinen sich, der Gesang kommt vom Ko-Operationspartner. Hydra Division ist übrigens ein Harsh EBM / Industrial Projekt aus Athen. Immer wieder erstaunlich, aus welchen Ecken der Welt düstere Musik kommen kann! Es folgt die „Dead Culture (V.2)“. Es wird military, schon fast Feindflug like. Ich mag beide Varianten, V.2 gefällt mir ein Stückchen besser. Wählt selbst, was gefällt oder sogar besser gefällt. V.2 wird auf den Dancefloors definitiv rocken! Es wird wieder deftig mit „Final Shot“. Industrial Sounds wie aus der Fabrik dröhnen da aus den Boxen, Horrorfilm Sequenzen blitzen dazwischen auf, eine düster-gruselige Atmosphäre herrscht. Richtig gut gemacht! Es folgt ein Wynardtage Remix für „Fatal Decrease“. Die beiden Bands haben in der Vergangen- heit ja schon miteinander gearbeitet, es war jedesmal top und ich hoffe, da kommt noch einiges zustande. Auch Alien Produkt wurden für eine Zusammenarbeit arrangiert. Der Track nennt sich „Persecucion Agonica“ und ist düster futuristisch gehalten. Was absolut anderes von Acylum, sticht auch definitiv raus, ist aber klasse geworden! „Endlos (Demo)“. Roh, knarrzend, dröhnend, eingängig, düster, ergreifend. Das muss aus der Anfangszeit der Beiden stammen. Odin sei Dank hat es dieses Demo auf eine CD geschafft. Und das zurecht! Es dröhnt wieder mit „Body Crash (Demo)“. Und wie das scheppert! Das ist purer Industrial meine Lieben! Definitiv das Deftigste, was die Platte zu bieten hat. Es geht weiter mit „Tote Stimmen (Demo)“. Hier gibt es den Beweis, dass Krach und Gefühl eine mega Kombo abgeben. Sehr empfehlenswert! Es folgt eine Zusammenarbeit mit Nano Infect namens „Parasite“. Auch hier vereinen sich beide Bands zu einer top Einheit und dabei heraus kommt ein prima Aggrotech Track. Feines Instrumental! Danach knarrzt und dröhnt und scheppert es mit dem „Schlaghärte Demo“. Noise, Industrial, pure Eskalation. So muss das! Das Herz- und Titelstück „Filthy Memories (Demo)“ hat es auch in sich. Düster, eingängig, packend, ergreifend, creepy. „Where the Giants meet (Demo)“ passt perfekt in die Album- thematik und zum Cover Artwork. Irgendwie klingt es auch wie der Titel eines neuen Peter Jackson Films. Wer ihn nicht kennt, das ist der Ressigeur von Herr der Ringe und dem Hobbit. „Follow me (Rough Version)“ ist ein Lied, das ebenfalls heraus sticht. Düster, geheimnisvoll, mystisch, betörend, Flüstergesang von Beiden. Interessant gemacht. Damit sind wir leider auch schon am Ende angelangt.

Fazit: Acylum sind eine absolute Macht und keines ihrer gemeinsamen Projekte ist irgendwie wegzudenken. Diese „Compilation“ ist ein wirkliches Geschenk an die treue und immer mehr wachsende Fan-Gemeinde. Es wäre wirklich jammerschade gewesen, auf all die schönen Tracks zu verzichten. Super abwechslungsreich, mannigfaltige Talente der Band kommen an´s Dunkellicht, ein prima Wynardtage Remix ist dabei, die Zusammenarbeiten sind ge- glückt. Was will man mehr! Let there be darkness!

Tracklist:

01 Dead Culture
02 Black Rose
03 Ich Bin Das Böse
04 Ostracized
05 Dead Culture (V.2)
06 Final Shot (Original Version)
07 Fatal Decrease (Wynardtage Remix)
08 Persecucion Agonica
09 Endlos (Demo)
10 Body Crash (Demo)
11 Tote Stimmen (Demo)
12 Parasite
13 Schlaghärte (Demo)
14 Filthy Memories (Demo)
15 Where the Giants Meet (Demo)
16 Follow Me (Rough Version)

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VÖ: 12.06.2017
Genre: Industrial / Electro
Label: Alfa Matrix

Acylum im Web:

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