WOLFCHANT – Bloodwinter (CD-Review)

Seit 2003 beweisen die niederbayrischen Pagan Metaler um Sänger Mario „Lokhi“ Möginger, dass der sprichwörtliche „Metal Hammer“ nicht nur in Skandinavien hängt. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung ihres aktuellen Albums „Embraced by Fire“ im Jahr 2013 gingen WOLFCHANT zusammen mit Arkona, Varg, Alestorm, Ex Deo, Thyrfing, Bornholm und Kalmah auf die Paganfest Europatour. Im Sommer 2014 trennte sich die Band von Keyboarder Gvern, Bassist Sarolv und Gitarrist Ragnar. Doch bereits im April 2015 wurden mit Sertorius (Bass) und Gorthrim (Gitarre) zwei neue Musiker gefunden und die Band war wieder komplett. Jedoch wurde die Stelle am Keyboard nicht mehr neu besetzt. Mittlerweile gehört die Band um Lokhi, Nortwin, Skaahl, Norgahd, Gorthrim und Sertorius zur Speerspitze der internationalen Viking / Pagan Metalszene. Stärker als je zuvor untermauern zahlreiche frenetisch gefeierte Auftritte auf verschiedensten Club- und Festivalshows sowie Tourneen in Europa ihren Werdegang.

Am 13.01.2017 erscheint nun das lang ersehnte sechste Studioalbum Bloodwinter über das Label Wolf Metal Records. Auf dem Silberling befinden sich 11 brandneue Titel. Wie sich das alles anhört, erfahrt Ihr jetzt: Es beginnt eisig kalt mit „Nornensang“. Man hört es stark wehen und Gewehrsalven gleich erklingen die Drums. Heroische Melodien und elfengleicher Frauen-Opern-Gesang erklingt. Mächtiges Intro! Das Ganze leitet über in die heldenhafte Nummer „Schicksalsmacht“. Alleine der Name ist episch, das Lied ist es ebenso. Auf die Pferde und auf zu Felde! Die Bandhymne „Wolfchant (A Wolf to Man)“ ist geballter, energiegeladener Pagan Metal mit ordentlich Wucht. Eskalieren und ab- gehen bitte, dabei Fäuste und Hörner hoch! „Das Bollwerk“ wechselt zwischen derbem Pagan Metal und ruhigen Elementen. Ein Liedlein, das dem Bollwerk gerecht wird! Das Herz- und Titelstück „Bloodwinter“ könnte dramatischer, dunkler, geballter, ge- waltiger und eingängiger nicht sein. Wird dem Cover gerecht und ist ein würdiger Albumsvertreter, der den Albumnamen super erklärt! „Heritage of Fire“ punktet durch Eingängigkeit und Geschwindigkeit. Die Jungs haben es echt derbe drauf alle, da sind Meister am Werk! Eine Walze, die Euch mitreißen wird! „Sehnsucht“ gehört mit seinen 3:43 zu den „kürzesten“ Liedern. Extrem eingängig, gefühlvoll, mächtig, überwältigend. Einfach nur geil! „Prelude to Revenge“ ist eine kleine, extrem feine Einleitung zu „Anthems of Revenge“, die nur von Michael „Nortwin“ Seifert gesungen wird. „Anthems of Revenge“ hingegen ist die absolute Rache-Revolution-Schlacht-Hymne. „Am Schlachtfeld“ unterscheidet sich da nur in der Stimmung. Neben einem mächtigen Kriegsschwadron wird hier die Pagan / Viking Seite ausgelebt. Sehr empfehlenswert! Mit „New born Killer“ legen die Jungs noch mal richtig los und verabschieden sich mit einem Knall! SO verhalten sich gestandene Männer, Wikinger und Soldaten! Was ne Granate!

Fazit: Also fetter geht nimmer! Gerade dieses Album zeigt die Einzigartigkeit von Wolfchant in ihrem Genre. Überaus talentierte Musiker, Meister an ihren Instrumenten, zwei gnadenlos talentierte Sänger, Klargesang und Geschrei, Tiefgang, Vielseitigkeit, Epik, Gedröhn, klasse Thematiken, gestandene Männer. Hier gibt es nicht zu meckern und eines DER Metal Alben nächstes Jahr ist hier schon mal gefunden. Respekt Jungs, weiter so! Die Fans und die Fans der Genres werden überaus begeistert sein. Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei Wolfchant und Euch, sage bis bald und stay tuned! Skal, heil Odin! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01. Nornensang
02. Schicksalsmacht
03. Wolfchant (A Wolf To Man)
04. Das Bollwerk
05. Bloodwinter
06. Heritage of Fire
07. Sehnsucht
08. Prelude to Revenge
09. Anthems of Revenge
10. Am Schlachtfeld
11. New Born Killer

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VÖ: 13.01.2017
Genre: Epic Pagan Metal
Label: Wolf Metal Records

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