Stoppenberg – Ultimate Power (CD-Kritik)

Stoppenberg

Essen Stoppenberg ist ein nordöstlicher Stadtteil in der Ruhrgebietsstadt Essen. Auf ungefähr 5 qm haben über 16.000 Einwohner eine Heimat gefunden. Stoppenberg ist aber nicht nur ein Essener Stadtteil, sondern auch das EDM Projekt Jan Loamfields. Seit 2014 erfreut das insgesamt dritte Projekt des Esseners. Neben Stoppenberg versorgt Jan Loamfield die Szene mit knallharten Sounds in Form von X-Fusion und Noisuf-X. Nachdem 2017 Noisuf-X mit „Banzai“ Nachschub lieferte, wird es 2018 Zeit auch Stoppenbergs Diskographie zu erweitern. „Ultimate Power“ heißt das neuste Werk und soll den geneigten Elektrofan mit Bässen, Beats und viel Elektrosound versorgen, aber auch mit tanzbaren Rhythmen bedienen. Dafür soll „Ultimate Power“ mit 14 brandneuen Tracks sorgen.

Schon das Intro zeigt, dass den Hörer ein elektrolastiges, aber auch melodisches Album erwartet. Melodisch für Jan Loamfields Verhältnisse. Bei Stoppenberg sind die Rhythmen und Melodien der einzelnen Tracks weicher und kicken nicht in some (B)Ass. Was nicht bedeutet, dass Stoppenberg Weichspülelektro ist. Schon der erste Track „I’m On Fire“ knallt dank den satten Bass direkt in den Gehörgang und liefern dazu noch eine rhythmisch tanzbare Melodie. Zwischendurch ertönt eine Stimme und wiederholt immer wieder den gleichen Satz. In diesem Stil sind auch die weiteren Tracks gestrickt. Ein Mix aus kräftigen Beats, einer tanzbar dunklen Melodie und einigen Zitaten, die das Gesamtbild abrunden oder die Tracks nicht monoton und langatmig wirken lassen. „The Truth“ beispielsweise verbindet düstere Klänge mit prägnanten Synthiesounds und erneuten Zitaten. Wenn die eingängige Melodie in den Hintergrund gerät, wird der Hörer von anhaltenden Bässen verwöhnt. Trotz derselben Struktur der einzelnen Tracks schafft es Jan Loamfield, dass jeder einzelne Song eine individuelle Note hat. Ob es nun die Melodie ist oder das Spiel mit verschiedenen elektronischen Konstellationen; Fakt ist, dass die Lieder sich voneinander unterscheiden. Kein langer Track mit verschiedenen Kapiteln, so wie man es mittlerweile öfters vorgesetzt bekommt. „Calm Down“ bedient sich des gleichen Musters, doch schleicht sich der Bass dumpf tief durch das Lied und die eingesetzten elektronischen Elemente untermauern diese Schwermut. Der perfekte Track, um beim Tanzen mal durchzuatmen und die Beine langsam zu bewegen. Auch „The Fate Of Chaos“ ist ebenfalls ein schwerfälliger Track, der aber noch dunkler wirkt als „Calm Down“. Dieses schwer- fällige verleiht dem Track eine besondere Note, die vor allem durch die gut platzierten Elemente hervorgehoben wird. Um von lästigen Wiederholungen fern zu bleiben kann gesagt werden, dass Stoppenberg es versteht, was die tanzende Masse hören möchte. Wer „Ultimate Power“ in seinen Plattenspieler legt, wird gezwungen sein sich rhythmisch zu bewegen. Anders als bei X-Fusion und Noisuf-X kann das Tanzbein auch langsamer geschwungen werden und auch sonst besitzen die Tracks eine ausgelassene Atmosphäre, die weder zu hart einprescht, aber auch nicht zu weich ist. Im Gegenteil; die Tracks besitzen jeder für sich eine gewisse Power, die jedes Mal neu entfesselt wird. Diese Power wird in Clubs oder auf Feten bestens entfesselt und sie garantiert, dass jeder im Raum tanzen wird. Auch hat sich der Herr was Feines ausgedacht, damit die Tracks nicht langgezogen wirken. Denn diese sind mit durchschnittlich 3:45 Sekunden nicht sehr lang und können deswegen die volle Kraft entfalten und schöpfen das Maximum aus den Boxen. Stoppen- berg bedient vor allem die Tänzer der Szene.

Fazit: Stoppenberg hat mit „Ultimate Power“ das Rad nicht neu erfunden. Der strukturierte Aufbau der Tracks ist schnell entschlüsselt und leider ist keiner der Tracks bahnbrechend. Fakt ist aber, dass die 14 Tracks starke Platte eine unermessliche Power aufweist, die ihresgleichen sucht. Jeder Track besitzt eine einzigartige Note, die ihn individuell macht. Die Kürze der Lieder bewirken, dass sie sich nicht ziehen wie ein drei Tage alter Kaugummi. Ein insgesamt sehr gelungenes Werk, was die Tänzer der Nation bereichern wird.

Tracklist:

01 Intro
02 I’m On Fire
03 Hold The Line
04 The Truth
05 It’sAlright
06 Ultimate Power
07 Not Today
08 Spit It Out
09 Calm Down
10 Fight And Destroy
11 Make Yourselves Ready
12 The Fate Of Chaos
13 Let’em Taste Death
14 Twilight

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VÖ: 08.02.2018
Genre: EBM | TBM | EDM
Label: X-BEATS

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