Seether – Poison The Parish (CD-Review)

Seether

Die Post-Grunge-Szene kann aufatmen und sich riesig freuen: Seether sind wieder da! Seit 1999 rocken sich die Jungs aus Südafrika um ihren extasischen Frontmann Shaun Morgan durch die Lande. 7 Alben, ein Live-Album, 4 Kompilationen, 5 EP´s ebenso wie etliche Singles und Evergreens existieren bereits von ihnen. Ihr Bekanntheitsgrad ist riesig, nur die Wenigsten kennen Seether nicht oder haben noch nie von ihnen gehört / gelesen. Das nennt man Erfolg! Seether haben es geschafft. 2014 erschien ihr letztes Album „Isolate and Medicate“.

Am 12.05.2017 erscheint nun endlich Werk Nummero 8 genannt „Poison the Parish“. 12 brandneue Stücke sind darauf zu finden. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Ein gescheites Post-Grunge Brett namens „Stoke The Fire“ eröffnet auch gleich. Feine Melodien, prima eingängiger Gesang, Ohrwurm-Qualitäten. Dieses Lied brennt sich auf jeden Fall gleich ein. Guter Opener! „Betray And Degrade“ hingegen ist eine feine Grunge Rock Nummer, die sich ebenso schnell einprägen wird. Der Gesang in Verbindung mit den Melodien gefällt mir hier besonders gut, gerade dieses Zusammenspiel macht die Ohrwurm-Qualitäten aus. Im Mittelteil zeigen die Jungs ihr großes Potenzial an ihren jeweiligen Instrumenten und es geht straight nach vorne und gut ab! „Somehing Else“ kommt sehr balladesk und eingängig daher, dennoch ist genug Bombast dahinter. Große Emotionen treffen auf guten Rock. So entstehen große Hits. Ich könnte mir vorstellen, dass es diese Perle auch weit bringen kann. Überzeugt Euch selbst. „I’ll Survive“ ist einer meiner Favoriten. Großspurig, kraftvoll, energiegeladen, eingängig, straight nach vorne, unmissverständlich. Definitiv ein Anhörtipp! Danach präsentiert sich die Single „Let You Down“. Starker Gesang, coole Atmosphäre, geht gut ab, irgendwie abrechnend. In jedem Fall eine gute Singlewahl! „Against The Wall“ ist etwas ganz Besonderes. So hat man Seether meines Erachtens noch nie gehört. Höchst emotional, fast himmlisch anmutend, hell, freundlich, gigantische Emotionen, traumhafte Melodien, einfach nur elegisch und wundervoll, sehr mitreißend. Absoluter Oberfavorit! Es bleibt höchst emotional bei „Let Me Heal“. Eine kleine feine tief gehende Ballade. Muss man mal gehört haben! „Saviours“ hingegen lädt dann wieder zum Abgehen ein und liefert euch die Helden für Euren grauen Alltag. So lässt man sich gerne retten. „Nothing Left“ ist mit das derbste, was die Platte zu bieten hat. Verlangt die Thematik aber auch. Düster, melancholisch, selbstzerstörerisch. In einer ähnlichen Stimmung bleibt auch „Count Me Out“, nur dass es noch paar Schippen drauf legt. „Emotionless“ ist mit 5:22 das längste Liedlein der CD. Absolut verdient. Zweiter Oberfavorit. Hört mal rein, dann wisst Ihr wieso. Name verrät ja schon genug. Ich finde es richtig genial gemacht! „Sell My Soul“ liefert den perfekten Abschluss. Höchst emotional, hell, elegisch, balladesk, tief treffend, Milliarden Liter Herzblut, geht direkt in die Seele. Grandioses Finale, das man sich immer wieder anhören kann!

Fazit: So habe ich Seether ewig nicht gehört. An Emotionalität ist das hier kaum zu über- bieten. Sei es nun tief melancholisch, derbe angepisst oder höchst himmlisch – die Jungs liefern einmal die komplette Palette. Ein riesen Gefühls-Riesenrad wenn man es so nimmt. Zu Tode betrübt, himmelhoch jauchzend. Das sind die besten Attribute hierfür. Dabei scheuen sie sich auch nicht vor neuen Seiten, die sie entdeckt haben. Also eine sehr empfehlenswerte Platte, über die sich jeder Post-Grunge & Seether Fan freuen wird. Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Seether und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Stoke The Fire
02 Betray And Degrade
03 Something Else
04 I’ll Survive
05 Let You Down
06 Against The Wall
07 Let Me Heal
08 Saviours
09 Nothing Left
10 Count Me Out
11 Emotionless
12 Sell My Soul

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VÖ: 12.05.2017
Genre: Post-Grunge, Alternative Metal
Label: Spinefarm (Universal Music)

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