Omnia · Reflexions (CD-Kritik)

Omnia

In der neuen Omnia CD ‚Reflexions‘ steckt jede Menge Liebe. ‚Reflexions‘ ist das Ergebnis einer langen, intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft dreier erfolgreicher Pagan Music Produzenten (die, welch ein Zufall auch allesamt begnadete Musiker und Komponisten sind). Aber ‚Reflexions‘ ist auch das Ergebnis unzähliger rarer Studiotracks aus dem sieben Alben umfassenden Katalog Omnias aus den letzten zehn Jahren. Und das, was die Produzenten und Omnia da in ‚Reflexions‘ zusammen- führen ist ein bisher einmaliges Konzept des Songwrtings, Mixings und der Kunst. Das gab es bislang noch nicht. Über eineinhalb Jahre lang haben Christopher Juul (Produzent von Valravn, Heilung, Euzen), Jenny und SteveSic sich in einen Prozess es Überdenkens und Überarbeitens begeben. Überarbeitet wurden dabei einzelne Songs, aber auch ganze Omnia Alben. Und so entstanden komplett neue Songs aus vielen einzelnen Versatzstücken; eine er-hörbare Geistesreise bis hin zu einer psycho-scha- manischen -World Of Omnia-. ‚Reflexions‘ ist Omnias schamanischer Pagan Folk Sound aus Atem, Knochen, Holz, Haut und Stein und all den anderen Elementen ihres Kosmos. Die Band und Mit-Produzent Christopher Juul haben eine spirituelle und emotionale Musikerfahrung geschaffen, die ihres Gleichen sucht. (Pressetext) „Reflexions“, beinhaltet 11 Tracks und erscheint am 30. März 2018 im aufwendigen, edel gestalteten 6-seitigen Digipack mit 32-seitigem Booklet via Paganscum Records (Alive).

„Shaman of Chaos“ spürt mit seinen indianisches Pattern der schamanischen Welt Omnias nach. Ritualtänze und -gesänge klingen nach schamanischen Zeremonien und gehen direkt über in die Beschwörungen des Hexenvolks in der Hexenküche von „Niiv’s Cauldron“. Der nächste Titel „JabberMoon“ bezieht den Track „Jabberwocky“ mit ein, nach einem lautmalerischen Gedicht von Lewis Carroll, der Autorin von Alice im Wunderland. Omnia singt in vielen Sprachen und auch in einer eigenen Sprache, „Omnian“. „Alive until we Die“ umfasst die unglaubliche Spannbreite der Genres, die Omnia in ihrer Welt verweben, von dem stakkatoartig, harten Sprechgesang von „Dance until we Die“ bis zum keltischen, weichen „Alive“. „Caveman“ erzählt vom Ursprung der Menschheit, dem paradiesischen Urzustand vor dem „Sündenfall“, als sich der Mensch über die Natur erhob, die Welt zu beherrschen. Ein ganz anderer Charakter ist „Toyz in the Attic“ mit einem recht modernen Sound und sich psychedelisch wiegendem Dreivierteltakt. Die Melodie dieses Tracks erinnert an eine Spieluhr. Dann steigt Frau Mondin in Ihr kleines Boot, fährt über das dunkle Gewässer in „Luna’s Coracle“. In dem Instrumental „Suck my Flute“ vereinigen sich sehr temperamentvoll Flötenthemen in der Art wie jene am Anfang des Lieds „Fee Ra Huri“. „Musick“ ist das zentrale politisch-soziale Statement, aus dem Zustand des stummen Affen zu erwachen und sich der eigenen Kraft bewusst zu werden. Die Weissagungen der Liebe „Auguries of Love“ besingen die emotionale Kraft, die die Töne zu Omnias Liedern zusammenfügt. Dieses Album ist mit Liebe oder vielmehr durch Liebe gemacht. So geschieht es in Freude und manches Mal in Leid: „It is right and should be so, life ist made for joy … and woe!“ „A World of Omnia“ ist der hymnische Abschluss einer faszinierenden Reise eines ungewöhnlichen, musikalischen Organismus aus vielen Teilen, der da heißt Omnia.

Fazit: Der letzte Titel „A World of Omina“ bezeichnet es hervorragend: Omnia ist nicht einfach eine Band oder ein Projekt, sondern eine eigene Welt und Kosmos. Nach dem Prinzip „Omnia“ wurde auch auf diesem Album verfahren. Die Titel wurden nicht einfach neu eingespielt oder neu interpretiert. Das ganze Werk erfuhr eine Neukreation als ein ganz spezieller Remix wie ein musikalischer Urknall. Als hätten die Götter Omnias Werk in Stücke gerissen, auf dass sich dieses in organischer Weise neu zusammensetzt. Was entsteht, vergeht und wird aus sich selbst heraus wieder geboren auf eine andere, kreative, evolutionäre Art. So findet jedes Lied als Remix ein Überthema aus der Welt von Omnia. Dieses Album ist wahrhaftig einmalig und mehr als eine wundervolle Werkschau.

Trackliste:

01 Schamane des Chaos
02 Niivs Kessel
03 JabberMoon
04 Lebendig bis wir sterben
05 Höhlenmensch
06 Toyz im Dachgeschoss
07 Lunas Coracle
08 Meine Flöte saugen
09 Musick
10 Auguren der Liebe
11 Eine Welt von OMNIA

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VÖ: 30.03.2018
Genre: PaganFolk/EarthFolk
Label: Paganscum Records

Omnia im Web:

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