Namnambulu – Borders (CD-Review)

Namnambulu

Genau 14 Jahre ist es her seit „NamNamBulu“ mit ihrem grandiosen Debütalbum „Distances“ die internationale Electropop-Welt zu überraschen und zu überzeugen wussten. Nach zwei Singles (Memories, Alone) und zwei EPs (Expansion, Blinded) kam das abrupte Ende der Band durch die Trennung im Jahre 2006. Danach wurde es lange ruhig um das sympathische Duo aus der Schweiz, ohne das Songs wie „Memories“, „Now or Never“, „Beaten“ oder „Alone“ an Präsenz und Aktualität verloren hätten. Ende 2014 dann ein erstes Lebenszeichen und die Reunion in Form der Single „Sorry“ bevor die Fans 2017 nun endlich den zweiten Longplayer in der Hand halten können. (Pressetext)

Seit dem 10.03.2017 ist nun endlich das brandneue Album „Borders“ mit 10 brandneuen Tracks da. Wie das klingt, erfahrt Ihr jetzt. „Idol“ eröffnet die neue Scheibe. Extrem eingängig, melancholisch, dunkel-romantisch, Henriks wundervolles Organ verzaubert sofort. Als wären sie nie weg gewesen. Ein wunderschönes Lied über Idole und was mit der „Liebe“ zu ihnen passieren kann. Hört es Euch an, ich bin sicher, dass es den Standpunkt zu dem Begriff verändern wird. Herrlicher Auftakt für NNB 2017! „Mind“ wirkt etwas fröhlicher mit allerfeinsten Synth Pop / Future Pop Melodien und herrlichem Text. Ein wahres musikalisches Paradies für die Seele. Zurücklehnen, entspannen, entschweben. Mit „Last Goodbye“ wird es wieder etwas melancholischer. Was bei der Thematik ja auch sein muss. Interessante Soundkonstrukte, feine Melodien-Spielereien, wundervoller verzweifelter Gesang, schöner Text. Eine weitere dunkel-romantische Perle von Henrik und Vasi! Sehr empfehlenswert die Nummer, hat man so auch noch nie von den Beiden gehört. „Save“ sticht dezent aus den Liedern heraus. Tief treffend, klagend, eine neue Klangfarbe von Henrik, tanzbare teils sehr melancholische Sounds von Vasi. Ein absoluter Favorit und Anhörtipp! Definitiv die Club-Schmuse-Dahinschmelz-Nummer überhaupt! Warm und dennoch irgendwie traurig. Das sind NNB. Mit „Damals“ hat es sogar eine deutsche Perle auf die Tracklist geschafft. In der Sammlung an deutschen Liedern von NNB macht sich dieses neue Goldstück verdammt gut. Elegisch, nachdenklich, tief in der Erinnerungskiste kramend. Sehr toll gemacht! Eine klasse Hymne, die schnell mitreißt durch ihre fast schon witzige Art und den Gesang. Man erwischt sich schnell dabei, mitzupfeifen. Gutes Omen! „One Breath“ hingegen ist wieder tief melancholisch, fast schon buddhistisch, tanzbar, klasse Lyrics, wahre Worte. Was soll ich sagen – einfach nur perfekt! So vieles kann während eines Atemzuges passieren. Manches ist nur einen Atemzug entfernt. Denkt mal über die Message nach. Die erste Single „Return“ ist natürlich auch vertreten und die allerbeste Wahl für eine Auskopplung. Durch die lange Abwesenheit ist dieses Liedlein ja schon symbolisch auf die Jungs zurecht geschnitten. Geht auch sofort in´s Herz, dieser kleine Midtempo-Track. „Ghost“ ist wie man wahrscheinlich schon vermutet das düsterste Lied der CD. Eingängig, creepy, mitreißend, packend, dunkel-romantisch, perfekt gesungen. Thematisch perfekt auf aktuelle Beziehungskonstrukte bezogen. „Sorry“, das Herz- und Titelstück ihrer letzten EP, sagt einfach mal für alles mögliche Entschuldigung. Bei so einer wundervollen Entschuldigung kann man nur schmelzen. Einfach nur mega! „Gone“. Dieses Lied zerreißt einem. So packend, so tief, so bewegend, so tief melancholisch, düster, tiefschwarz, eine elegische zerbrechliche Ballade. Was für ein krasses Finale! Alleroberster Favorit!

Fazit: Die neuen Tracks sind tiefer, melancholischer, persönlicher, warmherziger, tanzbarer, mitreißender als vielleicht je zuvor bei NNB. Und es geht dennoch zu wie eh und je. Als wären sie nie weg gewesen. Back to the roots und dennoch neue Elemente mit rein gebracht. Definitiv eines der Comebacks dieses Jahr! Einfach nur mega von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ich kann es nur jedem empfehlen. Das gehört in die Sammlung eines jeden treuen schwarzen Herzens und zu den Fans sowieso! Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei NamNamBulu und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01 Idol
02 Mind
03 Last Goodbye
04 Save
05 Damals
06 One Breath
07 Return
08 Ghost
09 Sorry (Album Version)
10 Gone

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VÖ: 10.03.2017
Genre: Futurepop, Synthpop, Elektropop
Label: Infacted (Soulfood)

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