Monster Magnet – Spine Of God (Reissue) (CD-Review)

Monster Magnet

Monster Magnet ist ein ganz eigenes musikalisches Universum. 1989 (!) wurden Monster Magnet in New Jersey gegründet. Anfangs experimentierte sie mit den Richtungen Punk, Space Rock und Psychedelic Rock. Mittlerweile dürften sie zum Krautrock zählen. In New Jersey gehörten sie zu einer Under- ground-Stoner Rock-„Familie“. Abgesehen von einem Wechsel an der Gitarre 2010 und einem Wechsel am Bass 2013 ist das Line-Up konstant geblieben. Und das nach 28 gemeinsamen Jahren! Das ist eine Stärke, die in der heutigen Musikwelt wohl sehr schwer erreichbar sein wird. 11 Alben und 2 EPs haben sie bereits veröffentlicht, zuletzt 2015 „Cobras and Fire (The Mastermind Redux)“.

Am 01.09.2017 veröffentlichen die Jungs nun 2 Jahre vor ihrem 30-jährigen ein kleines Geschenk an die Fangemeinde. „Spine of God“, ihr Debüt-Album aus dem Jahre 1991, wird wiederveröffentlicht. 10 Tracks sind drauf, was Euch erwartet, verrate ich Euch jetzt. Es eröffnet „Pill Shovel“ mit einem freaky obercoolen Drum-Solo. Strom-Gitarren kommen dazu, es wird abgespacet und sobald Dave Wyndorf singt, hebt der Monster Magnet wirklich ab. Einem Rausch gleich geht diese Hippie-Space-Perle gut ab. An sehr lauen, feinen Sommerabenden in gechillter Runde sicher ein Muss. Aber ohne Pille! MM berauschen schon genug! Danach gibt es zur Heilung „Medicine“, das allererste Musik-Video der Jungs. Satten amerikanischen Stoner Rock, der gut dröhnt und Stimmung macht, erklingt hier. Extase pur, abgehen erlaubt! Natürlich darf auch eine gepflegte Hymne zur „Nod Scene“ nicht fehlen. Man hat gleich die entsprechenden Bilder im Kopf und die Jungs geben das echt sehr gut wieder. Gewisse Erinnerungen an Nine Inch Nails werden hier wach. Aber auch ohne den Vergleich ist das schon eine sehr geniale Nummer. Satten amerikanischen Stoner Rock, der ordentlich dröhnt und Euch in Extase bringt, liefert der „Black Mastermind“. Wer vorher nicht abgegangen ist, steht nun in der Pflicht, es tun zu müssen! Immerhin beehrt der werte „Herr“ Euch auch 8:14 lang. Schon echt bemerkenswert, was hier passiert. Ich sagte ja, MM sind nicht von dieser Welt! Aber dafür überirdisch gut! Das beweist auch die „Zodiac Lung“. Tierkreis-Lunge. Wie kommt man auf so was?! Aber wirklich toll gemacht, es wird sogar leicht elegisch und romantisch. Es bleibt ruhig, smooth. Fast schon akustisch. Der König der Hippie-Lieder quasi, zumindest auf diesem Album! Es folgt das Herz- und Titelstück „Spine of God“. 8:02 werden ihm gewidmet. Das hat Gottes Rückgrat quasi ja auch verdient. Der Anfang wirkt recht düster. Leicht bedrohlicher Gesang, ein dunkler Riff, creepy Geräusche. Es bleibt auch recht „düster“ im Vergleich zu den bisherigen Nummern. Besonders hier wurde sehr bei Nine Inch Nails abgeguckt. Oder haben Nine Inch Nails hier abgeguckt? Findet es heraus. NIN waren ein Jahr früher da. Aber hört selbst. Ordentlich abgegangen wird hier, das zählt! Passend zur „Zodiac Lung“ performen die Jungs extra für Euch noch einen heißen „Snake Dance“. Auch hier geht es ordentlich ab und MM zollen Motörhead Tribut. Vom Stil her, gecovert ist es nicht. „Sin´s a good Man´s Brother“ ist alleine vom Namen her schon eine spannende, tolle, tiefsinnige Nummer. Das Hörvergnügen an sich ist schon pure Sünde! Aber wir sündigen ja gerne. Und so wie MM es formulieren, könnte es glatt ein Sprichwort sein, das auf ein Shirt gehört. Auch hier gibt es übrigens guten fetten Stoner Rock, also keine Zeit für Erholung! Dann erwartet euch noch ein 8:04 langes „Ozium“. Fast schon romantisch mutet es an und wird Euch betören. Zum Abschluss schieben die Jungs noch eine verdammt coole, völlig abgehobene, überirdische Demo Version des Songs hinterher. Richtig feines Finale und gleich ein Favorit der MM´schen Bandgeschichte für mich! Danke dafür!

Fazit: Also es lohnt sich wirklich, sich diese Neuauflage zu besorgen. Zum einen weil es das Original sicher nicht mehr gibt. Zum anderen sind es 28 Jahre MM, die hier zelebriert werden und Erinnerungen werden aufgefrischt. Richtig feines Geschenk an die Fans, welches eben jene auf gar keinen Fall verpassen dürfen!

Tracklist:

01. Pill Shovel
02. Medicine
03. Nod Scene
04. Black Mastermind
05. Zodiac Lung
06. Spine Of God
07. Snake Dance
08. Sin’s A Good Man’s Brother
09. Ozium
10. Ozium (Demo Version)

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VÖ: 01.09.2017
Genre: Rock
Label: Napalm Records

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