Im Interview mit Russkaja-Sänger Georgij Makazaria

Russkaja

Energia, Love, Peace and Russian Roll. Sofort assoziiert der folklorischgeneigte Fan diese Wörter mit der Kultband aus Österreich. Seit mittlerweile zwölf Jahren versprüht die sympathische Kombo ihre positive Energia und verhelfen den Menschen auf der Bühne zu positiven Vibes. Nun veröffentlichte die Russian Turbo Polka Band Russkaja am 4. August 2017 ihr nächstes Album. Unter dem Namen „Kosmopiturbo“ haben die Wiener 10 brandneue Tracks auf Platte gepresst. Passend zum aufkommenden Som- mer sind gute Laune Lieder doch genau das richtige. Besonders im feinsten Russian Roll Stil. Denn dies ist das markante Merkmal der russisch-österreichischen Kombo.

Anlässlich ihres fünften Studioalbums „Kosmopiturbo“ konnten wir Gründer und Sänger Georgij Makazaria noch vor der Veröffentlichung für ein Interview gewinnen und einige Fragen stellen – aber lest selbst:

01. Bald erscheint eurer neustes Album „Kosmopoliturbo“. Wie von Russkaja gewohnt stehen vor allem die Ska und Folk Elemente in Vordergrund. Würdet ihr gerne mal andere Genres in eurer Musik einbauen?

Grüß euch erst mal lieben Leute! Heute ist der 4.8., ich bin erst jetzt zu dem Interview gekommen, heute ist release von unserem Album und ich bin überglücklich! Bei uns ist es schon eine Tradition und einer Art Rezept, dass wir diverse musikalische Einflüsse in unsere Songs einbauen, auf dem neuen Album haben wir das exzessiv betrieben und sehr mutige Ergebnisse erlangt! Dennoch haben wir unseren Stil und unseren roten Faden behalten.

02. Ihr bedient euch vielen verschiedenen Sprachen. Ob nun russisch, englisch, spanisch und auch (Spoiler) deutsch. Gibt es noch weitere Sprachen auf die sich die Hörer freuen dürfen?

Ja! Italienisch! Und auf einem Song sind Japanische Einwürfe! Kosmopolyglott!

03. Bald geht es für euch wieder auf Tournee. Gibt es Konzerte auf die ihr euch besonders freut?

Ja, das Konzert wo Du, mein lieber Leser, da bist! Zuck Dein Telefon und hole Dir eine Karte für ein Russkaja Konzert in Deiner Nähe, Du wirst es nicht bereuen! Man bereut nur etwas wenn man es nicht tut.

04. Wenn man sich die Termine eurer Kosmopoliturbo Tournee ansieht, verbringt ihr mehr Zeit auf der Straße als irgendwo anders. Wie haltet ihr es zusammen in einem Bus aus ohne, dass es Mord und Totschlag gibt?

Unser Kollektiv hat viele Wege bestritten und durch viel Scheisse gegangen, wir haben viel Erfahrung wie es ist wenn es in einer Gruppe nicht gehen soll und wir wenden viel Energie darauf dass es nicht wieder passiert. Die Band eine Phase erreicht, wo sich die Leute sehr gut verstehen und super miteinander können. Wir kennen uns schon sehr gut und wissen wann jetzt einer ein Gespräch haben will und wann ist besser jemand in Ruhe zu lassen. Es ist einer Art Familie und kleine Reibereien darf es immer wieder geben, es muss nur auf jeden Fall eine intelligente Lösung zu jedem Problem geben und wir ruhen nicht bis wir so eine finden.

05. Wie jeder Mensch auf Erden dürftet ihr auch mal einen schlechten Tag haben. Wenn da ein Gig ansteht ist dies weniger von Vorteil. Wie schafft ihr es, auch an schlechten Tagen, auf der Bühne so viel Energie zu versprühen?

Ich sage immer – die Bühne heilt alles. Sei es Schnupfen, eine Verspannung, eine kleine Depression – auf der Bühne ist alles weg, dahin und verschwunden. Wir helfen da schon zusammen und greifen einander unter die Arme wenn es notwendig ist.

06. Habt ihr während eurer Tour auch die Chance die Städte kennenzulernen in denen ihr auftretet oder geht es direkt an den Veranstaltungsort und wieder weiter?

Leider nicht immer, da wir noch in einem Bereich sind, wo wir noch viel selber an Vorbereitungen vor dem Konzert zu erledigen haben – bleibt nur wenig Zeit sich eine Stadt oder ein Ort anzuschauen, doch immer wieder wenn die Gelegenheit da ist nutze wir sie.

07. Nach den ganzen negativen Medienberichten über Anschläge auf Konzerten, seid ihr nun besonders wachsam was die Sicherheit angeht?

Da sind wir leider dem ausgeliefert wie es die jeweiligen Veranstalter handhaben. Ich versuche daran nicht zu denken.

08. Wie vertreibt ihr euch die Zeit, wenn ihr stundenlang unterwegs seid?

Lesen, Zocken, Schlafen, Filme schauen, Texten, Ideen notieren. Da fällt uns immer was ein. Heutzutage ist man gelangweilt vom Überangebot an Unterhaltung!

09. Was macht ihr, wenn die Tournee vorbei ist? Erst einmal Urlaub oder geht es direkt wieder zurück ins Studio?

Erst mal ausatmen, Zeit mit Familie verbringen, Zuhause den Tisch aufräumen, Im Studio mal rumklimpfen auf neuen Instrumenten oder Synths um Ideen zu generieren, dann geht es schon weiter mit der Planung für das nächste Jahr. Da haben wir schon einiges vor.

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