Funker Vogt – Musik ist Krieg (EP-Review)

Funker Vogt

Funker Vogt funken ein neues Brett an die Clubs. Nachdem es 4 Jahre Funkstille gab, abgesehen von der „Sick Man“ EP und 2 Re-Releases, gab es 2017 umso mehr auf die Ohren! Chris L., bekannt durch Agonoize, The Sexorcist etc., ist der neue Mann am Mikro und durfte auf „Der letzte Tanz“ sowie dem dazugehörigen Album „Code of Conduct“ gleich mal beweisen, ob er bei den FV Fans genauso gut ankommt. Feuertaufe wurde bestanden, auch live wurden die Funker nach langer Abwesenheit gefeiert vor einer riesigen, feier- wütigen Masse unter anderem auf dem WGT 2017 in der Agra Halle. Wer da besteht, hat es sprichwörtlich geschafft. Beides ist gar nicht so lange her.

Jetzt wird nachgeheitzt in Form der EP „Musik ist Krieg“. Am 03.11.2017 ist es soweit, dann wird die nächste Club-Granate gezündet. Eine Video Version, 3 brandneue Stücke, 5 Remixe und ein ganz besonderes Stückchen Musik, welches ich an der Stelle noch nicht verrate, wartet hier auf Euch. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang macht die Video Version von „Wahre Helden“, einem Lied, das bereits auf dem vorherigen Album zu finden war. Also von „Code of Conduct“ bereits bekannt. Das ist Funker Vogt, wie Funker Vogt sein muss. Wiedererkennungswert durch ihren ganz eigenen Sound, EBM, Synthie, durchdachte geniale Lyrik, melodischer Refrain. Sehr guter Opener! Neu hingegen ist die „Schattenwelt“. Und die klingt, wie man sie erwartet. Düster, dumpf, dröhnend, geheim- nisvoll, mystisch, leicht beängstigend. Natürlich hat Chris auch wieder einen klasse Text parat und berichtet von der vorherrschenden Neuzeit. Früher düstere Zukunftsvisionen, heute Realität. Hätten sich Funker Vogt so sicher auch nie zu träumen gewagt. Ebenfalls neu ist der „Bloodbrother“. Auch hier hört man direkt wieder den typischen FV Sound raus. Das geht raus an den Freund im Schützengraben, den Bruder auf dem Schlachtfeld, die treue Fan Gemeinde. Das wird definitiv ein Garant für eine volle Tanzfläche! Ebenso die „Strike Force“, die natürlich rein vom Namen her super auf das vorherige Liedlein aufbaut. Ein weiteres derbes Brett, straight in die Fresse, das wie ein Maschinengewehr eine Kugel nach der nächsten verschießt. Es wird also scharf geschossen und FV haben eine neue EBM Hymne erschaffen! Danach erwartet uns der erste Remix. Und zwar der Until Death Mix von „Gladiator“. Gut gewählter Name für den Remix, denn hier wird unermüdlich gewütet bis zum bitteren Ende. Top gemacht! Danach geht Chris selber quasi als Remixer in´s Rennen. Denn es gibt einen Agonoize Remix zu „Für immer“. Kann aber auch gut sein, dass Kumpane Oli den gebastelt hat. Da mag und kann ich mich nicht festlegen. Auf jeden Fall haben sie sich die gänzendste, bewegendste Perle des letzten Albums heraus gesucht und verpassen ihr einen düster-glänzenden Club-Anstrich. Agonoize meets Funker Vogt – funktioniert einwandfrei! Weiter so, perfekt! Es wird richtig old school EBM mäßig mit dem Kunstwerk Remix zu „Tanzbefehl“. Bzw. besser formuliert ist es, wenn man sagt: EBM meets Kraftwerk. Sehr interessanter Klang-Cocktail, der da gezaubert wurde. Definitiv die zweite Überraschung dieser EP! Es gibt einen weiteren Remix für „Gladiator“ und der kommt von Cephalgy. Auch durchaus sehr hörbar und die Cephalgy-Note fließt natürlich deutlich mit ein. Steht der Nummer auch. Und noch ein „Tanzbefehl“ Remix, diesmal von Novakill und nennt sich Art of War. Das hört man auch. Richtig geil gemacht und genau das Richtige für die Funker. Hier wird noch einmal ganz deutlich gemacht, wie die EP zu ihrem Namen kam! Und wir sind bei der großen Überraschung angekommen. Ich musste es zweimal lesen, um es zu realisieren. Es ist eine ORCHESTER VERSION von „Für immer“. Das klingt auch so mega, wie es sich liest und wird dieser Perle mehr als gerecht! Ein wahrhaft königliches Ende! Bitte mehr davon!

Fazit: Was soll man da noch sagen. Funker Vogt sind und bleiben erstens eine wahre Institution und zweitens eine wahre Hitfabrik! Ein Smasher folgt dem nächsten und die Remixe können sich auch mehr als hören lassen. Auch das Highlight, die Orchester Version, ist verdammt gut geworden. Ich finde, gerade diese EP spiegelt die Vielseitigkeit dieser Band wieder. Und immer wieder faszinierend: FV hört man raus! Sie haben sich ihr ganz eigenes Soundbild gebastelt, was einfach Wiedererkennungswert hat!

Tracklist:

01 Wahre Helden
02 Schattenwelt
03 Bloodbrother
04 Strike Force
05 Gladiator (Until Death Mix)
06 Für immer (Agonoize Remix)
07 Tanzbefehl (Kunstwerk Remix)
08 Gladiator (Cephalgy Remix)
09 Tanzbefehl (Art Of War Mix By Novakill)
10 Für immer (Orchester Version)

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VÖ: 03.11.2017
Genre: Electro
Label: Repo Records

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